Einsatzbedingungen aus der gewünschten Probentiefe genommen. Zusätz-
lich wurden für große Wassermengen die 250-1-Schöpfer des IHI
eingesetzt. Von diesen Proben wurden zur Absicherung der jeweiligen
Meßtiefe Salzgehaltsproben analysiert und Thermoameterablesungen vor-
genommen.
3.1.1 Schöpferdaten
Auf der Reise Nr.61 wurde ein Kranzwasserschöpfer vam Typ Niskin
General Oceanics mit 12 x 10-1-Flaschen in Verbindung mit einer
Conductivity/Temperature/Depth-Sonde vom Typ Neil Brown, Mark III,
kurz CID genannt, eingesetzt. Die Schöpfer wurden auf vorgegebenen
Meßtiefen beim Hieven geschlossen. Die Vergleichswerte der CTD
wurden von einem Rechner als Mittelwerte für den Zeitpunkt des
Schliessens über 30 s protokolliert. Die Bearbeitung der CTD-Daten
wird unten diskutiert.
Aus den Wasserproben wurden unterschiedliche
elle Probenbehälter abgefüllt. Diese wurden
Gehalts an gelöstem Sauerstoff, Nährstoffen
Tritium und Helium verwendet.
Aus jeder 200-ml-Probe wurde der Salzgehalt an Bord nach maximal
48 Stunden mit einem Salinometer van Typ Guildline Autosal 8400,
Nrc.43,389 bestimmt. Ein Reservegerät wurde zu Vergleichszwecken
benutzt. Um eine höchstmögliche Genauigkeit zu erzielen, wurde nur
ein Techniker mit den Bestimmungen betraut. Als Vergleichs- und
Standardproben wurden ausschließlich Ampullen des IAPSO-Standard-
Seewasser, Batch P84, verwendet. Die Referenzmessungen wurden
jeweils vor und nach jeder Station mit einer neuen Ampulle vorge-
nommen. Die Auflösung bei der Salzgehaltsmessung mit dem Autosal-
Salinometer ist erfahrungsgemäß ca. 0,0004 Practical Salinity Scale
(PSS78). Durch die Art der Probenentnahme, der Lagerung der Flaschen
und des Betriebes auf See wird diese Laborgenauigkeit auf See nicht
erreicht. Andererseits sind die Fehler durch Verdunstung bei einer
längeren Lagerung nicht zu vernachlässigen (SY u. HINRICHSEN, 1985)
und werden bei der Analyse auf See vermieden. Die Standard-
Abweichung der analysierten Mehrfach-Proben aus wohl-definierten
Wasserkörpern Üüberschritt jedoch nicht 0,002 PSS78, Bei vielen
tiefen Stationen war die Abweichung sogar geringer und näherte sich
dem Geräuschpegel der Messung. Insgesamt wurden auf der Reise 1412
Wasserproben auf den Salzgehalt untersucht. Davon stammen 614 aus
Tiefen von mehr als 1000. m. Im folgenden werden ausschließlich
Angaben in der Practical Salinity Scale 1978 (UNESCO,1981 a,b)
gemacht. Die Abweichungen gegenüber der alten Salzgehaltsdefinition
betragen bei Salzgehalten um 35 und Temperaturen um 0 °C weniger als
0,001 und können scmit bei Vergleichen der Tiefenwasser vernach-
lässigt werden. In salzgehaltsärmeren Schichten polaren Einflusses
sind die Unterschiede etwas größer, hier treten aber auch wesentlich
größere horizontale und vertikale Gradienten auf.
Die Temperaturen wurden, wie auch die Tiefen für die Schöpfer-Da-
ten, mit der CTD-Sonde bestimmt. Der: Temperatursensor war vor und
nach der Reise vam Hersteller geeicht worden. Die Auflösung des
Terperatursensors beträgt 0,0005 °C, die Fehlergrenze beträgt