accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Kingänge von meteorologischen Journalen ete., Januar 1834. 
S-Br’am 21. Juli, 120° W-Lg in 48,5° S-Br am 30, Juli und 90° W-Lg in 
56,8° S-Br am 14. August geschnitten. . 
Im Atlantischen Ocean, wo der Wind. sich zunächst beständig im west- 
lichen Halbkreise hielt, nahm die Reise einen mehr befriedigenden Verlauf, als 
der bisherige im Stillen Ocean staitgefundene. Nach einiger Zeit veränderte 
sich dort der Wind, indem gleichzeitig der Lufidruck langsam und beständig 
stieg, nach S und schliefslich wurde seine Richtung unweit 40° S-Br eine östlich 
von S liegende. Bei mäfsigem Ostwinde wurde dann in etwa 38,5° S-Br und 
85,5° W-Lg ein höchster Barometerstand von 779,6 mm beobachtet; Der in 
ununterbrochener langsamer Drehung nach links begriffene Wind hielt sich kaum 
drei Tage im östlichen Halbkreise. Nach dieser Zeit war seine Richtung wieder 
eine nordwostliche geworden. Unweit 28,5° S-Br in 27,4° W-Lg stellten sich 
mehrere Tage lang anhaltende leichte Nordwinde ein, auf die endlich am 
8, September dor unweit 26,5° S-Br in 25° W-Lg durchkommende. Passat 
folgte, Als derselbe einsetzte, zeigte das Barometer auf einen höchsten Stand 
von 772,1mm. Von diesem rasch auffrischenden, beständigen Winde wurde 
„Dora“ bis zum. 18. September zu der in 24,8° W-Lg übcerschrittenen Linie 
geführt, Um zu derselben vom Kap Horn aus zu gelangen, waren 29 Tage 
erforderlich gewesen. 50° S-Br hatte man in 53,5° W-Lg am 24, August, 
40° S-Br in 37° W-Lg am 29. August, 30° S-Br in 28,3° W-Lg am 4. September, 
20° 8-Br in 26,3° W-Lg am 11. September und 10° S-Br in 26,5° W-Lg am 
14. September gekreuzt. In nördlicher Breite veränderte sich der Wind zwar 
allmählich bis nach S und SzW, doch wurde ein einigermafsen beständiger 
SW-Monsun nicht mehr angetroffon. Unweit 7,7° N-Br ging der südliche Wind 
am 22. September .in Stille über, und auf diese folgte leichte, veränderliche, 
nordöstliche Briese. Nachdem die Bark bei derselben bis zum 27, September 
nach 11,3° N-Br in 26° W-Lg vorgerückt war, entwickelte sich dort aus kurzer 
am 27. September herrschender Stille der NE-Passat. Bei demselben nahm die 
Reise wieder cinen günstigeren Verlauf. Der zwischen 18° und 29° N-Br am 
frischesten, zeitweise sogar in unerwünschter Stärke wehende Passat begleitete 
die Bark bis nach 34,5° N-Br in 33,2° W-Lg. Als der Wind in der Nähe 
dieses Punktes am 8. Oktober in kurzo Stille überging, zeigte das Barometer 
auf 769,0 mın. Unweit 29° N-Br war cin höchster Stand von 773,3 mm ab- 
golesen worden. Den letzten Theil der Reise, deren Ziel der Orderhafen 
Lissabon war, mufste „Dora“ bei umlaufenden, ebeuso lange aus westlicher wie 
östlicher Richtung wehenden Winden zurücklegen. Stürme waren jedoch keine 
zu überstehen, Bei frischem Nordwinde erreichte die Bark endlich am 21. Oktober 
die Mündung des Tajo. Es waren dann 114 Tage seit der Abreise von 
Tongatabu vergangen. In nördlicher Breite hatte man von dieser Zeit 33 Tage 
zugebracht, und es war dort: 10° N-Br in 25,8° W-Lg am 26. Soptember, 
20° N-Br in 31,2° W-Lg am 1. Oktober uud 30° N-Br in 33,6° W-Lg am 
5. Oktober geschnitten worden. Am 12, Oktobor hatte „Dora“ sich in Sicht 
von der Insel San Miguel befunden. 
281 
4. Reise der Elsflether Brigg „Juno“, Kapt. J. 6. Becker. 
Die auf einer Reise von Hamburg nach La Union begriffene Brigg 
„Juno“ befand sich am 12. September 1882, dem 6. Tage nach dem Antritt 
der Reise, in der Nähe von Lizard. Dieselbe segelte von dort bei Winden, 
die sowohl in Richtung, wie an Stärke sehr veränderlich, vorwiegend aber doch 
günstig waren, südwärts und gelangte, ohne dafs irgend ein besonderer Umstand 
Leobachtet wurde, . bis zum 24. September nach 31° N-Br in 19° W-Lg. In 
geringer Entfernung von diesem Punkte veränderte sich der mäßige Wind von 
NNW durch N nach NNE und wurde Passat, Auch dessen Gebiet überschritt 
„Juno“ in mäfsig rascher Fahrt, bis zu der sich am 3. Oktober in der Nähe 
von 11,8° N-Br und 25,8° W-Lg befindenden äquatorialen Passatgrenze. Kinen 
ungewöhnlich grofsen Aufwand an Zeit erforderte die Ueberschreitung des in 
jenem Punkte betretenen Stillengürtels, so dafs dadurch die bis dahin recht 
vute Reise eine arge Verzögerung erlitt. Stille und leichte östliche Mallung, 
die nur durch an 2 Tagen beobachtete leichte SW-Winde unterbrochen wurde, 
verursachten, dafs die Brigg erst am 17. Oktober zu der unweit 4,3° N-Br in 
20.,5° W-Lg gelegenen, nördlichen Grenze des. SE-Passats gelangen konnte.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.