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Full text: Jahresbericht 1997

Untersuchungen 
holsteinischen Küstenvorfeldes. Zwischen Bor 
kum und dem Jade-Weserästuar prägen bis zu 
6 m mächtige Sandzungen die Morphologie des 
Meeresbodens. Die Sedimentkörper bestehen 
fast durchgehend aus den charakteristischen 
Nordseesanden, d. h. feinsandigen, schillführen 
den Mittelsanden. Jedoch enthalten die Sedi 
mentkerne mm- bis cm-mächtige Schlufflagen 
bzw. -linsen, die auf Zeiten geringer Wasserbe 
wegung hindeuten. Zwischen den Sandzungen 
wird eine etwa 1 m oder geringer mächtige Sand 
decke nachgewiesen, die im westlichen Bereich 
des Küstenabschnittes auf älteren, eiszeitlichen 
Sanden und im östlichen Bereich auf alten Watt 
oder Lagunensedimenten liegt. Zum Inselsockel 
hin, in einer Wassertiefe von 10 bis 15 m, steht in 
der Regel der vornordseezeitliche Untergrund am 
Meeresboden an. Im Bereich zwischen Weser 
und Elbmündung bestimmen über 10 m mächtige 
Sandrücken die Morphologie des Küstenvor 
feldes. Zwischen Elbe und Sylt erstreckt sich 
ein weitgehend ebener Meeresboden mit einer 
ca. 1,0 bis 1,5 m mächtigen Sedimentauflage, die 
lediglich als Rinnenfüllung alter Entwässerungs 
systeme mehrere Meter erreichen kann. Gehäuft 
treten solche alten Rinnensysteme vor Sylt und 
Eiderstedt auf. Einige zeichnen sich durch eine 
bevorzugte Sandakkumlation in Form von Kup 
pen auf den Rinnen aus, wobei die dafür verant 
wortliche Sedimentdynamik bislang rätselhaft 
bleibt. Östlich der Amrumbank oder vor der Dith 
marscher Bucht liegen eiszeitliche Sande am 
Meeresboden frei, die ausschließlich erosiven 
Prozessen unterliegen. 
Entwicklung von Analysenmethoden zur 
Untersuchung des Meerwassers auf schädliche 
Schwermetalle 
Die regelmäßige Messung der Konzentratio 
nen von Schwermetallen und anderen schädli 
chen Spurenelementen im Meerwasser Ist die 
Grundlage sowohl für die Erfüllung der gesetzli 
chen Aufgaben des BSH zur Überwachung der 
Meeresumwelt als auch für die Durchführung 
eigener Forschungsprojekte und die Mitarbeit in 
gemeinschaftlichen Projekten. 
Bei der Bestimmung von extrem geringen 
Konzentrationen von Spurenmetallen im Meer 
wasser sind bei fast allen Analysenverfahren che 
mische Trennungsgänge notwendig, um die Spu 
renmetalle anzureichern und von der Salzmatrix 
des Meerwassers abzutrennen. Dies gilt beson 
ders für die klassische Atomabsorptionsspektro- 
metrie (AAS) sowie für die im BSH seit über 
10 Jahren erfolgreich eingesetzte Totalreflexions- 
Röntgenfluoreszenzanalyse (TRFA). Für letztere 
wurde im BSH bisher eine manuell betriebene 
Säulenchromatographie (reverse Festphasen-Ex- 
traktion) eingesetzt. Dabei läuft das salzreiche 
Meerwasser durch die Säule und wird anschlie 
ßend verworfen; die an der Säule angereicherten 
Spurenmetalle hingegen werden durch organi 
sche Lösungsmittel eluiert und auf ein geringes 
Volumen eingeengt. 
Dieser chemische Trennungsgang ist natur 
gemäß arbeitsintensiv. Eine Automatisierung, die 
gleichzeitig eine Erhöhung des Durchsatzes der 
analysierten Proben ermöglichen sollte, erschien 
wünschenswert. Seit einigen Jahren Ist auf dem 
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