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Volltext : 52: Beobachtungen auf den deutschen Feuerschiffen der Nord- u. Ostsee im Jahre 1980 sowie Monatsmittelwerte von Temperatur und Salzgehalt

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BEOBACHTUNGEN  AN  BORD  UND  AUFBAU  DER  TABELLEN

A.  Nordsee
Vorbemerkung■  Alle  Beobachtungen  wurden  zur  Ortszeit  durchgeführt,  d.h.  alle
Zeitangaben  sind  entsprechend  in  Ortszeit  angegeben.
In  den  Monaten  April  bis  September  1980  wurde  in  der  Bundesrepublik  Deutschland ­
  die  Sommerzeit  eingeführt.  In  den  nachfolgenden  Tabellen  entspricht  daher
die  Ortszeit  in  der  Zeit:
von  1.1.  OO* 1  bis  5.4.  22* 1  der  Mittel  Europäischen  Zeit  (MEZ)
von  6.4.  OO h  bis  27.9.  22 h  der  Mittel  Europäischen  Sommerzeit  (MESZ=MEZ+1  h )
von  28.9.  OO* 1  bis  31.12.  22^*  der  Mittel  Europäischen  Zeit  (MEZ).
Wind.  Die  Beobachtungen  erfolgen  zwölfmal  am  Tage,  um  02 h ,  04 h ,  06 h  usw.  Ortszeit.
Die  Windrichtung  (woher  der  Wind  kommt)  wird  "fehlweisend"  angegeben,  d.h.  ohne
Berücksichtigung  von  Mißweisung  und  Deviation.  Benutzt  wird  die  36teilige  Skala
(Nord  =  36,  Ost  =  09,  Süd  =  18,  West  =  27).  Die  Windgeschwindigkeit  wird  in
Anlehnung  an  die  international  übliche  Bezeichnung  in  Knoten  angegeben.
Seegang.  Die  Beobachtungen  erfolgen  gleichfalls  alle  zwei  Stunden  (02^,  04*\
06 h  usw.  Ortszeit).  Die  sog.  kennzeichnende  Wellenhöhe  wird  in  1/2  m-Stufen  abgeschätzt; ­
  zum  Beispiel  bedeutet  "02"  Wellen  von  1  Meter  Höhe.  Die  kennzeichnende
Wellenperiode  wird  mit  einer  Stoppuhr  ermittelt  und  in  Sekunden  angegeben.
Strom.  Die  Beobachtungen  werden  wie  bei  Wind  und  Seegang  zwölfmal  am  Tage
(02 h ,  04 11 ,  06 h  usw.  Ortszeit)  angestellt.  Zur  Strommessung  wird  eine  Doppelkegelboje ­
  mit  einem  darunterhängenden  Plattenkreuz  -  Gesamttauchtiefe  etwa  90  cm  -
benutzt.  Für  die  Strombeobachtungen  wird  das  Plattenkreuz  nebst  Boje  an  einem
Vorläufer  von  etwa  einer  halben  Schiffslänge,  verbunden  mit  einer  in  Meter  geteilten ­
  Leine,  über  Bord  gegeben.  Aus  der  ausgelaufenen  Leinenlänge  läßt  sich
die  Stromgeschwindigkeit  mit  Hilfe  einer  Stoppuhr  in  m/min  bestimmen.  Zur  Festlegung ­
  der  Stromrichtung  wird  der  Winkel  zwischen  Boje  und  Kiel  mit  einem  Peilquadranten ­
  vom  Heck  aus  gemessen.
In  den  Tabellen  ist  die  Stromrichtung  (wohin  der  Strom  setzt)  "fehlweisend"  angegeben, ­
  d.h.  ohne  Berücksichtigung  von  Mißweisung  und  Deviation;  die  Angabe  erfolgt ­
  auf  volle  Grad.  Die  Stromgeschwindigkeit  wird  in  cm/sec  umgerechnet.
In  allen  Fällen,  in  denen  zwar  Strom  beobachtet  wird,  er  jedoch  so  schwach  ist,
daß  Richtung  und  Geschwindigkeit  nicht  angegeben  werden  können,  wird  "0"  eingetragen. ­

Stromkenterzeiten■  Den  Beobachtern  wurde  aufgetragen,  Beginn  und  Ende  des  Kenterns ­
  sowie  den  Drehsinn  des  Stroms  anzugeben.  Die  Angaben  können  jedoch  nur  angenähert ­
  den  Kentervorgang  beschreiben,  weil  die  Beobachter  im  allgemeinen  das
Kentern  des  Stroms  mit  dem  Schwojen  (Drehen)  des  Schiffes  gleichsetzen,  dieses
jedoch  außer  vom  Strom  noch  von  verschiedenen  anderen  Faktoren  abhängt.
In  den  Tabellen  ist  in  der  Spalte  "ZEIT"  jeweils  der  Mittelwert  aus  Beginn  und
Ende  der  beobachteten  Kenterzeit  angegeben.  Beim  Drehsinn  (Spalte  "D")  bedeutet
"R"  im  Sinne  des  Uhrzeigers;  "L"  im  entgegengesetzten  Sinne.
            
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