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Volltext : Jahresbericht 1997

Geodäsie

NAUTISCHE  HYDROGRAPHIE

Seevermessung  und  Geodäsie
Die  Seevermessung  und  die  Wracksuche
innerhalb  des  Küstenmeeres  und  der  Ausschließlichen ­
  Wirtschaftszone,  die  mit  knapp  60  000  km 2
etwa  einem  Sechstel  des  Territoriums  der  Bundesrepublik ­
  Deutschland  entsprechen,  liefern  die
topographischen  und  hydrographischen  Grunddaten ­
  für  die  Seekarten  und  die  anderen  nautischen ­
  Veröffentlichungen,  die  vom  BSH  für  diese
Seegebiete  zusammengestellt  und  herausgegeben ­
  werden.
Hier  sind  etwa  1700  Wracks  und  andere  Unterwasserhindernisse ­
  registriert,  die  in  Abhängigkeit ­
  von  ihrer  Gefährlichkeit  für  die  Seeschiffahrt
in  festgelegten  Zeitabständen  überprüft  werden
müssen.  Außerdem  wird  der  Meeresboden  in
nautisch  relevanten  Seegebieten  (Reeden,  Verkehrstrennungsgebiete, ­
  Schiffahrtswege  u.a.  m.)
besonders  sorgfältig  vermessen  und  nach  Unterwasserhindernissen ­
  abgesucht.
Bei  der  Erfüllung  dieser  Aufgaben  arbeitet
das  BSH  eng  mit  der  Wasser-  und  Schiffahrtsverwaltung ­
  (WSV)  des  Bundes  zusammen.

Seevermessung  und  Wracksuche
Das  VFS  Komet  mit  sechs,  die  VWFS  Atair,
Deneb  und  Wega  sowie  die  VE  Mercator/Bessel
mit  je  zwei  Vermessungsbooten  führten  Seevermessungsarbeiten ­
  mit  rund  22  000  sm  (41  000  km)

Lotungsprofilen  in  der  Nordsee  und  in  der  Ostsee
durch  (Abb.  17  und  18).  Nachdem  sich  im  Jahre
1996  im  Tiefwasserweg  südöstlich  von  Gedser
mehrere  Grundberührungen  ereignet  hatten,  und
weil  sich  der  Verkehr  mit  großen  Tankschiffen  in
diesem  Seegebiet  verstärkt,  wurde  1997  das
gesamte  Seegebiet  der  Kadetrinne  durch  VWFS
Deneb  mit  dem  Fächerecholot  vermessen  (Abb.  19).
Entdeckte  Mindertiefen  und  Unterwasserhindernisse ­
  wurden  sofort  veröffentlicht.
Außerdem  hat  die  VE  Mercator/Bessel  für
den  Ausbau  der  Elbe  in  Amtshilfe  für  das  Wasserund
  Schiffahrtsamt  Hamburg  Peilarbeiten  in  der
Lühe  (12  Blatt),  der  Este  (13  Blatt),  der  Schwinge
(5  Blatt),  der  Stör  einschließlich  Wendestelle
(25  Blatt),  dem  Ruthenstrom  (4  Blatt),  dem  Gauensieker
  Schleusenfeld  (2  Blatt),  der  Wischhafener ­
  Süderelbe  (11  Blatt)  und  in  dem  Freiburger
Hafenpriel  (2  Blatt)  durchgeführt  (Abb.  20).
Die  Ergebnisse  der  Seevermessungsarbeiten ­
  werden  in  127  topographischen  Karten  des
Seegrundes  dargestellt.  Sie  sind  die  Grundlage
für  die  fortlaufende  Aktualisierung  der  amtlichen
Seekarten  des  BSH.  Durch  den  vollständigen
Übergang  auf  die  rechnergestützte  Bearbeitung
und  Kartierung  der  topographischen  Karten  des
Seegrundes  konnte  die  durchschnittliche  Bearbeitungszeit ­
  für  eine  Karte  auf  4,5  Monate  verkürzt ­
  werden.
Den  Anforderungen  entsprechend  werden
diese  Ergebnisse  auch  den  Wasser-  und  Schifffahrtsdirektionen ­
  Nord  und  Nordwest  mit  deren
nachgeordneten  Wasser-  und  Schiffahrtsämtern
und  den  im  Küstenbereich  zuständigen  Landesund ­
  Kommunalbehörden  der  Bundesländer  Nie-87


            
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