4
2.
aus mit Bifilarstrommessern (Fig.11). Wegen der oben erwähnten Gerätebeschädigungen konnten keine
brauchbaren Daten für Aussagen über Strömungen im Fjord gewonnen werden. Die ersten Messungen zeigten
jedoch, daß die Stromgeschwindigkeiten noch unterhalb der Anlaufgeschwindigkeit der Schaufelräder von
3-4 cm/s lagen. Vor der Inlandeisgletscherfront wurden spezielle Drifterplatten zur Bestimmung der Oberflä-
chenströmung ausgesetzt. Das Experiment blieb ergebnislos, da entgegen der ursprünglichen Annahme kein
Hubschrauber der EGIG für photographische Aufnahmen aus geringer Höhe zur Verfügung stand und die
Drifter im Eisgang verloren gingen, Mit Bodengreifern wurden von der französischen Arbeitsgruppe Bodenpro-
ben für Sedimentbestimmungen genommmen. Glaziologen untersuchten Eisproben und bestimmten Gletscher-
Jießgeschwindigkeiten. Während des Aufenthaltes des Y.F.S. „GAUSS“ im inneren Teil des Fjordes wurden
Zählungen der vorhandenen Eisberge vorgenommen. Im Mittel befanden sich 5 große, darunter einer mit einer
Breite von ca. 400 m, 13 mittlere und 16 kleinere Eisberge sowie 51 Eisbergstücke und zahlreiche kleinere
Eisbrocken im Fjord (NUSSER, 1959). Eine Ansammlung von gestrandeten auseinanderbrechenden Eisbergen
ag an der Felsbarre vor dem von Süden einmündenden Inukasait-Fjord und führte dort zu erhöhter Schmelz-
wasserbildung (Fig. 18).
Fie.17
Die östliche Pegelbucht (Blick vom Itivneq-Tal)}
Eastern bay (from Itivneq valley)
3.3 Die Darstellung der Daten
Eine Luftbildkarte (Maßstab 1:200 000) des Dänischen Geodätischen Instituts aus dem Jahre 1957 war
Grundlage für die Anfertigung einer Tiefenkarte (Fig.15 b). Die zunächst nach V.F.S,"GAUSS”"-Lotungen
gezeichnete Tiefenkarte reichte für die Darstellung der Quer- und Längsschnitte nicht aus. Nach der
zeichnerischen Verlängerung der Querschnitte bis in die beiderseitigen Bergflanken des Fjordes wurden die
erforderlichen Daten durch Interpolation gewonnen.