Fallstudien:
Ä
Schadstoffquelle Elbe (Abb. 3, 4)
Die Ergebnisse beider Modelle zeigen deutlich, daß ein im Bereich
der Elbmündung eingebrachter Stoff in einem schmalen Streifen
entlang der Westküste Jütlands in das Skagerrak gelangt. In der
inneren Deutschen Bucht bleiben die Konzentrationen längere Zeit
hoch, In der IfMH-Studie scheint das Material etwas schneller ins
Skagerrak zu gelangen. Die Ursache 1iegt offenbar am differierenden
Einbringungsort, der bei der IfMH-Simulation ca. 60 km nordwestlich
der Elbmündung liegt.
RB
Schadstoffquelle Rhein/Maas (Abb. 5, 6)
Eier liegt der Einbringungsort der IfMH-Modellrechnung ca. 30 km
westlich der Rhein/Maas-Mündung. Die eingebrachte Stoffmenge breitet
sich entlang der niederländischen und deutschen Küste aus. Bei der
DHI-Studie gelangt das Material etwas schneller nordostwärts ins
Skagerrak, bei der IfMH-Studie sind die Konzentrationen in der Nähe
der West- und Ostfriesischen Inseln vergleichsweise größer. Bei der
LE£EMH-Modellrechnung gelangt ein Bruchteil der Substanz in die innere
Deutsche Bucht«
C
Schadstoffquelle Humber (Abb. 7, 8)
Der Einbringungsort beim IfMH-Modell liegt ca. 40 km Bstlich der
Humber-Mündung. Die zeitliche Entwicklung der Ausbreitung zeigt
deutlich, daß Material von der englischen Ostküste nicht in die
innere Deutsche Bucht gelangt. Teile der eingebrachten Stoffmenge
dringen beim IfMH-Modell etwas weiter ostwärts vor als beim DHI-
Modell. Bemerkenswert ist ferner, daß auch von dieser Quelle das
eingebrachte Material ins Skagerrak gelangt.
Mit den vorgestellten Modellen sind auch für andere Flüsse noch
Simulationen durchgeführt worden. Diese Ergebnisse werden hier nicht
im einzelnen dargestellt, sondern lediglich deren kumulative Wirkung
auf die potentielle Belastung der Nordsee untersucht.
DD ”"Belastung” (Abb. 9, 10)
Die hier gezeigten Simulationen für einzelne Flußeinträge können in
einer Modellrechnung für alle Flußeinträge gleichzeitig durchgeführt
werden. Die sich daraus ergebende Stoffverteilung kann sowohl als
Abschätzung für die Belastung einzelner Nordseeregionen als auch der
Nordsee insgesamt interpretiert werden, In dieser Simulation werden
die Einträge, die durch die einzelnen Flüsse geliefert werden
(repräsentiert durch die Anzahl der eingegebenen Teilchen) nach
folgendem Schema gewichtet: