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Full text: 43: Sauerstoffdynamik der Nordsee

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3 Das Okosystemmodell ECOHAM2 
Forcing 
Jahr 
Quelle 
Strömungen, Austausch 
Wassertemperatur; Salzgehalt 
Solare Einstrahlung; Wind 
Schwebstoffe; Trübung 
1995; 2000 
1995;2000 
1995; 2000 
klimatologisch 
HAMSOM (Pohlmann, 1996; Backhaus, 1985) 
HAMSOM (Pohlmann, 1996) 
ECMWF/ERA40 (Röske, 2001) 
ERSEM (Heath et al, 2002) 
Tabelle 3.1: Datensätze, mit denen ECOHAM2 angetrieben wird. Angegeben ist jeweils das Jahr und 
die Datenquelle. 
Randbedingungen und Initialisierung des Modells 
Für alle pelagischen Zustandsvariablen außer für gelösten anorganischen Kohlenstoff 
DIC und Sauerstoff CF bildet die Wasseroberfläche eine geschlossen Grenze. Durch den 
Austausch von Kohlendioxid CCF bzw. CF mit der Atmosphäre ändern sich die 
Konzentrationen von DIC und CF in der Wassersäule. Das Sediment repräsentiert den 
unteren Rand des Modells und stellt für alle Zustandsvariablen, ausgenommen Detritus, 
eine geschlossene Untergrenze dar. Nach der Frühjahrsblüte sinkt tote organische 
Substanz zum Boden ab und füllt dort den Detrituspool auf. Durch 
Bodenremineralisation wird der Detritusbestand am Boden vermindert, und die 
Nährstoffe werden in die bodennahe Schicht diffundieren, wo sie sich im Sommer 
ansammelt. 
Die Randbedingungen an den seeseitigen Berandungen werden außer für NO3' und DIC 
durch Vorgabe der internen Konzentrationen realisiert. Dies wird erreicht, indem die 
interne Konzentrationen auf den Rand gespiegelt werden. 
Die Startkonzentrationen für den 1. Januar 1995 bzw. 1. Januar 2000 resultieren aus der 
Initialisierung mittel eines dreijährigen Vorlaufs („spin up“) mit den Antriebsdaten der 
Jahre 1995 bzw. 2000. Die Anfangswerte für das erste Vorlauf-Jahr entsprechen 
abgeschätzten typischen Winterkonzentrationen von zwölf Zustandsvariablen des 
Ökosystem-Modells (s. Tabelle 3.2). Ein zweites Vorlaufjahr wird mit den stark 
veränderten Konzentrationen angetrieben, die zum Ende des ersten Vorlaufjahres 
simuliert wurden. Im dritten „spin up“ Jahr ist das Modell eingeschwungen und weist 
keine systematische Drift mehr auf. 
Die Anfangs- und Randwerte für die Zustandsgröße NO3' wurden aus Beobachtungs 
daten abgeleitet (s. Tabelle 3.3). Die Nitratkonzentrationen liegen in Form 
klimatologischer monatlicher Mittelwerte vor. Die Konzentrationen von DIC wurden 
als Funktion des Salzgehaltes nach Kempe und Pegler (1991) berechnet.
	        
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