Nährstoffe
Nitrat (N03)
ortho-Phosphat (P04)
Gesamt-Stickstoff (Ntot.)
Silikat (Si04)
1997
2 600
890
16 500
26 000
1995
550
347
7 500
3 300
Nährstoffeinträge aus der Swina in die Pommersche Bucht während des Hochwassers (in Tonnen).
Zum Vergleich sind die Gesamteinträge über die Swina für das Jahr 1995 dargestellt.
Die Konzentrationen von Quecksilber, Kadmium
und Kupfer vor der Swinamündung waren
während des Hochwasserabflusses nicht ungewöhnlich
hoch. Nur die Bleikonzentrationen waren
um den Faktor 2-3 höher. Die Konzentrationen
organischer Schadstoffe wie DDT, PCBs und
polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe
waren ebenfalls in einem Bereich, der für küstennahes
Wasser in der Pommerschen Bucht üblich
ist. In der Pommerschen Bucht, außerhalb der
Hochwasserfahne, konnte das BSH keine erhöhten
Konzentrationen feststellen.
Deutlich erhöhte Gehalte von coliformen Fäkalbakterien
und potentiell pathogenen Bakterien,
die aus überfluteten Kläranlagen stammten, wurden
an der Küste nahe den Mündungen von
Swina und Dziwna festgestellt. Die bakteriellen
Belastungen dauerten bis in den Herbst an.
Zusammenfassung
Zusammenfassend ist festzustellen, daß
sich aufgrund der im August herrschenden meteorologisch-ozeanographischen
Lage die Auswirkungen
des Oderhochwassers nur auf die
Meeresumwelt der Pommerschen Bucht beschränkten,
im Fall der Weichsel auf die Danziger
Bucht. Im wesentlichen traten infolge einer starken
Algenblüte Sauerstoffverarmung und Schwefelwasserstoffbildung
auf. Dies führte zu einem
Massensterben von Benthosorganismen. Auswirkungen
von Schadstoffeinträgen waren nicht zu
beobachten. Die Änderung der Großwetterlage
Ende August/Anfang September mit dem dadurch
verbundenen Wasseraustausch zwischen Pommerscher
bzw. Danziger Bucht und zentraler Ostsee
verwischte die Spuren des Hochwassereintrages.
Langzeitwirkungen auf die Ostsee sind
nach jetzigem Kenntnisstand nicht zu erwarten.
Die winterliche Feinstruktur
der Nährstoffverteilung in der
Deutschen Bucht
Die Konzentration der Nährstoffe folgt einem
strengen jahreszeitlichen Gang, wobei die höchsten
Konzentrationen im Winter vorliegen, wenn
die biologische Aktivität am geringsten ist. Nach
Einsetzen der Frühjahrsplanktonblüte werden die
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