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Full text: 55: Gütezustand der Nordsee

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der Belastungssituation erstellt werden, Neben den bisher 
bekannten Stoffen konnte in den Ästuarien eine Reihe 
"neuer” auch halogenfreier Verbindungen aufgefunden wer- 
den, deren weiträumige Verteilung in der Nordsee aller- 
dings noch nicht bekannt ist. Als in ihrer Konzentration 
herausragend können Alkylphosphate, verschiedene Phthalate 
aber auch Pestizide wie Methylparathion und Pentachlor- 
phenol und besonders Bis(2-Chlorisopropyl)äther genannt 
werden (Tab. 1) [4] . Gegenüber früheren Untersuchungen ist 
eine Abnahme der Pentachlorphenolkonzentration erkennbar, 
Bei allen Angaben handelt es sich um Schadstoffkonzentra- 
tionen im unfiltrierten Wasser. Eine differenzierte Analyse 
zeigt jedoch, daß lipophile Komponenten zu einem erheblichen 
Teil an Trübstoffe gebunden sein können. Beispiele hierfür 
geben Tab, 2 für chlorhaltige Verbindungen und Abb, 5 für 
polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). 
Die Situation der Verschmutzung mit Erdölkohlenwasserstoffen 
in den Jahren 1980 und 1981 wird durch die Abb. 6, 7 ver- 
deutlicht[5]. Untersuchungen aus den Jahren 1982 und 1983 
zeigen ähnliche Ergebnisse (Tab. 3). 
Die höchsten Konzentrationen (7 bis 130g/1) waren im Be- 
reich der Elbemündung zu finden. Die Konzentrationen nah- 
men von der inneren Deutschen Bucht (Helgoländer Bucht) 
(3 bis 4 mg/1) bis zur mittleren Nordsee kontinuierlich 
auf 0,4 bis 0,6 fypE/1 ab, Auch in der näheren Umgebung der 
norwegischen, englischen und dänischen Förderplattformen 
zeigten sich keine höheren Werte (Abb. 7). 
Zu ähnlichen Ergebnissen kommen auch andere Autoren [6] “ 
Die Erfassungsgrenze der Untersuchungsmethode liegt bei 
0,1 bis 0,2 y8/1. 
Die relativ hohen Werte in der Deutschen Bucht sind sta- 
tistisch abgesichert durch Messungen, die im Rahmen des 
Bund/Länder-Meßprogramms regelmäßig seit 1980 durchgeführt 
werden [7]. Danach ist generell eine Zunahme bis in die 
Flüsse hinein auf 20 bis 30 ug/l festzustellen,
	        
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