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Das uneinheitliche Bild der Strömungsrichtung zwischen den Inseln Amrum und Föhr
(Abb.24) spiegelt sich auch bei den Richtungen der Restströme wieder. So zeigen die
Stationen jeweils verschiedene Richtungen. Während an den Positionen 2.1, 2.4 und 2.5 der
Wassertransport in nordöstliche Richtung geht, läuft der Reststrom bei 2.2 und 2.3 in
nordwestliche Richtung. Insgesamt findet aber entlang des ganzen Profils ein
Wasserdurchsatz nach Norden mit Geschwindigkeiten vom 0.05 m/s (Pos. 2.2) bis 0.2 m/s
(Pos.2.1) statt. Die ungleichmäßige Verteilung der Richtungen und Geschwindigkeiten der
Restströme zwischen Amrum und Föhr wurden auch im Rahmen eines KFKI-Meßprogramms
in den 70er Jahren gemessen. Die Darstellung von Siefert et al..[1980] zeigt einen kräftigen
Wasserversatz noch Norden mit Geschwindigkeiten von rund 0.01 m/s bis zu 0.12
m/s.Neuere Messungen des ALW-Husum aus dem Jahren 1985 und 1986 [Berg, pers.
Mitteilung] unterstützen dieses Bild. Auch bei diesen Messungen findet ein Wassertransport
ausschließlich in nördliche Richtung statt und die Geschwindigkeiten des Reststroms betragen
zwischen 0.02 und 0.12 m/s. Die Zahlen zeigen, daß zwischen den einzelnen Meßkampagnen
eine gute Übereinstimmung besteht. Ein direkter Vergleich einzelner Datensätze kann aber
auch in diesem Fall wegen unterschiedlicher Meßpositionen nicht durchgefuhrt werden.