78
in diesem Zeitraum insgesamt rund 50 Ci Sr 90 und 12 Ci
Cs 137 eingetragen wurden. Aus der Weser wurden im glei-
chen Zeitraum 16 Ci Sr 90 und 10 Ci Cs 137 eingetragen.
Der jährliche Eintrag von Sr 90 aus der Elbe ging von
1977 bis 1981 um 40 % zurück, der von Cs 137 blieb
konstant. Für die Weser gilt entsprechend ein Rückgang
des jährlichen Eintrags von Sr 90 in den Jahren 1977
bis 1981 um 30 % und von Cs 137 um 50 %. Die Befrachtung
der Flüsse durch die Ableitungen von Kernkraftwerken ist
verschwindend gering gegenüber der Befrachtung durch den
Kernwaffen-Fallout.
Diese Zufuhr von künstlichen Radionukliden über die Flüsse
ist mit Sicherheit, mit Ausnahme des Tritiums, weitaus ge-
ringer als die mit den Abwässern aus kerntechnischen Änla-
gen - insbesondere der Kernbrennstoff-Wiederaufbereitungs-
anlagen - dem Meer direkt zugeführten Mengen.
Eintrag von _ kerntechnischen Anlagen
Ausreichend genaue Kenntnisse über die Auslaßmengen von
Radionukliden bestehen für die meisten der in Frage kommen-
den kerntechnischen Anlagen. Soweit entsprechende Unter-
lagen vorlagen, sind die Daten für die Jahre 1978 bis 1980
in den Tabellen 2 bis 5 für die wichtigsten Radionuklide
wiedergegeben (Aktualisierung der Tab, 5.21, 5.22 und 5.25
des Sondergutachtens). Mit Ausnahme von Dounreay und Win-
frith, deren Nuklidabgabe eine steigende Tendenz aufweist,
haben die Abgaberaten der anderen Anlagen bei der Mehrzahl
der Nuklide abgenommen. Für La Hague stehen nur bis 1977
Auslaßdaten zur Verfügung. Anhand der vorhandenen radio-
logischen Meßdaten aus der südlichen Nordsee sowie persön-
lichen Informationen läßt sich aber mit ziemlicher Sicher-
heit aussagen, daß seit 1977 keine wesentlichen Änderungen
der Auslaßraten von La Hague stattgefunden haben.