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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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1IJ. Ankerlaternen. 
Auch für die Ankerlaternen erscheint es nothwendig, Fresnel’sche Linsen 
anzuwenden. Die Laterne W. R. No. 1! genügte nach den Beobachtungen am 
1. December vollkommen, während die übrigen gewöhnlichen Kugellaternen, 
welche gelegentlich mit auf den Deich genommen und am Maste des Dampfers 
aufgeheisst wurden, nie auf die verlangte Entfernung von 2 Seem. gesehen 
wurden. Petroleum als Brennmaterial würde auch hier entschieden vorzu- 
ziehen sein. 
Die obligatorische Einführung einer überall hin gut sichtbaren Anker- 
laterne, also einer solchen mit Fresnel’scher Linse, mit Petroleum als Brenn- 
material, die ihr Licht nach allen Richtungen mit genügender Stärke wirft, 
scheint angesichts der vielen Unglücksfälle, die namentlich auf Revieren vor- 
gekommen sind, dringend geboten.“ 
In Folge dieses Berichtes hat die Direction der Seewarte schon vor ge- 
raumer Zeit von der Kaiserlichen Admiralität den Auftrag erhalten, unter ihrer 
Leitung Muster für die verschiedenen Arten der Positions- Laternen anfertigen 
zu lassen. Die Ausführung dieses Auftrages ist bereits eingeleitet und wird, 
sobald die Construction vollendet sein wird, des Näheren darüber in diesen 
Blättern berichtet werden. 
Erläuterungen zu der Skizze des Hafens von Yokoska.”) 
Golf von Tokio (Jedo). 
Ein Vergleich der von S. M. 8. „ Vineta“, Capt. z. See Graf von Monts 
im Jahr 1876 gemachten Aufnahme des Hafens von Yokoska, welche in der 
diesem Heft beigefügten Skizze wiedergegeben ist, mit der britischen Admiralitäts- 
Karte No. 997 (Tit. XI, No. 160) ergiebt einige nicht unerhebliche Veränderungen 
innerhalb des Hafens, welche in dem nachfolgenden Bericht des Capt. z. See 
Graf von Monts niedergelegt sind: | 
„Die Landspitze von Eyti Yama ist durch Anschüttung nach WSW bis 
auf cirea 160 Met. verlängert worden, bei einer durchschnittlichen Breite von 
45 Met. und 2 Met. Höhe über Hochwasser, Die so gebildete Landzunge bietet 
jetzt den an derselben liegenden Schiffen bequeme Liegestellen für Reparatur 
und Ausrüstung. Die Schiffe liegen dort frei von der Dünung, welche bei den 
häufigen Nordwinden aus der Bucht von Jedo in den Hafen läuft. . 
Die Lage der rothen Tonnen am Ende der Zyi Yama-Spitze ist dieselbe 
geblieben. An der SW-Seite des Hafens liegen jetzt drei kleine Tonnen, welche 
die 6 Met.-Grenze bezeichnen und nebenbei auch zum Verholen der Schiffe dienen. 
Ebenso ist die Landspitze bei Kara-Sawa bis auf 130 Met. verlängert 
worden, bei einer durchschnittlichen Breite von 40 Met. Hierdurch sind auch 
an dieser Seite des Hafens mehrere Plätze für Reparatur kleinerer Schiffe 
gewonnen worden. 
Auf dieselbe Weise ist auch bei Ka-Sima-Saki nach Süden zu eine 
Landzunge gebildet worden, die mit ihrer von der Henri - Bucht nach NE 
sich erstreckenden Landspitze einen Binnenhafen bildet, welcher von Dschunken 
benutzt wird, wenn auch die kleinen Fahrzeuge bei Ebbe jedesmal trocken fallen. 
Gegenüber den Docks befinden sich zwei Tonnen, welche zum Verholen 
der Schiffe aus den Docks dienen. 
Gegenwärtig sind zwei Docks fertig und das dritte ist im Bau begriffen. 
S. M. S. „ Vineta“ lag in dem südlichsten, grössten Dock, und fand das KEin- 
and Ausholen aus dem Dock ohne Schwierigkeit statt. 
Bei Hochwasser Nippzeit ergab der Pegel am Dock 6.40 Met., während 
bei Hochwasser Springzeit und SW-Wind 7.30 Met. sich vorfinden sollen. 
Der Wasserstand im Hafen hängt nach Aussage der französischen Werft- 
Ingenieure sehr von den vorherrschenden Winden ab, weshalb die in der bei- 
vefügten Skizze angegebenen Tiefen von den in der englischen Admiralitäts- 
1) Ueber den Hafen von Yokoska vergl. „Ann. d. Hydr.“, 1875, pa „34, 1876, pag. 96 
„The China Sea Directory“, Vol. IV, 1873, Pak. 183. ) 96 ; Pag. 96, und
	        
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