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Darüber hinaus liegt das Gebiet nahe vor der Elbmündung
und ist daher stark durch den Elbeabfluß beeinflußt. Der
warme und trockene Sommer 1983 führte zu niedrigen:
Sauerstoffkoöonzentrationen im Bodenwasser westlich und
nordwestlich Helgoland. Das Gebiet südSstlich Helgoland,
nahe vor der Elbmündung, war jedoch nicht so stark be-
troffen. Unter Umständen liegt das an niedrigeren Elbe-
abflußwerten. Die dort 1983 gefundene Fauna könnte von
diesen Verhältnissen profitiert haben.
Dies Ergebnis sowohl wie das bisherige Fehlen von An-
zeichen einer Wiederherstellung einer langlebigen typi-
schen Weichbodengemeinschaft sind Argumente für die
Annahme, daß der Elbeabfluß und ‚andere "Küsten"-Einflüsse
die dominierenden Faktoren für die Bodengemeinschaften
in diesem Gebiet sind. Das Einbringen von Klärschlamm mit
seinen Rückwirkungen auf die Sauerstoffbedingungen und
die Sedimenteigenschaften kann in diesem sensiblen Gebiet
der inneren Deutschen Bucht nicht als schadlos betrachtet
werden. Eine klare Abgrenzung aber einer Wirkung dieser
Einbringung auf die Fauna ist bisher nicht möglich, weil
sie durch Elbeeinflüsse überlagert wird und weil eine
lange Zeit nötig ist, damit sich eine Bodenfauna nach
lang dauernder Verarmung erholen kann,