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Werner Wrage: Das Wattenmeer zwischen Irischen und Friedrichskoog.
Die übrige Literatur war zerstreut und vergraben in den verschiedensten Zeitschriften. So fand ich
eine Arbeit von VVetzel. 'Frischen, eine Studie zur Geologie der Gegenwart, in der Zeitschrift „Nord
elbingen" und zwei Aufsätze von Frenssen und Jacoby im Schleswig-]lolsteiirischen Jahrbuch, ferner
von ßehrmann. Borkum, Strand- und Dünenstudien, in Meereskunde 1920 und in Petermanns Mitteilun
gen. Band 51, von R. Hansen, Küstenänderungen in Süderdithmarschen.
Herr Obermarinebaurat Dr. h. c. Krüger in Wilhelmshaven hatte die Liebenswürdigkeit, midi bei
der Suche nach geeigneter Literatur zu unterstützen, wofür idi ihm an dieser Stelle nochmals bestens
danke. Erst dadurch war es mir möglich, eine ganze Reihe widitiger Arbeiten mit zu verwerten, wovon
mir besonders die von ihm selbst und die von Prof. Richter wertvoll waren. \ oii den neueren V eröffent-
lidnmgen verdienen die Aufsätze von F. Trusheim, K. Luders und A. Schwarz Beachtung.
Einzelheiten und weitere Arbeiten sind aus dem Literaturverzeichnis am Ende dieser Arbeit zu er
sehen.
Was die Methoden, die ich bei meiner Arbeit anwandte, betrifft, so habe ich bereits erwähnt, daß ich
mich eines Faltbootes bediente und daß mir als Grundlage nur die ungenaue Seekarte zur Verfügung
stand.
Im einzelnen waren die Methoden folgende:
1. Fune möglichst gründliche Befahrung des Gebietes im Faltboot, verbunden mit Besuchen einiger
Außensände.
2. Zahlreiche eingeschaltete Fußwanderungen, besonders auch in die interessanten Ufer- und Rand
gebiete.
3. Dabei fortlaufende Notierung von Einzelbeobaehtungen (z. B. Ohe r Flächen formen, Streichrichtung
von Bänken, Bodenmaterial usw.).
4. Anfertigung von schematischen Skizzen.
5. Möglichst zahlreiche photographische Aufnahmen von Oberflüchenformen usw. als Belegmaterial.
6. Entnahme und Konservierung von Bodenproben. Die Konservierung und Aufbewahrung er
folgte in sog. Präparatengläschen (mit Korkstopfen verschlossene Glaszylinder, I .äuge: 6 cm,
Durchmesser: 2,7 cm etwa). Als Konservierung«- und Fixierungsflüssigkeit w urde 4üprozentiges
Formaldehycl verwandt. Die Konservierung geschah ähnlich, wie dies bei Planktonfängen üblich
ist, nur wählte ich, entsprechend dem bei manchen Schlickarten sehr reichen Gehalt an organi
schem Detritus, eine etwas stärkere Konzentration, bezogen auf den Gesamtinhalt der Gläschen,
etwa 10 bis 20 % (bei Planktonfängen etwa 4 bis 8 %).
7. Außerdem zog ich Erkundigungen über Einzelheiten bei Ortskundigen ein. Ich erhielt Auskunft
von Fischern und Grüppengrübern. Vor allem waren mir die Mitteilungen von Herrn Bauinspektor
Johannsen und von Herrn Bauaufseher Petersen auf Irischen wertvoll. Besonders zu Dank ver
pflichtet bin ich ferner Herrn Schiffer Hartmann für Auskünfte über Bakensetzung und Befahr
barkeit einzelner Priele usw. uncl Herrn Verwalter Bielfeldt auf I rischen für Mitteilungen über
diese Tnsel selbst. Allen diesen Herren möchte ich ebenfalls an dieser Stelle meinen Dank aus
sprechen.
Das nach den eben erwähnten Methoden gewonnene Material bildet die Grundlage zu der vorliegen
den Arbeit.