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daß Bestandsrückgänge von 6 Fischarten und der Strand«-s
krabbe an der niedersächsischen und schleswig-holsteini-
schen Nordseeküste auf Belastungen durch PCB's zurückzu-
führen sind [23].
Die Auswirkungen von Erdölkohlenwasserstoffen auf See-
vögel beruhen auf dem mechanischen Kontakt mit Ölfilmen,
wobei die toxischen Stoffe des Öles zusätzlich negativ
auf die Tiere einwirken, Hierzu liegen neue Untersuchungs-
ergebnisse für das Gebiet Helgoland und den deutschen
Küstenbereich vor, Seevögel stellen einen Bio-Indikator
dar, der über Schadstoffbelastungen, hier insbesondere
durch den Eintrag von Erdölkohlenwasserstoffen in die
Nordsee, Auskunft zu geben vermag. Bei schleichender und
akuter Meeresverschmutzung durch Öl sind Seevögel oft
die einzigen sichtbaren Anzeichen für einen vor der Küste
schwimmenden, nicht lokalisierten Ölteppich,.
Aufgrund regelmäßiger, seit 1960 durchgeführter Ölpest-
opferzählungen auf Helgoland lassen sich für einen Zeit-
raum von über 20 Jahren Ausmaß und Entwicklung von Öl-
verschmutzungen im Bereich der Deutschen Bucht exemplarisch
dokumentieren. Für diesen Zeitraum wurde in diesem Bereich
kein größerer Ölunfall gemeldet, so daß die erfaßten Öl-
pestopfer der schleichenden Ölverschmutzung zuzuordnen
sind (Abb. 10),
Die ebenfalls wie 80/81 schon im Dezember 82 durch eine
hohe Fundrate angezeigte steigende Tendenz wurde in den
Monaten Januar bis April 1983 mit 718 Ölopfern in einem
bisher noch nicht dagewesenen Ausmaß bestätigt, Diese Zahl
übersteigt das bisher höchste Jahresergebnis seit Beginn
der Beobachtungen (1981 = 351 Ex.) bereits um mehr als das
Doppelte (Abb. 8). Die Analyse der artenmäßigen Verteilung
der Ölpestopfer auf Helgoland, in Schleswig-Holstein und
Niedersachsen ergibt sich aus Tab. 12. Alle verfügbaren
ölpestopferdaten des Winters 82/83 aus dem gesamten
deutschen Nordseebereich ergeben zusammengefaßt eine Summe