Kleinere Mitteilungen.
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mählich (Teop-Hafen) oder plötzlich (Namatanai) ganz zu verschwinden, Auch
in Buin verändert sich das Höhenverhältnis zugunsten des Vormittags-Hochwassers.
Einige Unregelmäßigkeiten zeigen die Februarbeobachtungen in Buin. Zur Zeit
der eintägigen Tide ‚tritt das Hochwasser anfänglich vormittags ein und ändert
dann mit annähernd regelmäßigem Mondflutintervall bis zur Zeit des Neu- bzw.
Vollmonds, wo das höchste Hochwasser zwischen 2% und 3% N einzutreten pflegt.
Bei rein halbtägiger Periode der Gezeiten ist die Reihenfolge der Extrem-
phasen:
Entweder: 1. höchstes Hochwasser,
2. niedrigstes Niedrigwasser,
5, niedrigstes Hochwasser,
4. höchstes Niedrigwasser,
niedrigstes Hochwasser,
höchstes Niedrigwasser,
höchstes Hochwasser,
niedrigstes Niedrigwasser.
Der Springtidenhub in Buin war im Januar 1.14 m, im Februar 0.67 m, im
0.90 m,
In Tinputz war der Hub einen Tag nach Neumond 1.39 m.
Im allgemeinen wird die Hubgröße zur Springzeit 1.5 m, zur Nippzeit
nicht übersteigen.
Springflut tritt etwa 1 bis 2 Tage nach Neu- oder Vollmond ein.
4. Von Sydney über Noum6a nach Matupi. Aus dem Reisebericht
5. M. S. »Planet«, Komdt. K-Kapt. Dominik, vom Juli 1910.
Am 12. Juni 1910 verließ S, M. S. »Planet« den Hafen von Sydney; am
18. Juni erreichte man Noum&a, welchen Hafen man am 23. wieder verließ. Man
nahm darauf zwischen Neu-Caledonien und den Neu-Hebriden Tiefseelotungen
vor, lief am 27. Juni Port Vila auf der Insel Efate an, und erreichte am 9. Juli
den Hafen von Matupi.
Wind- und Stromverhältnisse. Südlich von 18° S-Br. wurden, außer in der
Nähe der australischen Küste, wo westliche Winde zu verzeichnen waren, aus-
nahmslos östliche Winde angetroffen. Nördlich von diesem Breitengrade wehten
westliche Winde, unter denen die Winde aus südwestlicher Richtung vorherrschend
waren. Südlich von den Salomon-Inseln traten wieder östliche Winde auf, die
in der Höhe von Bougainville in der Hauptsache nordöstliche Richtung an-
nahmen, die sie bis Matupi beibehielten.
Die Stromverhältnisse entsprachen im Allgemeinen den Angaben der
nautischen Bücher und Karten, Besonders zuverlässig erscheinen die Angaben
der Quarterly Current Charts, von denen mit gutem Erfolg Gebrauch gemacht
wurde. In der Havannah-Passage von Neu-Caledonien wurde die Angabe der
englischen Segelanweisung über Stromkabbelung bestätigt gefunden. Zur Zeit
des Tidenwechsels wurde zwischen den Außenriffen heftige Stromkabbelung mit
ganz außerordentlich charakteristischen Wellenformen beobachtet. Zum Kurs-
steuern mußte das Ruder abwechselnd nach beiden Seiten hin bis hart an Bord
gelegt werden.
Richtfeuer auf Kap Ndoua. Entgegen den Angaben der N. £f. S. 08—2047
wurde von den beiden Leuchtfeuern auf dem Kap Ndoua das untere in 12 Sm, das
obere in 14 bis 15 Sm Abstand davon klar gesehen, so daß auf jene Entfernung
ein Steuern in der Richtlinie noch möglich war. Das Wetter war zurzeit sichtig.
Seezeichen von Noumea. Bei Benutzung der Seezeichen auf der Fahrt von
Noumea. durch. die Havannah-Passage ist äußerste Vorsicht geboten, da sie in-
(olge der häufigen Stürme dieser Gegend oft zerstört werden und mit ihrem
Wiederaufbau meist geraume Zeit gezögert wird. Selbst von dem Lotsen konnte
vor dem Auslaufen keine befriedigende Auskunft erteilt werden. Doch ist die
Navigierung nicht besonders schwierig, auch bei völliger Unkenntnis des Fahr-
wassers und ohne Lotsen, da man sich an der Hand der Karte vorzüglich
orientieren kann. SS. M.S. »Planet«: nahm keinen Lotsen an Bord,
Ann. d Hrdr naw. 1911. Haft T
oder: