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Volltext: 55: Gütezustand der Nordsee

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in diesem Zeitraum insgesamt rund 50 Ci Sr 90 und 12 Ci 
Cs 137 eingetragen wurden. Aus der Weser wurden im glei- 
chen Zeitraum 16 Ci Sr 90 und 10 Ci Cs 137 eingetragen. 
Der jährliche Eintrag von Sr 90 aus der Elbe ging von 
1977 bis 1981 um 40 % zurück, der von Cs 137 blieb 
konstant. Für die Weser gilt entsprechend ein Rückgang 
des jährlichen Eintrags von Sr 90 in den Jahren 1977 
bis 1981 um 30 % und von Cs 137 um 50 %. Die Befrachtung 
der Flüsse durch die Ableitungen von Kernkraftwerken ist 
verschwindend gering gegenüber der Befrachtung durch den 
Kernwaffen-Fallout. 
Diese Zufuhr von künstlichen Radionukliden über die Flüsse 
ist mit Sicherheit, mit Ausnahme des Tritiums, weitaus ge- 
ringer als die mit den Abwässern aus kerntechnischen Änla- 
gen - insbesondere der Kernbrennstoff-Wiederaufbereitungs- 
anlagen - dem Meer direkt zugeführten Mengen. 
Eintrag von _ kerntechnischen Anlagen 
Ausreichend genaue Kenntnisse über die Auslaßmengen von 
Radionukliden bestehen für die meisten der in Frage kommen- 
den kerntechnischen Anlagen. Soweit entsprechende Unter- 
lagen vorlagen, sind die Daten für die Jahre 1978 bis 1980 
in den Tabellen 2 bis 5 für die wichtigsten Radionuklide 
wiedergegeben (Aktualisierung der Tab, 5.21, 5.22 und 5.25 
des Sondergutachtens). Mit Ausnahme von Dounreay und Win- 
frith, deren Nuklidabgabe eine steigende Tendenz aufweist, 
haben die Abgaberaten der anderen Anlagen bei der Mehrzahl 
der Nuklide abgenommen. Für La Hague stehen nur bis 1977 
Auslaßdaten zur Verfügung. Anhand der vorhandenen radio- 
logischen Meßdaten aus der südlichen Nordsee sowie persön- 
lichen Informationen läßt sich aber mit ziemlicher Sicher- 
heit aussagen, daß seit 1977 keine wesentlichen Änderungen 
der Auslaßraten von La Hague stattgefunden haben.
	        
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