Lüders, K.: Großrücken mit Schillbedeckung in der Flachsee, 8339
Es sei noch bemerkt, daß die Körnigkeitswerte k für die vorliegenden
Untersuchungen durchaus brauchbare Vergleichswerte deshalb liefern, weil die
Bodenproben eine von der Natur gegebene Kornzusammensetzung besitzen und
aus einem örtlich engbegrenzten Gebiete stammen, Die Summenlinien. haben
daher sälnlNch eine m gleich- Tabelle 3, Körnigkeitswerte der Bodenproben von den unter
EEE ET Pal a6, den Win suchten Großrücken in der Außenjade, Sn
ein kritischer Vergleich, wie I Körnigkeitswerte k
er im folgenden gegeben wird, Rücken ZT ET
mit Hilfe der k-Werte nicht | vr | nn | EOS
zulässig Sein. | ; =
Die für die 7 untersuch« Nrl ‘ 013 | 011 | 0.15
ten. Großrücken und für das Nr2 0181| 016 | 0.17
Gesamt - Mittel errechneten NXr3 0.12 | 0.17 | 036
Sa IE and asien 24 05 [020 0b
3 d PN
nun, daß zwischen den ver 5 0832 | 046 | 0.72
schiedenen Rücken wesent. Nr.6 | 016 | 0.17 | 063
liche Unterschiede bestehen, Nr.7 | 0.25 | 033 | 0,29
Die Rücken Nr. 1 und 2 bauen |_ Mittel _ "0.18 [0.2471 042
sich in. ihrer Kappe aus ver- Se T
hältnismäßig feinkörnigem Material auf (kleine k-Werte der Bodenproben der
Kappe). Die Rücken Nr, 3 und 4 haben bereits größere k-Werte; die größten
k.Werte weisen die Rücken Nr. 5 und 6 auf. Der Rücken Nr. 7 wiederum hat
in der Kappe feineres Material, im Hang und. Fuß dagegen liegen die k-Werte
noch über dem Gesamt-Mittel. .
Diese Unterschiede sind nun nicht zufälliger Art, sondern sie sind örtlich
bedingt, wie an den Ergebnissen unmittelbarer Sandwanderungsbeobach-
jungen mit der Sandfalle gezeigt werden kann.
Am Anfang und am Ende der in der Oldeooge- Rinne liegenden Rücken-
Reihe, also in der Nähe der Rücken Nr. 1 und 5, ist das durch die Gezeiten-
ströme am Meeresboden bewegte
Material mit der Sandfalle unter-
sucht worden (in. Abb. 2 ist die Lage
der Meßorte I und II eingetragen).
Welch großer Unterschied in der
Zusammensetzung dieses Wander.
materials besteht, zeigt die Abb. 4
die das Siebergebnis der beiden zur
Zeit der stärksten Ebbeströmung an
den Orten X und II gemachten Fang-
ergebnisse wiedergibt. Das grobe
Material (Muschelsehalen und -gruß),
das am Meßort II in großen Mengen
gefangen worden ist, fehlt fast ganz
im. Fangergebnis des Ortes I, Aus
diesem und auch weiteren Meßergeb-
nissen. wissen wir, daß das grobe
Muschelmaterial in der Hauptsache
durch die Flutströmung herangeführt
wird, also von Westen her durch das
Wangerooger Fahrwasser kommt. Im Gebiet der Eck-Rinne und Oldeoopge-
Rinne sammelt sich nun dieses Material im Laufe der Zeit an, da es wegen
der in der Oldeooge-Rinne starken Ebbeströmung, die hier im Mittel größere
Geschwindigkeiten besitzt als die Flutströmung, nicht weiter nach Süden vor-
dringen. kann. Das Wandermaterial und im vorliegenden Falle damit auch das
die Rücken aufbauende Sediment nehmen mithin in der Oldeooge-Rinne
von Norden nach Süden in ihrer Grobkörnigkeit ab. ;
Ann. 4. Hrn ae. 1986, Heit: VIL *