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Volltext : 44, 1927

Studienrat  Dr.  Margarete  Gans:  Das  Hudsonmeer.

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nach  eines  Gönners,  des  Grafen  Fitzwilliam,  Hauptsitze  —  „Wenforth  wood  house“,  am  31.  Aug.  den
„Wainusk  River“  (Weenisk)  und  am  2.  Sept.  die  scharfe  Umbiegungsstelle  zwischen  Hudson-  und
Jamesbai  „Wolstenholme’s  Ultimum  Vale“, 70 )  weil  er  glaubte,  daß  Wolstenholme  nun  weiter  keine  Geldmittel ­
  zur  Suche  der  Nordiwestpassage  im  Südwesten  des  Hudsonmeers  bewilligen  würde.
James  sichtete,  nachdem  er  zum  Überflüsse  das  Land  57°  n.  Br.  „the  new  Principality  of  South
Wales“  benannt  hatte,  das  Kap  Tatnam,  ohne  ihm  einen  Namen  zu  geben,  und  bemerkte  2  vorgelagerte
Inseln,  wahrscheinlich  die  West  und  East  Pens.  Am  26.  Aug.  fuhr  er  ins  Severn-Ästuar  und  nannte  den
Fluß  New-Severne.  Kap  Henriette  Maria  wurde  am  3.  Sept.  erreicht  und  nach  der  Königin  von  England
genannt.  Als  geogr.  Br.  fand  James  55°  05'.  (Genauer:  54°  55'.)  Bemerkt  sei  noch,  daß  die  beiden  Forscher ­
  vom  29.—31.  Aug.  vor  der  Weeniskmündung  ein  Zusammentreffen  hielten.
So  wurde  durch  Foxe  und  James  die  Geschlossenheit  der  Westküste  des  Hudsonmeers  erwiesen.
Sie  verbanden  in  gewissem  Sinne  die  Entdeckungen  Hudsons  mit  denen  Buttons.
An  8.  Stelle  sind  auf  Foxe  noch  einige  Entdeckungen  im  Osten  und  Norden  des  Hudsonmeers,
auf  James  die  1.  eingehendere  Befahrung  der  Jamesbai  zurückzuführen.  Foxe  redet  am  3.  Sept.  davon,
daß  er  an  den  „von  Hudson  benannten“  Lancester-Inseln  vorbeigefahren  sei:  eine  völlig  unklare  Angabe, ­
  in  der  Ohristy  einen  Hinweis  auf  die  King  George-Inseln  vermutet. 71 )  Am  4.  Sept.  benannte  Foxe
eine  Insel  „Ile  Sleepe“, 72 )  die  er  als  die  höchste  seit  Brook  Cobham  (Marble-Insel)  bezeichnet.  Es  könnte
eine  der  Sleeper-Gruppen  damit  gemeint  sein.  Am  8.  Sept.  erhielt  ein  Kap  auf  der  Ostktiste  der  heutigen ­
  Coats-Insel  in  62°  28'  n.  Br.  den  Namen  Kap  Linsey  nach  Lord  Lindsey,  ferner  das  heutige  Kap
Pembroke  die  Bezeichnung  Kap  Peregrine. 73 )  Die  Evans-Inlet  erkannte  Fox-e  als  eine  Durchfahrtsstraße,
und  Baff  ins  Lagebestimmung  des  Kap  Comfort  verbesserte  er  auf  65°  26'  n.  Br.  und  86°  w.  L.  v.  London.
Die  Ergebnisse  der  Durchforschung  der  Jamesbai  durch  James  sind  sehr  unbedeutend.  James
verfolgte  ja  auch  den  Sonderzweck,  durch  die  Jamesbai  nach  dem  „Flusse  von  Kanada“  (Lorenzstrom)
vorzudringen,  der  durch  französische  Entdecker  und  Ansiedler  bekannt  geworden  war.  So  sind  vor  allem
die  Angaben  über  die  Lage,  die  Entfernungs-  und  Größen  Verhältnisse  und  Umrisse  der  zahlreichen
Inseln  sehr  verwirrt.  Einigermaßen  bestimmt  ist  nur,  was  James  über  die  Danby-,  die  Carle-  und  die
nordwestlich  von  beiden  gelegeneCharlton-Insel  sagt.  Die  Danby-Insel  wurde  am  2.  Okt.  1631  nach  Baron
Danvers,  Earl  of  Danby,  die  Garie-insel  an  einem  unbekannten  Tage  nach  dem  Kapitän  Thomas  Carie
benannt;  auf  der  Charlton-Insel  ging  James  am  3.  Okt.  1631  an  Land,  gab  ihr  aber  erst  nach  seiner
Überwinterung  am  29.  Mai  1632,  am  Geburtstage  des  Prinzen  Charles,  ihren  Namen.  (Charles  Towne-Oharlton.)

Die  Karten  von  Foxe  und  James  sind  keine  eigentlichen  Hudsonmeerkarten,  da  ein  großer  Teil
des  damals  bekannten  arktischen  Gebiets  mit  darauf  verzeichnet  ist.  Dennoch  sind  sie  bedeutsam,  weil
sie  zum  1.  Male  die  Selbständigkeit  der  großen  westlichen  Bucht  und  der  Jamesbai  erkennen  lassen.
Die  Breitenkreise  verlaufen  annähernd  richtig:  die  Jamesbai  wird  etwas  nördlich  des  55.  abgeschnürt,
der  60.  zieht  nördlich  der  Churchillbucht  hin,  der  65.  durch  den  südlichen  Foxkanal.  Mit  den  Längenbestimmungen ­
  ist  natürlich  nichts  anzufangen.  Einen  Rückschritt  zeigen  die  Karten  im  Norden  und
Osten:  Im  Norden  der  Southampton-Insel  fehlt  die  von  Baffin  klar  eingezeichnete  Einbuchtung  zwischen
der  Beil-Halbinsel  und  dem  Kern  der  Southampton-Insel;  die  Ostküste  ist  völlig  gerade  gestreckt.  Stark
70 )  Hakt.  Soe.  89,  S.  367.
71 )  Hakt.  Soe.  89,  S.  368.
”)  Entdeckung  bei  Tagesanbruch.
7ä )  Auf  einer  Karte  von  dem  „land  discovered  by  Enke  Foxe,  A-D.  1631,  laid  down  from  the  .Tonrnals  of
Foxe  und  Yourin,“  die  Parry’s  Journal  of  a  Seeond  Voyage  for  the  Discovery  of  a  North-WeskPassage“  begleitet ­
  (London  1824-25),  ist  Point  Peregrine  in  66°  35'  n.  Br.  als  das  „northcrnmost  land  seen  by  Foxe“,  eingetragen.
Die  jüngste  Admiralitätskarte  weist  es  an  derselben  Stelle  auf,  obgleich  das  Kap,  das  Foxe  so  nannte,  nach  seinem
Berichte  bestimmt  viel  südlicher  lag.  (Hakl.  Soc.  89,  376,  Chrlstys  Aian.)  Es  ist  auch  nicht  klar,  nach  wem  Kap
Peregrine  benannt  worden  ist.  Christy  schließt  daraus,  daß  Foxe  angibt,  in  der  Nähe  sei  ein  „knowie“  (was  wohl
kuoll  oder  hillock-Hügcl  bedeutet),  Foxe  sei  schon  beim  heutigen  Terror-Point  gewesen  und  habe  den  heutigen
Mount  Minto  gesehen.
            
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