accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Jahresbericht 1997

Überwachung 
■ Erdöl-Kohlenwasserstoffe im Seewasser 
Die Verteilung der Gesamtkohlenwasser 
stoff (THC)-Konzentration in Nord- und Ostsee im 
August/September 1997 ist zusammenfassend in 
Abb. 9 dargestellt. In der Deutschen Bucht lag die 
Kohlenwasserstoff-Konzentration zwischen 0,2 
und 2 pg/l (Mittelwerte aller fünf Beprobungen) 
und damit in dem gleichen Bereich wie in den ver 
gangenen Jahren. Aufgrund der hohen Variabi 
lität ist z. Zt. eine zeitliche Trendaussage nicht 
möglich. Der Grund liegt darin, daß die Kohlen 
wasserstoff-Konzentrationen nicht nur durch 
die Temperatur (Abbauprozesse), sondern auch 
durch den Süßwasseranteil (Eintrag vom Land) 
und den Schwebstoffgehalt (hohe Anreicherung 
der Kohlenwasserstoffe) der Wasserproben be 
einflußt werden. 
Die THC-Werte in der Ostsee liegen zwi 
schen 0,5 und 1,6 pg/l. Insgesamt ist eine recht 
gleichmäßige Verteilung der Konzentrationen im 
Ostseewasser zu beobachten. Die Werte befin 
den sich im gleichen Konzentrationsbereich wie in 
den vergangenen Jahren. Die gegenüber der of 
fenen Nordsee leicht erhöhten Werte bedeuten 
nicht, daß das Ostseewasser proportional stärker 
belastet ist. Da es sich um relative, summarische 
Konzentrationen handelt, können verschiedene 
Wasserkörper (Nord- und Ostsee) quantitativ nur 
bedingt miteinander verglichen werden. Erst die 
Bestimmung von Kohlenwasserstoff-Einzelkom 
ponenten erlaubt einen exakten quantitativen 
Vergleich. Die Vergleichswerte aus dem Nordost- 
Atlantik liegen zwischen 0,03 und 0,35 pg/l; im 
westlichen Mitteimeerzwischen 0,04 und 0,2 pg/l. 
■ Chlorierte Kohlenwasserstoffe und andere 
organische Schadstoffe im Seewasser 
Die Untersuchungen von Proben aus der 
Ostsee zeigen, daß sich die Konzentrationen der 
untersuchten chlorierten Kohlenwasserstoffe 1997 
weiter verringert haben. Die auf der Referenzsta 
tion (K 4, Arkona Becken) gemessenen HCH- 
Konzentrationen weisen die niedrigsten Werte 
auf, die dort seit Beginn der vom BSH durchge 
führten Zeitreihe ermittelt wurden (Abb. 10). 
■ Organische Schadstoffe in Sedimenten 
Ergänzend zu den Untersuchungen im Was 
ser eignen sich Sedimente als integrierende Pa 
rameter bzw. als Schadstoffsenke besonders gut, 
um großräumige und längerfristige Veränderun 
gen in den Belastungen des marinen Ökosystems 
mit schädlichen Beimengungen zu erfassen. 
Zur Routineüberwachung wurden zwei Fahr 
ten in die Deutsche Bucht durchgeführt. Die Auf 
arbeitung des erhaltenen Probenmaterials und 
die Auswertung der Analysen befinden sich noch 
in Arbeit. 
Weitgehend abgeschlossene Ergebnisse 
liegen dagegen von den Sedimentproben der 
Nordmeerfahrt in 1995 (Gaul3-Reise 261) vor. 
Diese Fahrt führte von Flamburg aus über die 
Nordsee, die Norwegische See und die Barents 
see bis nach Spitzbergen; in einem zweiten Ab 
schnitt durch die Grönlandsee, an Island und 
Schottland vorbei zurück in die Deutsche Bucht. 
Bei den beprobten Sedimenten sollten besonders 
die regionalen Unterschiede der Belastung an po 
lycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen 
49
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.