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von mindestens 12 000 verölten Vögeln, die im Spülsaum
gefunden wurden. Dabei ist zu beachten, daß am Festland
und den Inseln, außer Helgoland, Ölpestopfer nur teil-
weise und unregelmäßig erfaßt werden.
Eine vorsichtige Hochrechnung zur Abschätzung der GCesamt-
verluste ergibt für das Winterhalbjahr 82/83 mindestens
60 000 Exemplare ( [17], C81], [19].)
4.5 Zusammenfassung
Durch eine Erweiterung bestehender Untersuchungsprogramme
und die Einführung neuer analytischer Methodiken können
die Aussagen des 'Nordseegutachtens’ in folgenden Punkten
erweitert und präzisiert werden: (i} Erweiterung des
Substanzspektrums, (ii) Erfassung von spezifischen Kompo-
nenten wie HCH, PCB, HCB im gesamten Nordseebereich,
(iLi) intensivere Beschreibung der Schadstoffsituation
im Ästuarbereich deutscher Flüsse, (iv) ergänzende und
neue Daten für Orgäanohalogenverbindungen in Organismen und
Sedimenten und (v) neue Daten über das Vorkommen und die
Auswirkungen von Erdöl und Erdölkohlenwasserstoffen.
Die Verschmutzung durch Chemikalien zeigt deutliche Schwer.
punkte in den Küstenbereichen, bedingt durch den Eintrag
aus den Flüssen; jedoch sind auch Grundbelastungen der
Nordsee erkennbar, die sich auf die Ästuarien auswirken.
Aus der Untersuchung von Organismen ergibt sich ein Rück.
gang der DDT-Gehalte, während die PCB-Gehalte keine aus-
geprägte Tendenz zeigen.
Sedimente spiegeln, obwohl noch keine umfassenden Unter-
suchungen vorliegen, die Verschmutzungssituation auch im
Hinblick auf eine Reihe 'neuer' Komponenten wider.
Erdölkohlenwasserstoffe liegen ebenfalls in den Flußmün«-
dungen in den höchsten Konzentrationen vor; zur mittleren
Nordsee hin nehmen die Konzentrationen stark ab und auch
im Bereich von Förderplattformen werden nur geringe Gehalte
zefunden.