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der Belastungssituation erstellt werden, Neben den bisher
bekannten Stoffen konnte in den Ästuarien eine Reihe
"neuer” auch halogenfreier Verbindungen aufgefunden wer-
den, deren weiträumige Verteilung in der Nordsee aller-
dings noch nicht bekannt ist. Als in ihrer Konzentration
herausragend können Alkylphosphate, verschiedene Phthalate
aber auch Pestizide wie Methylparathion und Pentachlor-
phenol und besonders Bis(2-Chlorisopropyl)äther genannt
werden (Tab. 1) [4] . Gegenüber früheren Untersuchungen ist
eine Abnahme der Pentachlorphenolkonzentration erkennbar,
Bei allen Angaben handelt es sich um Schadstoffkonzentra-
tionen im unfiltrierten Wasser. Eine differenzierte Analyse
zeigt jedoch, daß lipophile Komponenten zu einem erheblichen
Teil an Trübstoffe gebunden sein können. Beispiele hierfür
geben Tab, 2 für chlorhaltige Verbindungen und Abb, 5 für
polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).
Die Situation der Verschmutzung mit Erdölkohlenwasserstoffen
in den Jahren 1980 und 1981 wird durch die Abb. 6, 7 ver-
deutlicht[5]. Untersuchungen aus den Jahren 1982 und 1983
zeigen ähnliche Ergebnisse (Tab. 3).
Die höchsten Konzentrationen (7 bis 130g/1) waren im Be-
reich der Elbemündung zu finden. Die Konzentrationen nah-
men von der inneren Deutschen Bucht (Helgoländer Bucht)
(3 bis 4 mg/1) bis zur mittleren Nordsee kontinuierlich
auf 0,4 bis 0,6 fypE/1 ab, Auch in der näheren Umgebung der
norwegischen, englischen und dänischen Förderplattformen
zeigten sich keine höheren Werte (Abb. 7).
Zu ähnlichen Ergebnissen kommen auch andere Autoren [6] “
Die Erfassungsgrenze der Untersuchungsmethode liegt bei
0,1 bis 0,2 y8/1.
Die relativ hohen Werte in der Deutschen Bucht sind sta-
tistisch abgesichert durch Messungen, die im Rahmen des
Bund/Länder-Meßprogramms regelmäßig seit 1980 durchgeführt
werden [7]. Danach ist generell eine Zunahme bis in die
Flüsse hinein auf 20 bis 30 ug/l festzustellen,