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Eine Steigerung der pflanzlichen Produktion kann für
das Gesamtökosystem Vorteile bringen, da die Nahrungskettenbasis
vergrößert wird und so beispielsweise die
Produktion bestimmter Fischarten gefördert werden kann;
es gibt aber auch negative Auswirkungen, wenn beim
bakteriellen Abbau größerer Bestände der Sauerstoffgehalt
des Wassers reduziert wird.
Bei einer Abschätzung der Eutrophierung bzw. Hypertrophierung
in Gebieten geringer Wassertiefe (z, B.
in der Deutschen Bucht) muß man berücksichtigen, daß
dort ein kurzgeschlossener Kreislauf der Pflanzennährstoffe
auftreten kann: Im Wattenmeer und in den küstennahen,
im Sommer nicht permanent geschichteten Bereichen
mit geringen Wassertiefen (ca. 30 m) stehen Nährstoffe
aus toten Organismen, ggf. nach bakteriellem Abbau der
organischen Materie, meist schnell wieder für eine
pflanzliche Produktion zur Verfügung, besonders nach
starkem Wind,
Eutrophierung kann stufenlos in schädliche Hypertrophierung
übergehen, wobei durch eine übermäßige Produktion
die Abbaukapazität im System überfordert wird, erkennbar
im Gewässer am Zusammenbrechen des Sauerstoffhaushaltes,.
Neben den genannten Kriterien (übermäßige Pflanzennährstoffzufuhr,
Primärproduktion und Sauerstoffzehrung)
haben sich weitere als hilfreich für die Belastungsbeurteilung
erwiesen, z. B. Veränderungen (Verarmung, Vereinseitigung)
in der Artenzusammensetzung und damit Störung
im Nahrungsgefüge. Tab. 1 soll eine erste Beurteilung der
Verhältnisse in der Nordsee ermöglichen