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Volltext: 67: Kangerdlugssuaq (Westgrönland) : Hydrographische Untersuchungen der Internationalen Grönlandexpedition EGIG 1959. V.F.S. "Gauss" 2.-16.8.1959

EINLEITUNG 
Das Deutsche Hydrographische Institut (DHI) war vom 2. bis 16. August 1959 mit einem Programm zur 
Aufnahme der Hydrographie des westgrönländischen Fjordes Kangerdlugssuaq an der Internationalen 
Grönlandexpedition (EGIG) beteiligt und führte mit V.F.S. "GAUSS” (1949 - 1979) erstmalig Unter- 
suchungen in arktischen Gewässern durch (Fig. 1). Die EGIG wurde auf Beschluß der International 
Commission of Snow and Ice / International Association of Scientific Hydrology (ICSI/IASH) mit der 
offiziellen Bezeichnung "Expedition Glaciologique Internationale au Groenland” (EGIG) im April 1956 in 
Grindelwald gegründet und als europäischer Beitrag zum "Internationalen Geophysikalischen Jahre" (IGJ) 
1957/58 geplant. (FINSTERWALDER, 1957, HAEFELIL, 1959a, HOFMANN, 1957, REINWARTMH, 1985), 
Die Zielsetzungen der wissenschaftlichen Programme der EGIG wurden als Beiträge zur Erforschung der 
Dynamik und Massenbilanz des grönländischen Inlandeises im Gebiet größter Aktivität des Eiskörpers in 
der Zone der mächtigsten und am schnellsten nach Westen fließenden Gletscherströme Grönlands zwischen 
68° - 72° N beschrieben (REINWARTMH, 1985). 
Fig. 1 
Luftbild der Bucht vor der Inlandeis-Gletscherzunge 
Aerial photograph of the bay in front of the glacier tongue 
Einzelheiten über die Zusammenhänge, die zur Gründung der EGIG führten, sowie die Beschreibung der 
Fachprogramme der beteiligten Länder: Bundesrepublik Deutschland, Dänemark, Frankreich, Österreich und 
der Schweiz, werden in der Deutschen Hydrographischen Zeitschrift (LÜTHJE, 1989) dargestellt. 
Die Durchführung des Teilprogramms des DHI erfolgte in enger Kooperation mit Wissenschaftlern aus 
Dänemark, Frankreich und der Schweiz. Das Ziel war, die hydrographischen und geomorphologischen 
Verhältnisse eines im Ablationsgebiet (Gebiet der Eisabnahme und Schmelzzone) liegenden Fjordes zu 
jeschreiben, um den Einfluß und den Anteil von Schmelzwasser der Inlandeisgletscher auf die maritime 
Fjordwassermasse abschätzen zu können (JOSEPH, 1959).
	        
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