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Contents: Jahresbericht 1994

an den Nordpol und im Westen auf den Atlantik 
bis nahe zu einer Linie zwischen den Azoren und 
der Südspitze Grönlands. 
Wie auf der Abbildung ersichtlich, werden 
täglich folgende Bereiche der Karten I, II, III und 
IV erfaßt: 
I) Karte der Wasseroberflächentemperatur 
der Nordsee. Mercatorkarte in den Gren 
zen zwischen 48° N und 62° N und zwi 
schen 6° W und 16° E. 
II) Karte der Wasseroberflächentemperatur 
der Deutschen Bucht. Mercatorprojektion 
zwischen 57,2° und 52,5° Nord Breite 
und von 4° bis 9° östl. Länge. 
III) Karte der Wasseroberflächentemperatur 
der südwestlichen Ostsee zwischen 53,5° 
und 56,2° nördlicher Breite und 9,5° bis 
15,4° östlicher Länge. 
IV) Karte der Wasseroberflächentemperatur 
der Ostsee bis zum Skagerrak. Mercator 
projektion zwischen 54° und 66° Nord 
und 9° bis 30° Ost. 
Bei Bedarf werden weitere Karten der Nord- 
und Ostsee, der Belte, des Kattegats, des Ska 
gerraks aber auch aus dem Europäischen Nord 
meer insbesonders zur Nutzung im Eisdienst an 
gefertigt. 
Satelliten-Informationen für den Eisdienst 
Sicherheit und Navigation der Schiffahrt 
werden von der Ausdehnung des Eises auf dem 
Meer beeinflußt. Die Eisbedingungen können 
Fernerkundung 
sich in kurzer Zeit verändern. Bei Änderung der 
Windverhältnisse können sich Eisrinnen inner 
halb von Stunden bilden oder schließen. Der ge 
setzlich geforderte Eisdienst muß aktuelle Infor 
mation rechtzeitig an Schiffahrt und Interes 
senten an der Küste geben. Beobachter an der 
Küste und auf Schiffen liefern dem BSH - meist 
telefonisch - Angaben über die Eissituation. 
Schon 1960 lieferte der erste meteorologi 
sche Satellit Informationen über die Eisvertei 
lung. Seitdem konnten Eisnachrichtendienste 
durch Satellitenbilder erheblich verbessert wer 
den. Ohne Nutzung von Satellitendaten ist es un 
möglich, eine genaue Analyse der Eislage zu er 
stellen. Erst die Sicht aus dem Weltraum ergibt 
ein synoptisches Bild über die Eislage. Die Wet 
ter- und Erdbeobachtungs-Satelliten sind ein un 
verzichtbares Werkzeug für die Erkennung der 
Eisausdehnung. Die direkten Eisbeobachtungen 
sind jedoch weiterhin notwendig, um zusätzliche 
Informationen über Verteilung, Konsistenz, Alter 
und Dicke des Meereises, besonders auch in 
Küstennähe zu erhalten. 
Der Empfang und die Verarbeitung der Sen 
sordaten muß innerhalb kurzer Zeit erfolgen, da 
mit eine Lagekarte aus dem Vorhersagegebiet 
und in der geforderten Merkator-Projektion zeit 
nah vorliegt. Nachdem vom Satelliten während 
eines Überfluges Sensordaten in einer Menge 
von bis zu 120 MB in 15 Minuten aufgenommen 
worden sind, müssen die Sensorkanäle und die 
übertragenen Eichwerte aussortiert werden. Die 
Werte werden navigiert, d. h. geographisch rich 
tig zugeordnet. Bahnunregelmäßigkeiten des Sa 
telliten werden korrigiert. Es folgen Kalibrierung,
	        
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