Querschnittsaufgaben
■ Helsinki-Kommission (HELCOM)
Der Umweltausschuß hat sich besonders mit
den möglichen Auswirkungen des Oderhochwas
sers auf die Ostsee beschäftigt. Ferner wurde das
überarbeitete Überwachungsprogramm für die
Ostsee nunmehr verabschiedet und neue Schutz
maßnahmen für die Lachsbestände in der Ostse
sowie Richtlinien für die Entnahme von Sand und
Kies erarbeitet.
In der Arbeitsgruppe „Monitoring and Assess
ment“ wurde das „Handbuch“ für das neue inter
nationale Überwachungsprogramm der Ostsee
weitgehend fertiggestellt. Verbleibende Teile
werden sukzessive eingefügt. Gegliedert in Über
wachung von Eutrophierungseffekten und Über
wachung von Schadstoffen und deren Auswirkun
gen liefert das Handbuch eine detaillierte Be
schreibung von Umfang und Bestandteilen des
Überwachungsprogramms. Neben der Qualitäts
sicherung wird in dem neuen Programm nun erst
mals auch die Überwachung der Küstenbereiche
verpflichtender Betandteil des Überwachungspro
gramms. Zur Erhöhung der Probenentnahmefre
quenz für die Trendüberwachung pelagischer
biologischer Meßgrößen wurde eine zusätzliche
Arbeitsteilung zwischen den Vertragsstaaten ver
einbart. Auf allen Überwachungsfahrten der Ver
tragsstaaten sollen Proben zur pelagischen
Biologie auf den dafür vorgesehenen HELCOM-
Stationen gewonnen werden. Jede Vertragspartei
soll dann für die Auswertung der Proben aus ei
nem bestimmten Gebiet zuständig sein. In einem
ersten Schritt wurden zwischen Deutschland und
Dänemark bereits Vereinbarungen über die Aus
wertung von Proben aus der Kieler und der Meck
lenburger Bucht getroffen.
Vom 20.-22. Mai 1997 richtete das BSH
einen gemeinsamen Workshop der Helsinki- und
Oslo/Paris-Übereinkommen zur Verbesserung
des Informationsflusses aus. Es diskutierten
27 Experten aus 10 Ländern, wie marine Umwelt
daten und Informationen und wie Arbeitsgruppen-
Dokumente schneller und besser verbreitet wer
den könnten mit dem Ziel, schneller zu einer
aktuellen Bewertung der mahnen Umwelt zu ge
langen. Neben den technischen Möglichkeiten
wie dem Internet standen aber auch Fragen zur
Datenqualität und -integrität im Vordergrund.
Das BSH vertrat die Bundesrepublik
Deutschland bei der 23. Sitzung des Schiffahrts
ausschusses der Helsinki-Kommission (HEL
COM). Der Schiffahrtsausschuß billigte eine
Reihe von Entwürfen über HELCOM-Empfehlun-
gen zur Verringerung der Meeresverschmutzung
durch Schiffe. Die Entwürfe waren unter wesentli
cher Mitwirkung Deutschlands erarbeitet worden.
Hervorzuheben sind Empfehlungen über ein ein
heitliches Gebührensystem („no special fee“-Sy-
stem) bei der Nutzung von Auffanganlagen in
Häfen über die Einbeziehung kleinerer Schiffe in
die Verbotsregelung für Schiffsabwässer und
über einheitliche Mindesthöhen für Bußgelder bei
Verstößen gegen Meeresumweltschutzvorschrif
ten.
■ Meeresumweltausschuß (MEPC) der Inter
nationalen Seeschiffahrts-Organisation (IMO)
Mit einer neuen Richtlinie soll die Verbrei
tung von Organismen mit dem Ballastwasser von
Schiffen wirksamer vermieden werden. Der Ent
wurf der neuen Richtlinie wurde von der 20. IMO-
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