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Volltext : 60: Beobachtungen auf den deutschen Feuerschiffen der Nord- und Ostsee im Jahre 1985 sowie Monatsmittelwerte von Temperatur und Salzgehalt des Jahres 1985

Die  Seegangs-  und  Strombeobachtungen  während_starker_Vereisun2sperioden  besitzen
erfahrungsgemäß  keine  große  Genauigkeit.  Bei  dem  küstennahen  Feuerschiff  "Elbe  1"
wird  bei  Windstärke  5-6  Bft  (18  -  24  Knoten)  und  starker  Treibeisdecke  ein  Seegang ­
  bis  zu  1/2  m  im  Durchschnitt  beobachtet.  Bei  Windstärke  8-9  Bft  (37  -  44
Knoten)  können  eisbedeckte  Dünungswellen  von  1  m  Höhe  auftreten.
Wassertemperatur.  Die  Beobachter  wurden  angewiesen,  die  Temperatur  des  Oberflächenwassers ­
  täglich  um  08  Uhr  Ortszeit  zu  messen  sowie  zusätzlich  bei  Spring-,
Nipp-  und  mittlerer  Tide  zweimal  am  Tage  zu  je  zwei  aufeinanderfolgenden  Stillwassern. ­
  Die  Beobachtungstage  für  die  Spring-,  Nipp-  und  mittlere  Tide  wurden
den  Beobachtern  im  voraus  bekanntgegeben.  Die  Temperaturmessung  erfolgte  mit  einer ­
  "Marine-Pütz",  deren  Thermometer  1/10  °C-Einteilung  besitzt.  Auf  Seite  75
sind  die  Temperaturwerte  der  08  Uhr-Beobachtung  graphisch  dargestellt.
In  den  Tabellen  sind  in  der  Spalte  "8-ÜHR  BEOB."  die  Temperatur  und  der  Salzgehalt ­
  des  Oberflächenwassers  für  jeden  Tag  eingetragen.  Die  Temperaturmessungen
und  die  Salzgehaltsmessungen  zur  Spring-,  Nipp-  und  mittleren  Tide  zusammen  mit
der  Beobachtungszeit  und  einer  Angabe  über  den  Kentervorgang  (N.W.  bzw.  H.W.)
folgen  in  den  Spalten  "1.  BEOBACHTUNG"  und  "2.  BEOBACHTUNGEN".  "N.W."  bedeutet
das  Kentern  von  Ebb-  und  Flutstrom,  und  "H.W."  das  Kentern  von  Flut-  auf  Ebbstrom. ­

In  den  beiden  letzten  Zeilen  sind  die  Monatsmittelwerte  "MI"  für  Temperatur  und
Salzgehalt  und  die  Standardabweichung  (Standard  deviation)  "ST"  angegeben.
Monatsmittel  und  Standardabweichung  wurden  nur  berechnet,  wenn  mehr  als  20  Werte
Vorlagen.  Sie  sind  auf  Seite  74  noch  einmal  für  alle  Monate  zusammengestellt.
Auf  Feuerschiff  "Elbe  1”  wurde  seit  Januar  1961  an  jedem  Sonnabend  um  08  Uhr  Ortszeit ­
  mit  dem  Isolierwasserschöpfer  nach  Petterson  die  Temperatur  in  5  m,  10m,
15m  und  20  m  Tiefe  sowie  unmittelbar  über  dem  Boden  gemessen.  Diese  Beobachtungen ­
  sind  im  Anschluß  an  die  Beobachtungen  von  F.S.  "Elbe  1"  für  die  einzelnen
Tiefenstufen  monatsweise  mit  Datum  veröffentlicht.
Salzgehalt.  Bei  jeder  Temperaturmessung  wurde  eine  Wasserprobe  (100  cm 3 -Flaschen)
entnommen.  Der  Salzgehalt  wurde  im  Deutschen  Hydrographischen  Institut  mit  einem
"AUTOSAL“  Labor  Salinometer  (Modell  8400,  von  Guildline  Instruments)  bestimmt.  Die
absolute  Genauigkeit  dieser  Bestimmung  liegt  bei  i  0.005.  Der  Salzgehalt  wurde  aus
dem  gemessenen  Leitfähigkeitsverhältnis  gegenüber  Kopenhagener  Standardwasser  bestimmt. ­
  Für  die  Umrechnung  des  Leitfähigkeitsverhältnisses  in  Salzgehalt  wurde  die
seit  1982  gültige  Formel  benutzt  (Tenth  Report  of  the  Joint  Panel  on  Oceanographic
Tables  and  Standards,  Sidney,  Sept,  1980.  UNESCO  Tech.pap.  in  Mar.Sei.,  No.  36,
p.  25.  )  .
Auf  Seite  75  sind  die  Salzgehaltswerte  (practical  salinity)  der  08  Uhr-Beobachtung
graphisch  dargestellt.
In  den  Tabellen  sind  die  Salzgehalte  immer  in  Verbindung  mit  den  gleichzeitig  gemessenen ­
  Temperaturen  veröffentlicht.
            
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