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Full text: Jahresbericht 1953

Seite 11 
Der Betriebsrat 
IV. DEE BETKIEBSBAT 
Durch Bundesgesetz ist die Amtsdauer des im Vorjahre in gemischter 
Gruppen- bzw. Gemeinschaftswahl gewählten Betriebsrates bis zum 31.3.1,954 
verlängert worden. Die Nachwahl für ein ausgeschiedenes Mitglied wurde ver 
bunden mit der Wahl des durch die Erhöhung der Belegschaft auf mehr als 
500 Köpfe nach dem Betriebsrätegesetz vom 10.4.1946 vorgeschriebenen 8. Sit 
zes im Betriebsrat; dieser Sitz war nach dem Anspruchsverhältnis den Lohn 
empfängern zuerkannt worden. 
Die Verlängerung der Amtsdauer hat sich auf die Stetigkeit bei der Mit 
wirkung an den auftretenden allgemeinen, sozialen und arbeitsrechtlichen 
Belangen der Belegschaft günstig ausgewirkt. 
In verständnisvoller Zusammenarbeit mit der Institutsleitung und den 
beteiligten Abteilungsleitern konnten berechtigte soziale Wünsche fast aus 
nahmslos befriedigt werden. Zwischen gegensätzlichen Auffassungen wurde ver 
mittelt oder Klärung erzielt. 
Es ist in diesem Jahr nur in bescheidenem Umfang möglich gewesen, dienst 
lich bezuschußte Wohnungen für die Bediensteten bereitzustellen. Die Zahl 
der Belegschaftsmitglieder, die Zuweisungs- oder Tauschwünsche Vorgebracht 
haben, beträgt noch rund 60. 
Die Bewegung der Gemeinschaftskasse, der etwa 90$ der Bediensteten an 
gehören, gestaltete sich im Jahre 1953 wie folgt: an Leistungen (Geburtsta 
ge, Jubiläen usw.) wurden insgesamt DM 5 222,19 ausgezahlt. Zur Behebung 
wirtschaftlicher, unverschuldeter Schwierigkeiten wurden 148 kurzfristige 
Daxlehen im Gesamtbetrags von DM 11 810,- ausgezahlt. Diese Darlehen vertei 
len sich prozentual auf die einzelnen Gehaltsgruppen wie folgt: 
A 2 - A 4 4$ TOA VII - IX 32$ 
TOAII - IV 4$ C - C + 60 38$ 
V - VI 22$ 
Die Kasse konnte also dazu beitragen, die wirtschaftlichen Verhältnisse 
einer großen Anzahl Bediensteter zu regeln, in steigendem Maße mit abneh 
mendem Einkommen, so daß sich ihr Name als der Gemeinschaft dienend gerecht 
fertigt hat. 
Die Mitglieder der Gemeinschaftskasse veranstalteten im Monat Februar 
ein gelungenes Betriebsfest, das in gleicher Weise im folgenden Jahr durch 
geführt werden soll. 
Die Betriebsratsarbeit ist vielseitig und zum Teil recht schwierig; über 
sie kann in wenigen Zeilen nur das Wesentlichste gesagt werden. Fragen des 
Tages, langfristiger Verhandlungen über soziale und tarifliche Probleme wur 
den in drei Betriebsversammlungen vorgetragen und zum Teil sehr eingehend 
diskutiert, die stets fruchtbare Impulse für die Arbeit des Betriebsrates 
zum Wohle der Belegschaft zeitigten.
	        
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