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Full text : Jahresbericht 1953

-  Seite  15  -

Seekartenwerk  und  Nautische  Geodäsie

II.  SEEKARTENWERK  UND  NAUTISCHE  GEODÄSIE
1.  Allgemeines
Die  von  der  Schiffahrt  immer  wieder  geforderte  Erweiterung  des  Seekartenwerkes ­
  auf  den  Atlantischen  Ozean  konnte  im  Jahre  1953  endlich  in  Angriff
genommen  werden.  Am  1.  November  1953  wurde  nach  einer  entsprechenden  Personalvermehrung
  eine  neue  Kartengruppe  "Atlantischer  Ozean"  gegründet,  deren
Aufgabe  es  sein  wird,  die  rund  200  deutschen  Seekarten  dieses  Gebietes  in
den  nächsten  Jahren  auf  den  für  die  praktischen  Bedürfnisse  der  Schiffahrt
notwendigen  Berichtigungsstand  zu  bringen.  Nach  der  Überarbeitung  der,Übersichtskarten ­
  ist  zunächst  auf  Empfehlung  des  D.H.I.-Beirates  daran  gedacht,
die  Seekarten  des  westindischen  Raumes  vordringlich  in  Angriff-zu  nehmen.
Das  Arbeitsprogramm  des  Seekartenwerkes  soll  außerdem  auch  auf  die  Fahrt
nach  den  Ölhäfen  des  Persischen  Golfes  ausgedehnt  werden  als  Beginn  einer
Erweiterung  auf  den  Indischen  und  Stillen  Ozean.
Bei  der  Neuherstellung  von  Originalen'  für  Seekarten  sind  in  den  letzten ­
  Jahren  an  Stelle  von  Kupferstichoriginalen  mit  gutem  Erfolg  und  in
■steigendem  Umfang  Astralonzeichnungen  getreten.  Es  wurden  bisher  15  Neuzeichnungen ­
  auf  Astralon  ausgeführt,  zu  denen  noch  5  Seekarten  kommen,  deren ­
  Fortführung  auf  Astralon  erfolgt.
2.  Nautische  Geodäsie
Die  bereits  im  vergangenen  Jahr  in  Angriff  genommene  Einrechnung  von
Nullhyperbeln  der  deutschen  Decca-Kette  in  großmaßstäbige  Seekarten  der
Nordseeküste  konnte  wegen  anderer  termingebundener  Rechenarbeiten  nicht
ganz  programmgemäß  fortgesetzt  werden.  Am  Ende  des  Berichtsjahres  lagen  nur
die  Berechnungen  für  die  Decca-Karten  Nr.  87  "Die  Ostfriesischen  Inseln  mit
Helgoland"  (1  :  100  000)  und  Nr.  84  "Die  Westfriesischen  Inseln"  (1  :
100  000)  fertig  vor;  für  die  Karten  Nr.  49  "Mündungen  der  Jade,  Weser  und
Elbe"  (1  :  100  000),  Nr.  2  "Mündungen  der  Jade  und  Weser"  (1  :  50  000)  und
Nr.  138  "Elbemündung"  (1  :  50  000)  waren  sie  nahezu  zur  Hälfte  fertiggestellt. ­

Im  Rahmen  der  geplanten  Herausgabe  weiterer  deutscher  Consolfunkfeuer-Karten
  wurden  die  Interpolationsnetze  der  Consolfunkfeuer  Bushmills,  lugo,
Pioneis  und  Sevilla  in  die  D  292  "Nordatlantischer  Ozean,  Östlicher  Teil,
Scilly-  bis  Kanarische  Inseln"  (1  :  3  500  000)  und  die  Consolfunkfeuer  Bushmills
  und  Stavanger  in  die  beiden  Blätter  der  D  157  "östküste  von  Island
bis  Norwegen"  (1:1  200  000)  eingerechnet.  Wegen  der  inzwischen  angekündigten ­
  Änderung  der  Senderfrequenzen  von  Bugo  und  Sevilla  unterblieb  jedoch
vorläufig  eine  Verwertung  der  Ergebnisse  für  die  D  292.  Ferner  mußten  die
Unterlagen  zur  Eintragung  der  Interpolationsnetze  von  BushmiUs  und  Stavanger ­
  in-die  neue  "Fischereikarte  Südliche  Nordsee"  (D  194  C)  berechnet  werden. ­

            
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