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Full text : Jahresbericht 1997

Querschnittsaufgaben

■  Helsinki-Kommission  (HELCOM)
Der  Umweltausschuß  hat  sich  besonders  mit
den  möglichen  Auswirkungen  des  Oderhochwassers ­
  auf  die  Ostsee  beschäftigt.  Ferner  wurde  das
überarbeitete  Überwachungsprogramm  für  die
Ostsee  nunmehr  verabschiedet  und  neue  Schutzmaßnahmen ­
  für  die  Lachsbestände  in  der  Ostse
sowie  Richtlinien  für  die  Entnahme  von  Sand  und
Kies  erarbeitet.
In  der  Arbeitsgruppe  „Monitoring  and  Assessment“ ­
  wurde  das  „Handbuch“  für  das  neue  internationale ­
  Überwachungsprogramm  der  Ostsee
weitgehend  fertiggestellt.  Verbleibende  Teile
werden  sukzessive  eingefügt.  Gegliedert  in  Überwachung ­
  von  Eutrophierungseffekten  und  Überwachung ­
  von  Schadstoffen  und  deren  Auswirkungen ­
  liefert  das  Handbuch  eine  detaillierte  Beschreibung ­
  von  Umfang  und  Bestandteilen  des
Überwachungsprogramms.  Neben  der  Qualitätssicherung ­
  wird  in  dem  neuen  Programm  nun  erstmals ­
  auch  die  Überwachung  der  Küstenbereiche
verpflichtender  Betandteil  des  Überwachungsprogramms. ­
  Zur  Erhöhung  der  Probenentnahmefrequenz ­
  für  die  Trendüberwachung  pelagischer
biologischer  Meßgrößen  wurde  eine  zusätzliche
Arbeitsteilung  zwischen  den  Vertragsstaaten  vereinbart. ­
  Auf  allen  Überwachungsfahrten  der  Vertragsstaaten ­
  sollen  Proben  zur  pelagischen
Biologie  auf  den  dafür  vorgesehenen  HELCOM-Stationen
  gewonnen  werden.  Jede  Vertragspartei
soll  dann  für  die  Auswertung  der  Proben  aus  einem ­
  bestimmten  Gebiet  zuständig  sein.  In  einem
ersten  Schritt  wurden  zwischen  Deutschland  und
Dänemark  bereits  Vereinbarungen  über  die  Auswertung ­
  von  Proben  aus  der  Kieler  und  der  Mecklenburger ­
  Bucht  getroffen.

Vom  20.-22.  Mai  1997  richtete  das  BSH
einen  gemeinsamen  Workshop  der  Helsinki-  und
Oslo/Paris-Übereinkommen  zur  Verbesserung
des  Informationsflusses  aus.  Es  diskutierten
27  Experten  aus  10  Ländern,  wie  marine  Umweltdaten ­
  und  Informationen  und  wie  Arbeitsgruppen-Dokumente
  schneller  und  besser  verbreitet  werden ­
  könnten  mit  dem  Ziel,  schneller  zu  einer
aktuellen  Bewertung  der  mahnen  Umwelt  zu  gelangen. ­
  Neben  den  technischen  Möglichkeiten
wie  dem  Internet  standen  aber  auch  Fragen  zur
Datenqualität  und  -integrität  im  Vordergrund.
Das  BSH  vertrat  die  Bundesrepublik
Deutschland  bei  der  23.  Sitzung  des  Schiffahrtsausschusses ­
  der  Helsinki-Kommission  (HELCOM). ­
  Der  Schiffahrtsausschuß  billigte  eine
Reihe  von  Entwürfen  über  HELCOM-Empfehlungen
  zur  Verringerung  der  Meeresverschmutzung
durch  Schiffe.  Die  Entwürfe  waren  unter  wesentlicher ­
  Mitwirkung  Deutschlands  erarbeitet  worden.
Hervorzuheben  sind  Empfehlungen  über  ein  einheitliches ­
  Gebührensystem  („no  special  fee“-System)
  bei  der  Nutzung  von  Auffanganlagen  in
Häfen  über  die  Einbeziehung  kleinerer  Schiffe  in
die  Verbotsregelung  für  Schiffsabwässer  und
über  einheitliche  Mindesthöhen  für  Bußgelder  bei
Verstößen  gegen  Meeresumweltschutzvorschriften. ­


■  Meeresumweltausschuß  (MEPC)  der  Internationalen ­
  Seeschiffahrts-Organisation  (IMO)
Mit  einer  neuen  Richtlinie  soll  die  Verbreitung ­
  von  Organismen  mit  dem  Ballastwasser  von
Schiffen  wirksamer  vermieden  werden.  Der  Entwurf ­
  der  neuen  Richtlinie  wurde  von  der  20.  IMO-71


            
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