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Full text: 48, 1929/1930

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Werner Wrage: Das Wattenmeer zwischen Irischen und Friedrichskoog. 
Die übrige Literatur war zerstreut und vergraben in den verschiedensten Zeitschriften. So fand ich 
eine Arbeit von VVetzel. 'Frischen, eine Studie zur Geologie der Gegenwart, in der Zeitschrift „Nord 
elbingen" und zwei Aufsätze von Frenssen und Jacoby im Schleswig-]lolsteiirischen Jahrbuch, ferner 
von ßehrmann. Borkum, Strand- und Dünenstudien, in Meereskunde 1920 und in Petermanns Mitteilun 
gen. Band 51, von R. Hansen, Küstenänderungen in Süderdithmarschen. 
Herr Obermarinebaurat Dr. h. c. Krüger in Wilhelmshaven hatte die Liebenswürdigkeit, midi bei 
der Suche nach geeigneter Literatur zu unterstützen, wofür idi ihm an dieser Stelle nochmals bestens 
danke. Erst dadurch war es mir möglich, eine ganze Reihe widitiger Arbeiten mit zu verwerten, wovon 
mir besonders die von ihm selbst und die von Prof. Richter wertvoll waren. \ oii den neueren V eröffent- 
lidnmgen verdienen die Aufsätze von F. Trusheim, K. Luders und A. Schwarz Beachtung. 
Einzelheiten und weitere Arbeiten sind aus dem Literaturverzeichnis am Ende dieser Arbeit zu er 
sehen. 
Was die Methoden, die ich bei meiner Arbeit anwandte, betrifft, so habe ich bereits erwähnt, daß ich 
mich eines Faltbootes bediente und daß mir als Grundlage nur die ungenaue Seekarte zur Verfügung 
stand. 
Im einzelnen waren die Methoden folgende: 
1. Fune möglichst gründliche Befahrung des Gebietes im Faltboot, verbunden mit Besuchen einiger 
Außensände. 
2. Zahlreiche eingeschaltete Fußwanderungen, besonders auch in die interessanten Ufer- und Rand 
gebiete. 
3. Dabei fortlaufende Notierung von Einzelbeobaehtungen (z. B. Ohe r Flächen formen, Streichrichtung 
von Bänken, Bodenmaterial usw.). 
4. Anfertigung von schematischen Skizzen. 
5. Möglichst zahlreiche photographische Aufnahmen von Oberflüchenformen usw. als Belegmaterial. 
6. Entnahme und Konservierung von Bodenproben. Die Konservierung und Aufbewahrung er 
folgte in sog. Präparatengläschen (mit Korkstopfen verschlossene Glaszylinder, I .äuge: 6 cm, 
Durchmesser: 2,7 cm etwa). Als Konservierung«- und Fixierungsflüssigkeit w urde 4üprozentiges 
Formaldehycl verwandt. Die Konservierung geschah ähnlich, wie dies bei Planktonfängen üblich 
ist, nur wählte ich, entsprechend dem bei manchen Schlickarten sehr reichen Gehalt an organi 
schem Detritus, eine etwas stärkere Konzentration, bezogen auf den Gesamtinhalt der Gläschen, 
etwa 10 bis 20 % (bei Planktonfängen etwa 4 bis 8 %). 
7. Außerdem zog ich Erkundigungen über Einzelheiten bei Ortskundigen ein. Ich erhielt Auskunft 
von Fischern und Grüppengrübern. Vor allem waren mir die Mitteilungen von Herrn Bauinspektor 
Johannsen und von Herrn Bauaufseher Petersen auf Irischen wertvoll. Besonders zu Dank ver 
pflichtet bin ich ferner Herrn Schiffer Hartmann für Auskünfte über Bakensetzung und Befahr 
barkeit einzelner Priele usw. uncl Herrn Verwalter Bielfeldt auf I rischen für Mitteilungen über 
diese Tnsel selbst. Allen diesen Herren möchte ich ebenfalls an dieser Stelle meinen Dank aus 
sprechen. 
Das nach den eben erwähnten Methoden gewonnene Material bildet die Grundlage zu der vorliegen 
den Arbeit.
	        
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