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Volltext : 47: Beobachtungen auf den deutschen Feuerschiffen der Nord- und Ostsee im Jahre 1977 sowie Monatsmittelwerte von Temperatur und Salzgehalt des Jahres 1977

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entsprechenden  Instrumenten  und  Apparaten  versehenen  Zentralstelle  in  Deutschland  war  es  unmöglich,
den  durchaus  unentbehrlichen  Anschluss  und  die  Uebereinstimmung  der  verschiedenen  Normale  herzustellen.
Um  die  Vergleichung  der  in  der  Kriegs-  und  Handelsmarine  in  Gebrauch  befindlichen  Barometer
durchzuführen,  hatte  die  Norddeutsche  Seewarte  ein  Normal  Instrument  mit  Vakuometer  (1870)  von  England ­
  herüber  bringen  und  aufstellen  lassen,  während  das  hydrographische  Bureau  zwei  gut  verglichene,
englische  Normalinstrumente  (eines  derselben  gleichfalls  zu  einem  Vakuometer  gehörig)  im  Jahre  1874  erwarb ­
  und  in  den  zum  Bureau  gehörigen  Kellerräumen  aufstellte.  Die  Resultate  der  Vergleichungen  der
einzelnen  Instrumente  werden  an  der  geeigneten  Stelle  dieses  Berichtes  angeführt  werden.
Wie  schon  erwähnt,  hatte  die  Kommission  zur  Erforschung  der  deutschen  Meere  schon  einige  Jahre
früher  Maassnahmen  ergriffen,  um  unter  anderem  dieAnfertigung  und  Vergleichung  der  Normale  für  Aräometrie
sichern  zu  können.
Trotz  dieser  vereinzelten  Bestrebungen  lag  daher  für  die  mit  dem  Jahre  1875  in’s  Leben  tretende
Seewarte,  als  Zentralstelle  für  Maritime  Meteorologie  und  Wettertelegraphie  Deutschlands,  auch  auf  dem
Gebiete  der  Vergleichung  der  Instrumente  ein  weites  Feld  zur  Bearbeitung  vor  und  zwar  selbst  dann  noch,
als  auch  die  Kaiserliche  Normaleichungskommission  in  Berlin  mit  den  ihr  zu  Gebote  stehenden  ausgebreiteten
Mitteln  und  mit  den  ausgezeichnetsten  Apparaten  für  diese  wichtige  Sache  eintrat.  Dazu  trat  auch  noch
die  Aufgabe  der  Herstellung  einheitlicher  Instruktionen,  welche  in  Folge  der  Beschlüsse  des  Wiener
Meteorologen-Kongresses  und  der  Londoner  Konferenz  nothwendig  geworden  waren,  ehe  die  meteorologische ­
  Arbeit  in  Deutschland  zu  Wasser  und  zu  Lande  (Wettertelegraphie)  als  in  ihrer  Organisation  abgeschlossen ­
  bezeichnet  werden  konnte.  Ein  erheblicher,  in  seinen  wahrhaft  wohlthätigcn  Folgen  nicht  zu
unterschätzender  Schritt,  welcher  zugleich  mit  der  Reorganisation  der  meteorologischen  Arbeit  in  der  Kaiserlichen ­
  Marine  gethan  worden  war,  bleibt  hier  noch,  als  die  Aufgaben  der  Seewarte  auf  dem  meteorologischen ­
  Gebiete  wesentlich  erleichternd,  zu  erwähnen;  wir  meinen,  dass  man  rückhaltlos  und  ohne  Beschränkung ­
  das  metrische  Maass  beim  Barometer  und  die  Zentigrade  beim  Thermometer  eingeführt  hatte.
ad  d.  Ehe  wir  den  kurzen  geschichtlichen  Rückblick  über  die  der  Thätigkeit  der  Abtheilung  II  verwandten
Arbeiten  und  Bestrebungen  vor  1875,  für  welche  wir  übrigens,  beiläufig  gesagt,  durchaus  keinen  Anspruch
auf  Vollständigkeit  erheben  können,  abschliessen,  müssen  wir  noch  in  flüchtigen  Zügen  den  Zustand  der
Kenntniss  der  magnetischen  Elemente  in  den  deutschen  Küstenstaaten  kennzeichnen,  wie  wenig  Befriedigendes ­
  sich  auch  über  diesen  Gegenstand  sagen  lässt.  Seit  der  umfassenden  Bestimmung  der  magnetischen
Elemente  in  Norddeutschland  durch  Joli.  von  Lamont  im  Jahre  1858  geschah,  vereinzelte  Beobachtungen
oder  Beobachtungsreihen  —  durch  Erman  in  Berlin,  Neumayer  in  Hamburg  und  Schleswig  (1856),  ferner
durch  Bestimmung  der  magnetisehen  Deklination  und  Inklination  an  einzelnen  Navigations-Schulen  Preussens,
die  zu  diesem  Zwecke  mit  guten  Instrumenten  ausgestattet  waren  —  abgerechnet,  nur  sehr  wenig  zur  Ermittelung
der  Werthe  der  drei  magnetischen  Elemente,  welche  nun  sämmtlich  seit  der  Einführung  des  Eisenscliiff-Baues
für  die  ausübende  Navigation  eine  Bedeutung  haben.  Mit  der  Aufnahme  der  Küstenvermessung  durch  die
Kaiserliche  Marine  (1872)  und  der  vorbereitenden  Arbeiten  für  die  Errichtung  des  Observatoriums  in
Wilhelmshaven  (1873)  trat  auch  mit  Rücksicht  auf  diese  Thätigkeit  eine  Wendung  zum  Günstigeren  ein.
Namentlich  brachte  auch  das  letztgenannte  Jahr  eine  gründliche  Neubestimmung  der  Werthe  der  magnetischen ­
  Elemente  im  Elbgebiete,  deren  Ergebniss  in  den  Hydrographischen  Mittheilun  g  en  1873
Seite  282  und  ff.  zur  Veröffentlichung  gelangten.  Ueber  die  Aufnahme  der  hierher  gehörigen  Arbeiten  von
Seite  der  Seewarte  und  ihrer  Zweigorgane  wird  weiter  unten  berichtet  werden.

2.  Beschaffung,  Konstruktion  und  Normalstand  der  Instrumente,  welche  hei  den  Arbeiten
der  Seewarte  gebraucht  wurden.
Nachdem  in  dem  vorhergehenden  Abschnitte  die  Instrumentenfrage,  insofern  sie  zu  den  Bestrebungen
der  Seewarte  eine  Beziehung  hat,  für  Deutschland  und  vor  dem  Jahre  1875  in  ganz  allgemeinen  Zügen
dargelegt  -wurde,  indem  dabei  hervortrat,  was  vorhanden  war,  worauf  die  Seewarte  in  ihrer  Organisation
und  Einrichtung  weiter  zu  bauen  vermochte,  vermögen  wir  uns  nunmehr  in  den  nachfolgenden  Abschnitten
bei  den  Darlegungen  über  Beschaffung  und  Konstruktion  der  Instrumente  kurz  zu  fassen.
Wir  beginnen  zunächst  mit:
            
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