Untersuchungen
holsteinischen Küstenvorfeldes. Zwischen Bor
kum und dem Jade-Weserästuar prägen bis zu
6 m mächtige Sandzungen die Morphologie des
Meeresbodens. Die Sedimentkörper bestehen
fast durchgehend aus den charakteristischen
Nordseesanden, d. h. feinsandigen, schillführen
den Mittelsanden. Jedoch enthalten die Sedi
mentkerne mm- bis cm-mächtige Schlufflagen
bzw. -linsen, die auf Zeiten geringer Wasserbe
wegung hindeuten. Zwischen den Sandzungen
wird eine etwa 1 m oder geringer mächtige Sand
decke nachgewiesen, die im westlichen Bereich
des Küstenabschnittes auf älteren, eiszeitlichen
Sanden und im östlichen Bereich auf alten Watt
oder Lagunensedimenten liegt. Zum Inselsockel
hin, in einer Wassertiefe von 10 bis 15 m, steht in
der Regel der vornordseezeitliche Untergrund am
Meeresboden an. Im Bereich zwischen Weser
und Elbmündung bestimmen über 10 m mächtige
Sandrücken die Morphologie des Küstenvor
feldes. Zwischen Elbe und Sylt erstreckt sich
ein weitgehend ebener Meeresboden mit einer
ca. 1,0 bis 1,5 m mächtigen Sedimentauflage, die
lediglich als Rinnenfüllung alter Entwässerungs
systeme mehrere Meter erreichen kann. Gehäuft
treten solche alten Rinnensysteme vor Sylt und
Eiderstedt auf. Einige zeichnen sich durch eine
bevorzugte Sandakkumlation in Form von Kup
pen auf den Rinnen aus, wobei die dafür verant
wortliche Sedimentdynamik bislang rätselhaft
bleibt. Östlich der Amrumbank oder vor der Dith
marscher Bucht liegen eiszeitliche Sande am
Meeresboden frei, die ausschließlich erosiven
Prozessen unterliegen.
Entwicklung von Analysenmethoden zur
Untersuchung des Meerwassers auf schädliche
Schwermetalle
Die regelmäßige Messung der Konzentratio
nen von Schwermetallen und anderen schädli
chen Spurenelementen im Meerwasser Ist die
Grundlage sowohl für die Erfüllung der gesetzli
chen Aufgaben des BSH zur Überwachung der
Meeresumwelt als auch für die Durchführung
eigener Forschungsprojekte und die Mitarbeit in
gemeinschaftlichen Projekten.
Bei der Bestimmung von extrem geringen
Konzentrationen von Spurenmetallen im Meer
wasser sind bei fast allen Analysenverfahren che
mische Trennungsgänge notwendig, um die Spu
renmetalle anzureichern und von der Salzmatrix
des Meerwassers abzutrennen. Dies gilt beson
ders für die klassische Atomabsorptionsspektro-
metrie (AAS) sowie für die im BSH seit über
10 Jahren erfolgreich eingesetzte Totalreflexions-
Röntgenfluoreszenzanalyse (TRFA). Für letztere
wurde im BSH bisher eine manuell betriebene
Säulenchromatographie (reverse Festphasen-Ex-
traktion) eingesetzt. Dabei läuft das salzreiche
Meerwasser durch die Säule und wird anschlie
ßend verworfen; die an der Säule angereicherten
Spurenmetalle hingegen werden durch organi
sche Lösungsmittel eluiert und auf ein geringes
Volumen eingeengt.
Dieser chemische Trennungsgang ist natur
gemäß arbeitsintensiv. Eine Automatisierung, die
gleichzeitig eine Erhöhung des Durchsatzes der
analysierten Proben ermöglichen sollte, erschien
wünschenswert. Seit einigen Jahren Ist auf dem
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