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Tab. 1: Abschätzung der Eutrophierung bzw. Hyper-
trophierung in der Nordsee
Kriterien
Befund
küstennahe Nordsee offene Nordsee .
| FE
gesteigerte Konzen-
tration an Pflanzen-
nährstoffen
deutlich für P- und
N-Verbindungen
nicht nachgewiesen,
nach Schätzungen
etwa 10 %
gesteigerte
Phytoplankton-
Biomasse
wahrscheinlich für
südliche Nordsee und
Deutsche Bucht,
Massenentwicklungen von
Algen, auch vor anderen
Küsten
nachgewiesen
nicht nachgewiesen
Sauerstoffmangel
im Übergangsgebiet
Deutsche Bucht/zentrale
Nordsee
nNachrewiesen
5,2 Sauerstoffgehalt
Der Sauerstoffgehalt des Meerwassers liegt im sog. Sätti-
gungsgleichgewicht aufgrund des hohen Salzgehaltes und
der dadurch verminderten Löslichkeit für Gase niedriger
als derjenige eines vergleichbaren Süßwassers, Das ist
bei Belastung mit abbaubarer Substanz von Nachteil,
In der Nordsee liegt die Sättigungskonzentration in
Abhängigkeit von der Temperatur innerhalb des Berei-
ches von 5 bis 8 ml1/1l O,.
In Küstennähe, bis etwa 20 m Tiefe, ist das ganze Jahr
hindurch eine gute Sauerstoffversorgung gewährleistet,
vor allem da die kräftigen Wasserbewegungen für Nach-
schub aus der Atmosphäre sorgen. In Gebieten mit
größeren Wassertiefen kann jedoch bei thermischer oder
haliner Schichtung O„-Mangel im bodennahen Wasser in-
folge von Abbauprozessen auftreten, da die O„-Zufuüuhr von