EINLEITUNG
Es werden hier die in den Wintern 1954/55 bis 1986/87 im norddeutschen Küstengebiet zwischen der Ems und
der Trave angestellten Beobachtungen des Eisbedeckungsgrades und der Eisdicke vorgelegt.
Der Eisbedeckungsgrad ist nach internationaler Übereinkunft eine Verhältniszahl, die den Anteil der mit Eis
bedeckten Wasserfläche an der ganzen Wasseroberfläche eines Beobachtungsgebietes zum Ausdruck bringt. Seine
ausschließlich auf visuelle Beobachtungen beruhenden Schätzwerte liegen in Zehntelangaben im Bundesamt für
Seeschiffahrt und Hydrographie vor, wobei für die Winter von 1954/55 bis 1986/87 die Zehntelangaben zu
Intervallen (< 7/10, 7/10-8/10, 9/10— 10/10) zusammengefaßt sind. Die Eisdickenangaben beschränken sich auf
das ebene, annähernd homogene Eis und auf ebene Eisstücke, die übereinander- oder zusammengeschoben wurden.
Vor 1980 war es an einigen Orten nicht üblich, die Eisdicke laufend zu bestimmen. Die fehlenden Angaben
konnten in einigen Fällen durch Schätzwerte ersetzt werden, die aus Vergleichsbeobachtungen mit benachbarten,
im Vereisungsablauf gleichartigen Stationen gewonnen wurden, Da für die bildliche Darstellung die Eisdik
kenangaben bestimmten Dickenintervallen zugeordnet wurden, fällt der durch die Berücksichtigung von Schätz-
werten entstandene Fehler nur in den Grenzbereichen der Eisdickenintervalle ins Gewicht.