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Volltext: Jahresbericht 1997

Oder 
mit den bereits in der MUDAB gespeicherten Da 
ten: Verletzungen der Integritätsbedingungen wie 
falsche Parametercodierungen oder bereits vor 
handene Datensätze. An diese Standardprüfun 
gen kann jeder Bearbeiter eigene Prüfroutinen 
anbinden, die für spezielle Datensätze relevant 
sind. Durch die Standardprüfungen, die für jeden 
Datensatz vorgeschrieben sind und die auch nicht 
umgangen werden können, wird sichergestellt, 
daß alle eingehenden Daten definierten Qualitäts 
anforderungen genügen. 
Des weiteren wurden 1997 erstmals Was 
ser - und Sedimentdaten direkt aus der Datenbank 
für den Datenaustausch mit dem ICES in JMP- 
Formaten ausgegeben. Damit verfügt die MUDAB 
über eine Datenschnittstelle, die einen einfachen 
und schnellen Austausch von Daten mit interna 
tionalen Gremien zuläßt. 
Die CTD-Daten der verschiedenen Datenlie 
feranten lagen bislang in unterschiedlichsten For 
maten im File-Archiv des DOD vor. Sämtliche 
CTD-Daten wurden von Magnetbändern eingele 
sen, registriert und einer allgemeinen Inventur 
unterzogen. In einem zweiten Schritt wurden die 
CTD-Daten aus den unterschiedlichen Formaten 
in das BSH-typische SDAF-Format konvertiert 
und auf CD-ROMs gespeichert. Eine inhaltliche 
Prüfung jedes einzelnen Profils ist jetzt der näch 
ste Schritt. 
Für Kunden aus dem In- und Ausland wur 
den 137 Aufträge als Serviceleistung erfüllt, deren 
Bearbeitung von einem Tag bis zu mehreren Mo 
naten dauerte. Unbürokratische „Ad-hoc“-Aus- 
künfte ereichten etwa die gleiche Größenord 
nung. 
Das sommerliche Hochwasser 
von Oder und Weichsel 
im Juli-August 1997 
Das Hochwasser der Oder in den Monaten 
Juli-August hat in der Tschechischen Republik, in 
Polen und in Deutschland große Teile landwirt 
schaftlicher Flächen, Gemeinden und Industrie 
anlagen sowie deren Abfallentsorgungseinrich 
tungen und Abfalldeponien überflutet. Aus 
diesem Grund wurde befürchtet, daß mit den 
Wassermassen größere Mengen von Schadstof 
fen in das Stettiner Haff und in die Pommersche 
Bucht eingetragen würden. 
Das BSH als Sekretariat des „Bund/Länder- 
Meßprogramms für die Meeresumwelt von Nord- 
und Ostsee“ hatte sofort nach Einsetzen des 
Hochwassers in Brandenburg Kontakt zu den im 
BLMP mitarbeitenden Behörden aufgenommen, 
um eine ausreichende Beobachtung der Auswir 
kungen auf das Stettiner Haff und die Pommer 
sche Bucht sicherzustellen. Eine weitere Funktion 
des Sekretariats war, schwedische und polnische 
Meßaktivitäten in die deutschen Arbeiten einzu 
binden. 
Ursachen des Hochwassers und seine Aus 
wirkungen auf das Stettiner Haff und die Ostsee 
■ Die Entwicklung in den Flüssen 
Die meteorologische Situation in Zentraleu 
ropa, die zu dem Hochwasser führte, war für den 
Juli ungewöhnlich. Ein festliegendes Tiefdruckge 
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