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Volltext : Das Deutsche Hydrographische Institut und seine historischen Wurzeln

Wirklicher Geheimer Admiralitätsrat
Prof. Dr. Georg Balthasar Ritter von Neumayer, Exzellenz
21. 6. 1826 — 24. 5. 1909
Geboren in Kirchheimbolanden (Rheinpfalz). Studierte 1845—49 am Polytechnikum
 München Ingenieurwissenschaften. Nach Abschluß Assistent an
der Universität München, besonders mit Erdmagnetismus bei Lamont beschäftigt.
 1850—53 Seereisen als Matrose nach Südamerika und Australien,
dazwischen Steuermannsprüfung in Hamburg. 1859—64 Direktor des von ihm
gegründeten Flagstaff Observatory in Melbourne. 1864—72 in Deutschland
mit Bearbeitung seiner Beobachtungen und verschiedenen Projekten beschäftigt,
 darunter dem eines nautisch-meteorologischen und hydrographischen
Instituts für Norddeutschland (Geographentag Frankfurt a. M. 1865}. 1872
Hydrograph der Admiralität in Berlin, als solcher 1875 zum kommissarischen
Leiter der Deutschen Seewarte bestellt. 1876—1903 Direktor der Deutschen
Seewarte, Über hundert Ehrungen. Lebte seit 1903 in Neustadt a. d. Hardt
(Rheinpfalz).

auf die Nautiker, Ozeanographen, Hydrographen und Geophysiker
 beschränken.
Der erste Leiter der Abt.I war Kapitän Wagner, der von
Freedens individuelle Beratungen fortzuführen verstand.
Ihm folgte Kapitän Dinklage, ein erfahrener Schiffsführer,
der wohl als erster eine zutreffende Konzeption von den
Auftriebswassergebieten vor den Westküsten der großen
Kontinente in niederen Breiten entwickelte.

Kapitän Koldewey, Führer der ersten deutschen Nordpolarexpedition
 1868 und der zweiten 1869-70 auf dem Dampfschoner
 „Germania“, war der erste Assistent von Freedens
und später erfolgreicher Vorstand der Abt. II (Nautische Instrumente).

Schwiegersohn des berühmten Meteorologen der Seewarte,
Professor Wladimir Köppen, und zugleich sein Nachfolger
als Abteilungsvorstand war Professor Alfred Wegener, der
            
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