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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 21 (1893)

Magnetische Beobachtungen in dem deutschen Küstengebiete im Jahre 1892, 213 
Tage zur Verwendung kamen, während die Beobachtungen von Wilhelmshaven 
ohne Berücksichtigung der Störungstage für die Berechnung verwendet. wurden, 
wodurch zweifellos ein Unterschied im Resultat bedingt wird. Um den Unter- 
schied näher untersuchen zu können, stehen nur wenige Bearbeitungen der Beob- 
achtungen mit den Störungen und ohne dieselben zur Verfügung. Die Diskussion 
der in den .Jahren 1858 bis 1862 in Melbourne ausgeführten Beobachtungen 
nimmt auf diesen Unterschied Rücksicht, und zwar giebt die folgende Tabelle, in 
welcher der kleinste Werth der östlichen Deklination als Null genommen ist, 
einen Anhalt für den Unterschied, der sich aus beiden Diskussionsmethoden 
ergiebt. ’) 
Vergleichung des täglichen Ganges der magnetischen Deklination in Melbourne 
1858 bis 1862, abgeleitet aus allen Beobachtungen und aus den ruhigen Tagen. *) 
Stunde 
Oh a 
4 
2 
a 
‘0 
Ob 
+ 
LO 
u 
Mittel 
Sommer (Oktober—März) * Winter (April—Septbr.) 
A Störung. on | Störung, 
alle Bee, elim. | a—e jet nech. | elim. | a—6e 
(a) (e) &, fe) 
5.15 
5,36 
5,46 
5,49 
5,80 
5,35 
4,33 
2,24 
0,59 
0,00 
1,84 
5,27 
8,89 
1,73 
13,04 
12,50 
10,81 
8,98 
7,57 
5,93 
5,61 
5,14 
5,58 
5,32 
5,77 
5,85 
5,92 
5,97 
6,02 
5,50 
4,36 
2,18 
0,58 
0,00 
1,98 
5,40 
9,06 
1,84 
13,19 
12,66 
10,98 
9,07 
7,70 
7.15 
5,93 
5,60 
6,19 
5,84 
—50,62 
—0,49 
—0,46 
—0,48 
—0.22 
—0,15 
—0,08 
+0,06 
+0,01 
0,00 
—0,14 
—0,13 
—0.17 
—0;; 
—0,15 
—0,16 
—0,17 
—0,09 
—0,13 
—0,22 
—0,32 
—0,46 
—0,61 
—0,5% 
1,39 
1,64 
2,02 
2,28 
2,60 
61 
2,59 
2,17 
1,40 
033 
0,00 
1,10 
3,04 
5,23 
6,75 
7.41 
6,239 
4,70 
2,79 
3,12 
2,42 
1,83 
1,65 
1,29 
1,57 
1,78 
2,16 
2,45 
9,72 
°,60 
9,57 
9.16 
1,40 
2,27 
0,00 
1,03 
2,97 
5,15 
6,68 
6,99 
6,23 
4,60 
3,79 
3,16 
2,73 
2,12 
1,77 
165 
—0,18 
—0,14 
—0,14 
—0,17 
—0,12 
+0,01 
+0,02 
+0,01 
0,00 
40,06 
0,00 
+0,07 
40,07 
+0,08 
+0,07 
+0,12 
40,09 
+0,10 
0,00 
—0,04 
—0,31 
—0,29 
0,12 
—0,36 
6,291 
6,531 
—0,240 
2,807 
2,856 
—0,049 
Es darf wohl daran erinnert werden, dafs die Epoche 1858 bis 1863 eine der 
interessantesten in den letzten 40 Jahren dieses Jahrhunderts ist mit Bezug auf 
die: in derselben vorgekommenen magnetischen Störungen, soweit die systema- 
tischen Aufzeichnungen zurückreichen. Die grofse Störung vom 28. August bis 
3, September 1859 ist über die ganze Erde beobachtet worden und nimmt insofern 
auch eine hervorragende Stelle in der Geschichte der erdmagnetischen Forschung 
ein, als zugleich mit den gewaltigen Störungen in den magnetischen Elementen 
auch in Verbindung mit Polarlichtern die Erdströme in solcher Weise auftraten, 
dafs sie die elektrischen Telegraphen in störendem Grade beeinflufsten. Wenn nun 
der Unterschied der beiden Reihen von stündlichen Werthen in solchen Epochen 
wie in der in Rede stehenden so klein ausfällt, so darf man mit einiger Sicherheit 
schliefsen, dafs in magnetisch ruhigen Zeiten diese Unterschiede verschwindend klein 
sind, und daher ein Heranziehen nach verschiedenen Methoden diskutirter Beob- 
achtungen zum Vergleiche als zulässig erachtet werden darf; namentlich bei 
einer Genauigkeit, wie sie in unserm Falle überhaupt erstrebt werden kann. 
1) Neumayer, Discussions of the meteorological and magnetical observations made at the 
Flagstaff Observatory, Melbourne, part. II, p. 46 and 47. 
2) Ehbenda,
	        
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