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Metadaten: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 44 (1916)

Grossmann: Die Psychrometerformel. 
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des Wasserdampfgehaltes eine Sättigung der feuchten Luft in der Weise herbei- 
geführt werden, daß wir sie bei unverändertem Druck der trockenen Luft mit Wasser 
in Berührung bringen, das auf Kosten ihres Wärmevorrats verdunstet und die Luft 
bei sinkender Temperatur allmählich sättigt; die niedrigste auf diesem Wege erreich- 
bare Sättigungstemperatur wollen wir den „Sättigungstaupunkt‘“ nennen. 
Da der Sättigungstaupunkt einen Vorgang voraussetzt, bei dem der in der Raum- 
einheit vorhandene Wasserdampf gegen den ursprünglichen Zustand der feuchten 
Luft erhöht. wird, der Drucktaupunkt aber einen Vorgang, bei dem infolge der 
Ausdehnung eine Abnahme des in der Raumeinheit vorhanden gewesenen Wasser- 
dampfes eintritt, so liegt der gewöhnliche Taupunkt zwischen dem höheren 
Sättigungstaupunkt und dem niedrigeren Drucktaupunkt. Es ist vorstehend gezeigt 
worden, daß das feuchte Thermometer bei unendlich starker Belüftung 
und unverändertem Druck der trockenen Luft diesen Sättigungstaupunkt 
anzeigt. Füreinfeuchtes Thermometer mit geringerer Belüftung gilt dieser Satz nicht. 
Prött hat darauf mit Recht aufmerksam gemacht, daß mit Rücksicht auf 
den Sättigungstaupunkt unsere gewöhnliche relative Feuchtigkeit e:E,, wo Eı 
die Höchstspannung des Dampfes bei der Temperatur t bezeichnet, einen Begriff 
darstellt, der sich für seine Befeuchtungsanlagen häufig als ganz verhängnisvoll 
erwiesen habe, da für den relativen Feuchtigkeitszustand das Verhältnis e: Ey 
in Betracht komme (e, = Er). Diese Bemerkung muß als zutreffend erachtet werden, 
da in der Tat feuchte Luft (e, t), wenn der Druck der in ihr enthaltenen trockenen 
Luft durch Zufluß derselben feuchten Luft konstant erhalten bleibt, durch 
Verdunstung auf Kosten ihres eigenen Wärmevorrats nur .Wasserdampf bis zur 
Spannung e, aufzunehmen vermag, wo. dann Sättigung mit Wasserdampf eintritt, 
und es einer Wärmezufuhr bedarf, falls sie noch mehr Wasserdampf aufnehmen soll. 
Bezeichnen ‘wir das Verhältnis e:e, als relative Sättigung im Gegensatz zur 
relativen Feuchtigkeit, so muß zugegeben werden, daß beispielsweise bei dem 
Trocknen von Wäsche in einem Bodenraum mit einigermaßen schließenden Fenstern 
die relative Sättigung und nicht die relative Feuchtigkeit als Ausmaß für die Ver- 
dunstungsfähigkeit der Luft in Betracht kommen wird, soweit nicht Wärme durch 
erwärmte Mauern oder dergleichen zugeführt wird. 
Für diese relative Sättigung können wir aus unserer Entwicklung einen 
interessanten Ausdruck ableiten. Entnehmen wir aus (19) den Wert ty — t, und 
aus (11) für v = co den Wert t — t,, so folgt leicht Dat und hieraus 
berechnet sich, wenn die relative Sättigung mit R’ = > bezeichnet und & aus 8, ein- 
geführt wird, t*—t .  t-— 4 1 
| R= 0 (#—1) 7— 7 oder stark angenähert 
—G * n—t 
‚_ b—t 
RW t— 
wonach also die relative Sättigung stets der Stellung der zugehörigen Tem- 
peratur t zwischen den Grenztemperaturen tg und t, entspricht, also gleichmäßig 
mit sinkender Temperatur ansteigt. = . . 
Für die Temperatur t, berechnen sich aus (19) die folgenden Werte 
Tabelle X. oder in umgekehrter Anordnung: 
Tabelle XI. 
6 | % 
| 
| r 
Mh to 
l 
‘1 
bo 
| 
to 
tr 
a 
9.63 
14.34 
18.09 
4.90 
16.75 
18.65 | 15 
20.62 | 16 
22.64 | 17 
24.72 | 18 
26.87 | 19 
293.09 | 20 
29.09 
"1,88 
78.74 
36.18 
38.70 
41.31 
14.01 
16.80 
19.69 
52.68 
55.77 
7 
19 
‘9 
2 
29, 
„0 
55.77 
38.98 
62.31 
65.77 
69.36 
73.11 
76.99 
31.02 
85.21 
89.56 
94.09 
0 
20 
30 
40) 
50 
50 
70 
30 
90 
LO0 
0.21 
5.69 
10.40 
14.50 
18.10 
21.31. 
24.17 
26.75 
29.10 
31.25 
DA 
5 
% 
>7 
28 
29 
30 
3 
9 
In 
|
	        
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