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Full text: 61: Stoffausbreitung in der Nordsee : Modellereignisse des Deutschen Hydrographischen Instituts und des instituts für Meereskunde der Universität Hamburg.

Fallstudien: 
Ä 
Schadstoffquelle Elbe (Abb. 3, 4) 
Die Ergebnisse beider Modelle zeigen deutlich, daß ein im Bereich 
der Elbmündung eingebrachter Stoff in einem schmalen Streifen 
entlang der Westküste Jütlands in das Skagerrak gelangt. In der 
inneren Deutschen Bucht bleiben die Konzentrationen längere Zeit 
hoch, In der IfMH-Studie scheint das Material etwas schneller ins 
Skagerrak zu gelangen. Die Ursache 1iegt offenbar am differierenden 
Einbringungsort, der bei der IfMH-Simulation ca. 60 km nordwestlich 
der Elbmündung liegt. 
RB 
Schadstoffquelle Rhein/Maas (Abb. 5, 6) 
Eier liegt der Einbringungsort der IfMH-Modellrechnung ca. 30 km 
westlich der Rhein/Maas-Mündung. Die eingebrachte Stoffmenge breitet 
sich entlang der niederländischen und deutschen Küste aus. Bei der 
DHI-Studie gelangt das Material etwas schneller nordostwärts ins 
Skagerrak, bei der IfMH-Studie sind die Konzentrationen in der Nähe 
der West- und Ostfriesischen Inseln vergleichsweise größer. Bei der 
LE£EMH-Modellrechnung gelangt ein Bruchteil der Substanz in die innere 
Deutsche Bucht« 
C 
Schadstoffquelle Humber (Abb. 7, 8) 
Der Einbringungsort beim IfMH-Modell liegt ca. 40 km Bstlich der 
Humber-Mündung. Die zeitliche Entwicklung der Ausbreitung zeigt 
deutlich, daß Material von der englischen Ostküste nicht in die 
innere Deutsche Bucht gelangt. Teile der eingebrachten Stoffmenge 
dringen beim IfMH-Modell etwas weiter ostwärts vor als beim DHI- 
Modell. Bemerkenswert ist ferner, daß auch von dieser Quelle das 
eingebrachte Material ins Skagerrak gelangt. 
Mit den vorgestellten Modellen sind auch für andere Flüsse noch 
Simulationen durchgeführt worden. Diese Ergebnisse werden hier nicht 
im einzelnen dargestellt, sondern lediglich deren kumulative Wirkung 
auf die potentielle Belastung der Nordsee untersucht. 
DD ”"Belastung” (Abb. 9, 10) 
Die hier gezeigten Simulationen für einzelne Flußeinträge können in 
einer Modellrechnung für alle Flußeinträge gleichzeitig durchgeführt 
werden. Die sich daraus ergebende Stoffverteilung kann sowohl als 
Abschätzung für die Belastung einzelner Nordseeregionen als auch der 
Nordsee insgesamt interpretiert werden, In dieser Simulation werden 
die Einträge, die durch die einzelnen Flüsse geliefert werden 
(repräsentiert durch die Anzahl der eingegebenen Teilchen) nach 
folgendem Schema gewichtet:
	        
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