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Volltext : Der Wasseraustausch im Tidebecken Hörnum-Tief : Abschlußbericht (BSH-Bericht, Nr. 16)

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Ein  weiteres  Beispiel  ist  die  Position  2.3  in  dem  Profil  zwischen  Amrum  und  Föhr.  Für  die
Frühjahrskampagne  ist  die  Bestimmung  von  Flut-  oder  Ebbestrom  nur  mit  Einschränkungen
möglich,  da  der  Tidestrom  innerhalb  einer  Tide,  d.h.,  sowohl  bei  steigendem  als  auch  bei
fallendem  Wasserstand  nur  eine  Richtung  (in  das  Hörnumer  Tidebecken  hinein)  aufweist.
Dies  bedeutet,  daß  selbst  bei  fallendem  Wasserstand  im  Hömumer  Tidebecken  ein  Flutstrom
auftritt.
Im  Herbst  kommt  noch  ein  zweites  Phänomen  hinzu,  so  daß  weder  Ebbe-  noch  Flutstrom
eindeutig  festgelegt  werden  können  (Abb.  19).  Mit  steigendem  Wasserstand  setzt  zu  Beginn
der  Überflutungsphase  eine  Strömung  in  südliche  Richtung  mit  Geschwindigkeiten  von  0.3
bis  0.4  m/s  ein.  Das  bedeutet,  daß  bei  steigendem  Wasserstand  die  Strömung  eine  Richtung
aufweist,  die  einer  Ebbeströmung  entspricht.  Die  Dauer  der  Strömung  beträgt  je  nach  Tide
zwischen  1  und  2  Stunden.  Ungefähr  1.5  bis  2  Stunden  vor  Hochwasser  geht  die
Geschwindigkeit  für  kurze  Zeit  auf  Null  zurück  und  die  Richtung  der  Strömung  dreht  bis  zum
nächsten  Trockenfallen  auf  Nord.  Die  Geschwindigkeitsmaxima  der  nordwärts  gerichteten
Strömung  liegen  bei  ca.  0.5  m/s  und  die  Dauer  bei  5  bis  6  Stunden.

Abb.  19  Strömungsgeschwindigkeit  [m/s]  (A)  ,-richtung  [°]  (B)  zwischen  Amrum
und  Föhr  (Pos.  2.3)  und  Wasserstand  [m  NN]  (C)  am  Pegel  Amrum  Odde
während  der  Herbstkampagne.
Eine  umfassende  statistische  Auswertung  der  Strömungsdaten  aller  Profile  konnte  nur  für  die
Frühjahrskampagne  durchgeführt  werden.  Aufgrund  zahlreicher  Geräteausfälle  durch
Treibgut  sowie  Geräteverlusten  während  der  Herbstkampagne  (vergl.  Tab.  Al  und  A2  im
Anhang)  standen  nur  bei  einer  geringen  Anzahl  von  Positionen  ausreichend  lange
durchgehende  Zeitreihen  zur  Verfügung.  Die  Tabellen  5  -8  zeigen  die  berechneten
statistischen  Parameter  für  die  maximalen  Ebbe-  und  Flutstromgeschwindigkeiten  (v e  bzw.  v f )
sowie  die  maximale  Dauer  des  Flut-  bzw.  Ebbestromes  (Fsd  bzw.  Esd)  während  der  beiden
            
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