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Eintrag künstlicher Radionuklide durch Zuflüsse und
Einleitungen von Land in die Nordsee sowie der der-
zeitige Gehalt dieser Radionuklide im Nordseewasser
und den Meeresorganismen (H. Kautsky, W. Feldt)_ _
Einleitung
Die im Sondergutachten "Umweltprobleme der Nordsee" des
Rats von Sachverständigen für Umweltfragen 1980 in den
Abschnitten 5.6.1 (Absätze 479 bis 485, 487 bis 490),
5,6.2 (Absätze 491 bis 494) sowie 5.6.3 (Absätze 495
bis 499) wiedergegebenen Betrachtungen können in ihrer
Gesamtheit auch heute noch als gültig angesehen werden,
Der Absatz 486 kann aufgrund der vom Labor für Radio-
ökologie der Gewässer der BFA seit 1977 regelmäßig
durchgeführten Messungen in den Unterläufen der Flüsse
Weser und Elbe wesentlich ergänzt bzw. auf den neuesten
Stand gebracht werden. Das gleiche gilt für den Absatz 500,
der die Meeresorganismen betrifft.
Man kann davon ausgehen, daß die z. Z. der Nordsee zuge-
führten bzw. bereits in ihr vorhandenen Mengen künstlicher
Radionuklide keinerlei Gefährdung der Biosphäre darstellen.
Die von verschiedenen Kernenergieanlagen jährlich abgege-
benen Mengen an Radionukliden zeigen in den letzten Jahren
in der Mehrheit der Fälle eine abnehmende Tendenz. Nur die
Abgaberaten von Dounreay und auch Winfrith haben 1980 zuge-
nommen (Tab. 2 bis 5),
Zufluß vom Land
Wenn auch die Zuflußmengen an Süßwasser bekannt sind (Tab. 1),
ist eine einigermaßen exakte Angabe über die gesamten, jähr-
lich auf diesem Wege der Nordsee zugeführten Aktivitäts-
mengen nach wie vor nicht möglich.
Nur für die Elbe und die Weser 1äßt sich aus den Aktivitäts-
messungen des Wassers (inkl. Schwebstoffe) durch die BFA
für die Jahre 1977 bis 1981 errechnen, daß mit dem Elbwasser