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Full text : Jahresbericht 1953

Nautische  Technik

Seite  39  -

schreiher  herausstellte.
Eine  weitere  Untersuchung  erstreckte  sich  auf  die  Aufzeichnungen  von
Überlagerungen  des  Bodens  (z.B.  fische,  Schlamm)  mit  Hilfe  zweier  Verstärker, ­
  deren  Ausgänge  parallel  auf  die  Schreibfeder  arbeiten.  Die  Versuche
sind  noch  nicht  beendet.
Weiterhin  wurden  noch  Versuche  über  die  Eindringtiefe  des  Echoschalls
verschiedener  Frequenzen  in  den  Boden,  besonders  bei  Überlagerungen  mit
Schlamm  durchgeführt.  Es  zeigt'e  sich,  daß  für  Vermessungslote  maximal  die
Frequenz  von  80  kHz  zugelassen  werden  kann,  da  bei  höheren  Frequenzen  praktisch ­
  der  gesamte  Schall  bereits  an  der  Oberfläche  des  Schlammes  reflektiert ­
  wird  und  das  Bodenecho  keine  Unterscheidung  von  Schlick  über  Sandboden, ­
  wie  es  noch  beim  Handloten  möglich  ist,  zuläßt.  Bei  Lotungen  im  Gullmarfjord
  in  Schweden  konnte  mit  einer  Dotfrequenz  von  30  kHz  in  einer  Tiefe ­
  von  etwa  130  m  noch  eine  Schlickschicht  von  12  m  durchschallt  Und  aufgezeichnet ­
  werden.
d)  Verschiedenes.  Der  hier  gebaute  elektronische  Impulszähler  für
Kurzzeitmessungen  wurde  nach  Fertigstellung  und  Aufstellung  beim  Dezernat
"Zeitdienst"  im  laufenden  Betriebsdienst  eingesetzt.  Das  Gerät  arbeitet  mit
ca.  75  Röhrensystemen  und  50  Anzeigeröhren.  Der  eingebaute  elektronische
Start-Stop-Schalter  ist  selbstsperrend,  so  daß  nach  einer  durchgeführten
Zeitmessung  trotz  weiterer  Beaufschlagung  mit  Start-  und  Stop-Impulsen  der
Schalter  geschlossen  bleibt,  und  so  die  Anzeige  des  Messergebnisses  nicht
verändert  wird.
Nachdem  die  für  den  elektronischen  Impulszähler  entwickelten  dekadischen ­
  Untersetzer  sich  gut  bewährt  haben,  sollen  solche  Untersetzer  auch
zum  Bau  eines  elektronischen  Kontaktgebers  für  die  ZeitSignalauslösung  verwendet ­
  werden.  Die  Untersetzer  zeichnen  sich  durch  eine  sehr  weitgehende
Unempfindlichkeit  gegen  Schwankungen  der  Betriebsspannungen  aus,  so  daß
eine  Stabilisierung  nicht  notwendig  ist.  Im  Gegensatz  zu  dem  nur  kurzzeitigen ­
  Betrieb  im  Impulszähler  müssen  die  Untersetzer  hier  im  Dauerbetrieb
sicher  arbeiten.  Zur  Zeit  laufen  daher  Messreihen,  um  das  Verhalten  der
Untersetzer  im  Dauerbetrieb  zu  untersuchen.  Die  dazu  notwendige  Prüfeinrichtung ­
  wurde  gebaut.
Die  früher  entworfenen  Geräte  zur  Kursdifferenz-  und  Impulsserienregistrierung ­
  wurden  nach  gut  verlaufener  Erprobung  im  Rahmen  von  Strommessungen ­
  der  Abteilung  IV  weiter  vereinfacht.  Es  besteht  die  Absicht,  eine
Serie  von  Registriergeräten  für  Strommesser  nach  diesem  Prinzip  bauen  zu
lassen.  Für  den  Bau,  einer  Meßwertfernübertragung  für  ozeanographische  Zwekke
  wurden  verschiedene  Verfahren  geprüft.
Das  technische  Personal  verschiedener  Schiffe  wurde  in  mehreren  Kursen
über  Wirkungsweise  und  Wartung  von  Kreisel-  bzw,  Magnetkompaßanlagen  mit
Fernübertragung  unterrichtet.
Sieben  Studierende  erledigten  während  ihrer  Semesterferien  einen  Teil
            
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