accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 59: FS "Meteor" Reise Nr. 61 vom 19.5.1982 - 6.7.1982 : Grönland-See - Hydrographische Untersuchungen innerhalb des "Deep Water Project" des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) Kopenhagen

Einsatzbedingungen aus der gewünschten Probentiefe genommen. Zusätz- 
lich wurden für große Wassermengen die 250-1-Schöpfer des IHI 
eingesetzt. Von diesen Proben wurden zur Absicherung der jeweiligen 
Meßtiefe Salzgehaltsproben analysiert und Thermoameterablesungen vor- 
genommen. 
3.1.1 Schöpferdaten 
Auf der Reise Nr.61 wurde ein Kranzwasserschöpfer vam Typ Niskin 
General Oceanics mit 12 x 10-1-Flaschen in Verbindung mit einer 
Conductivity/Temperature/Depth-Sonde vom Typ Neil Brown, Mark III, 
kurz CID genannt, eingesetzt. Die Schöpfer wurden auf vorgegebenen 
Meßtiefen beim Hieven geschlossen. Die Vergleichswerte der CTD 
wurden von einem Rechner als Mittelwerte für den Zeitpunkt des 
Schliessens über 30 s protokolliert. Die Bearbeitung der CTD-Daten 
wird unten diskutiert. 
Aus den Wasserproben wurden unterschiedliche 
elle Probenbehälter abgefüllt. Diese wurden 
Gehalts an gelöstem Sauerstoff, Nährstoffen 
Tritium und Helium verwendet. 
Aus jeder 200-ml-Probe wurde der Salzgehalt an Bord nach maximal 
48 Stunden mit einem Salinometer van Typ Guildline Autosal 8400, 
Nrc.43,389 bestimmt. Ein Reservegerät wurde zu Vergleichszwecken 
benutzt. Um eine höchstmögliche Genauigkeit zu erzielen, wurde nur 
ein Techniker mit den Bestimmungen betraut. Als Vergleichs- und 
Standardproben wurden ausschließlich Ampullen des IAPSO-Standard- 
Seewasser, Batch P84, verwendet. Die Referenzmessungen wurden 
jeweils vor und nach jeder Station mit einer neuen Ampulle vorge- 
nommen. Die Auflösung bei der Salzgehaltsmessung mit dem Autosal- 
Salinometer ist erfahrungsgemäß ca. 0,0004 Practical Salinity Scale 
(PSS78). Durch die Art der Probenentnahme, der Lagerung der Flaschen 
und des Betriebes auf See wird diese Laborgenauigkeit auf See nicht 
erreicht. Andererseits sind die Fehler durch Verdunstung bei einer 
längeren Lagerung nicht zu vernachlässigen (SY u. HINRICHSEN, 1985) 
und werden bei der Analyse auf See vermieden. Die Standard- 
Abweichung der analysierten Mehrfach-Proben aus wohl-definierten 
Wasserkörpern Üüberschritt jedoch nicht 0,002 PSS78, Bei vielen 
tiefen Stationen war die Abweichung sogar geringer und näherte sich 
dem Geräuschpegel der Messung. Insgesamt wurden auf der Reise 1412 
Wasserproben auf den Salzgehalt untersucht. Davon stammen 614 aus 
Tiefen von mehr als 1000. m. Im folgenden werden ausschließlich 
Angaben in der Practical Salinity Scale 1978 (UNESCO,1981 a,b) 
gemacht. Die Abweichungen gegenüber der alten Salzgehaltsdefinition 
betragen bei Salzgehalten um 35 und Temperaturen um 0 °C weniger als 
0,001 und können scmit bei Vergleichen der Tiefenwasser vernach- 
lässigt werden. In salzgehaltsärmeren Schichten polaren Einflusses 
sind die Unterschiede etwas größer, hier treten aber auch wesentlich 
größere horizontale und vertikale Gradienten auf. 
Die Temperaturen wurden, wie auch die Tiefen für die Schöpfer-Da- 
ten, mit der CTD-Sonde bestimmt. Der: Temperatursensor war vor und 
nach der Reise vam Hersteller geeicht worden. Die Auflösung des 
Terperatursensors beträgt 0,0005 °C, die Fehlergrenze beträgt
	        
Waiting...