an den Nordpol und im Westen auf den Atlantik
bis nahe zu einer Linie zwischen den Azoren und
der Südspitze Grönlands.
Wie auf der Abbildung ersichtlich, werden
täglich folgende Bereiche der Karten I, II, III und
IV erfaßt:
I) Karte der Wasseroberflächentemperatur
der Nordsee. Mercatorkarte in den Gren
zen zwischen 48° N und 62° N und zwi
schen 6° W und 16° E.
II) Karte der Wasseroberflächentemperatur
der Deutschen Bucht. Mercatorprojektion
zwischen 57,2° und 52,5° Nord Breite
und von 4° bis 9° östl. Länge.
III) Karte der Wasseroberflächentemperatur
der südwestlichen Ostsee zwischen 53,5°
und 56,2° nördlicher Breite und 9,5° bis
15,4° östlicher Länge.
IV) Karte der Wasseroberflächentemperatur
der Ostsee bis zum Skagerrak. Mercator
projektion zwischen 54° und 66° Nord
und 9° bis 30° Ost.
Bei Bedarf werden weitere Karten der Nord-
und Ostsee, der Belte, des Kattegats, des Ska
gerraks aber auch aus dem Europäischen Nord
meer insbesonders zur Nutzung im Eisdienst an
gefertigt.
Satelliten-Informationen für den Eisdienst
Sicherheit und Navigation der Schiffahrt
werden von der Ausdehnung des Eises auf dem
Meer beeinflußt. Die Eisbedingungen können
Fernerkundung
sich in kurzer Zeit verändern. Bei Änderung der
Windverhältnisse können sich Eisrinnen inner
halb von Stunden bilden oder schließen. Der ge
setzlich geforderte Eisdienst muß aktuelle Infor
mation rechtzeitig an Schiffahrt und Interes
senten an der Küste geben. Beobachter an der
Küste und auf Schiffen liefern dem BSH - meist
telefonisch - Angaben über die Eissituation.
Schon 1960 lieferte der erste meteorologi
sche Satellit Informationen über die Eisvertei
lung. Seitdem konnten Eisnachrichtendienste
durch Satellitenbilder erheblich verbessert wer
den. Ohne Nutzung von Satellitendaten ist es un
möglich, eine genaue Analyse der Eislage zu er
stellen. Erst die Sicht aus dem Weltraum ergibt
ein synoptisches Bild über die Eislage. Die Wet
ter- und Erdbeobachtungs-Satelliten sind ein un
verzichtbares Werkzeug für die Erkennung der
Eisausdehnung. Die direkten Eisbeobachtungen
sind jedoch weiterhin notwendig, um zusätzliche
Informationen über Verteilung, Konsistenz, Alter
und Dicke des Meereises, besonders auch in
Küstennähe zu erhalten.
Der Empfang und die Verarbeitung der Sen
sordaten muß innerhalb kurzer Zeit erfolgen, da
mit eine Lagekarte aus dem Vorhersagegebiet
und in der geforderten Merkator-Projektion zeit
nah vorliegt. Nachdem vom Satelliten während
eines Überfluges Sensordaten in einer Menge
von bis zu 120 MB in 15 Minuten aufgenommen
worden sind, müssen die Sensorkanäle und die
übertragenen Eichwerte aussortiert werden. Die
Werte werden navigiert, d. h. geographisch rich
tig zugeordnet. Bahnunregelmäßigkeiten des Sa
telliten werden korrigiert. Es folgen Kalibrierung,