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Kleine Notizen,
Ist Bramble Cay, dessen Spierenbake öfters durch die Eingeborenen zer-
stört wird, unzweifelhaft gesichtet und als solches erkannt, so ist es rathsam,
die Insel nördlich zu passiren, um die vor dem Bramble Cay unter Wasser
liegenden nicht brandenden Riffe zu vermeiden, Die Black-Klippen an B-B.
lassend, hat man freies Fahrwasser bis zur Stephens-Insel. Vor einem etwaigen
Abhalten nach der Insel Darnley ist eine genaue Positionsbesimmung noth-
wendig, um nicht auf die nordwestlich liegenden Untiefen und Sandbänke zu
gerathen. Von den Inseln Darnley und Stephens folge man bis zur Insel Cocoa nut
am besten der anempfohlenen Route, regele aber dabei den Kurs mit Rücksicht
auf die wechselnden Gezeitenströmungen, Während des Aufenthaltes des Schiffes
anter der Insel Darnliey beobachtete man, dafs der Wechsel zur Zeit des SE-
Passats nur zweimal des Tages stattfindet und zwar einmal von Fluth zur Ebbe
zogen 2* p.m. und von Ebbe zur Fluth um ca 1® a.m. Die Fluth setzt nach
WSW, 2'% bis 4 Sm, die Ebbe nach Ost, 1% bis 2 Sm die Stunde. Dieses
Abweichen von den regelmäfsigen Gezeiten scheint durch eine Stauung des
Wassers während des SE-Passates verursacht zu sein; in der Zeit des NW-
Monsuns haben Ebbe und Fluth ihren regelmäfsigen Verlauf,
Besondere Vorsicht erheischt das Passiren zwischen den Inseln Cocoa nut
and Dove. Die Riffe der Insel Dove scheinen sich viel weiter nach SW zu er-
strecken als auf der Karte angegeben ist, daher auch das Fahrwasser bedeutend
enger wird. In diesem Fahrwasser, sowie in der nachfolgenden Durchfahrt
hut man gut, um die Ausläufer des Riffes bei Long-Insel zu sichten, von
der in der Karte eingezeichneten Fahrwasserlinie abzuweichen und sich mög-
lichst in der Mitte zu halten.
Nicht weniger Genauigkeit und äufßserste Vorsicht erfordert die Durch-
fahrt zwischen der Insel Bet und den nördlich derselben theils unter Wasser,
theils trocken fallenden Bänken.
Schiffe, welche gegen Abend diese Stelle erreichen, thun gut, innerhalb
des Riffes der Insel Bet zu ankern, woselbst sie ziemliche Wind- und absolute
Seestille vorfinden, während außerhalb der Three Sisters-Inseln Wind und
Seegang das Ankern, selbst in Lee der gröfsten Insel (Saddle-I.) sehr
Brschweren, *
Von der Insel Bet an dürfte statt der anempfohlenen Route jene nörd-
lich der Insel Sadd/e vorzuziehen sein, Die Klippe Moresby (vgl. No. 816 d.
„Nachr. f, Seef.“ 1881), auf welcher am 24, Juni 1885 das Wrack eines grofsen,
offenbar erst vor Kurzem gestrandeten, aber ganz ausgeleerten und verlassenen
Dampfers gesichtet wurde, liegt so nahe der eingezeichneten Route, und hat man
bei Bestimmung der Lage derselben zum Kurse, in Anbetracht‘ des ver-
hältnifsmäfsig kleinen Mafsstabes der Karten, so wenig Sicherheit, dafs sich
der Umweg um die Insel Saddle sehr empfiehlt.
Bis zur Kursänderung bei Douwble-Insel hat man nun ein ganz reines
Fahrwasser, Das Campbell-Riff kann man vom Topp aus gut erkennen, und hat
man an den Bergen Augustus und Ernest und den Saddle-, Travers- und Double-
Inseln vorzügliche Landmarken, die eine Positionsbestimmung jederzeit er-
möglichen.
Die Lage von Channel-I. erschien als nicht vollkommen richtig angegeben.
Für die nun folgende Strecke der Passage wird angerathen, die ganze
Maschinenkraft bereit zu halten, um für alle Fälle der Manövrirung in dem starken
Strome sicher zu sein und dann die Durchfahrt von Ost nach West nur mit
der Fluth zu machen.
Die Fluth setzt, wie es anch vom Schiff „Saida“ beobachtet wurde, mit
7,8 bis 8!/ Sın die Stunde durch den Kanal. Die Ebbe erreicht die Stärke von
4 bis 6 Sm, und würde beim Dampfen gegen dieselbe schon eine geringe Ma-
schinenbeschädigung leicht sehr empfindlich werden.
Schiffe mit 6,1 m und mehr Tiefgang haben nun mit etwas frischem SE
eine schlechte Strecke um die Untiefe Beresford und die Ostspitze des NW-
Riffes zu umsegeln. Die in Rede stehende Untiefe hat allerdings 7,8 m als ge-
ringste Wassertiefe verzeichnet; ein Passiren über dieselbe ist jedoch bei der
Veränderlichkeit der Tiefen auf den Korallen-Bänken entschieden abzurathen,
und kommt man daher, indem man die Untiefe Beresford an B-B. läfst, zwischen
dieser und dem Ausläufer des NW-Riffes in ein schmales Fahrwasser, in