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Full text: Jahresbericht 1997

Schiffahrt 
29 Einrichtungen für das Versetzen 
von Lotsen 
33 Einschränkungen im Schiffsbetrieb 
36 Erforderliche Angaben in 
Gefahrenmeldungen 
37 Gefahrenmeldungen 
39 Mißbrauch von Notzeichen 
Aufstellen von Magnetkompassen 
Für die ISO-Empfehlung ISO R 694 (1968) 
„Positioning of magnetic compasses in ships“, 
Aufstellung von Magnetkompassen auf Schiffen, 
wurde von der Arbeitsgruppe ISO/TC 8/SC 6/WG 4 
ein Neuentwurf erarbeitet. Der Entwurf sieht ge 
genüber dem Vorgängerdokument im wesentli 
chen ein vereinheitlichtes Verfahren zur Bestim 
mung der Mindestabstände vom Magnetkompaß 
sowie eine Verringerung der Mindestabstände 
des Magnetkompasses von ununterbrochenem 
festen magnetisierbarem Material vor. Der Ent 
wurf wurde dem Unterkomitee SC 6 „Navigation“, 
wahrgenommen von der Japan Marine Standards 
Association (JMSA) in Tokio, zur Verteilung an 
die Mitglieder des Unterkomitees zugeleitet. 
Erstellung eines IMO-Codes für Polarschiffe 
Der Verkehr von Seeschiffen in polaren Ge 
wässern der Arktis und der Antarktis zum Zwecke 
von Expeditionen aber auch zunehmend zur Be 
förderung von Fahrgästen und Ladung nahm in 
den letzten Jahrzehnten ständig zu. Wegen der 
besonders sensiblen Umwelt entstanden Be 
strebungen, frühzeitig einheitliche Standards für 
Bau, Ausrüstung und Betrieb von Seeschiffen in 
polaren Gewässern festzulegen. Daher hat 
Deutschland bereits 1991 bei der Internationalen 
Seeschiffahrts-Organisation (IMO) den Vorschlag 
unterbreitet, einen „Internationalen Code für die 
Sicherheit von Schiffen in polaren Gewässern“ 
(Polar-Code) zu erarbeiten. Daraufhin wurde von 
der IMO eine internationale Arbeitsgruppe, beste 
hend aus Vertretern der Betreiber von Polarschif 
fen, nationaler Schiffssicherheitsbehörden und 
Klassifikationsgesellschaften sowie wissenschaft 
licher Institute, beauftragt, einen entsprechenden 
Code zu erarbeiten, der den Sicherheitsinteres 
sen von Umwelt, Schiff und Menschen in polaren 
Seegebieten Rechnung trägt. Unter Berücksichti 
gung bereits bestehender allgemeiner internatio 
naler Vorschriften für die Seeschiffahrt (z.B. SO 
LAS, MARPOL, STCW) sowie auf der Basis 
schon vorhandener nationaler Sondervorschriften 
für die Polarfahrt (z.B. Kanadas, Rußlands sowie 
der Anliegerstaaten der nördlichen Ostsee) fan 
den mehrere Tagungen dieser Arbeitsgruppe 
statt. Auf der 9. und letzten Tagung vom 27. bis 
31.10.1997 in Hamburg wurde die Erstellung 
eines Entwurfs des Codes abgeschlossen, der 
nunmehr der IMO zur Beratung vorliegt. Der Code 
umfaßt im wesentlichen folgende Schwerpunkte: 
- ausreichende Eisverstärkung für Polarschiffe, 
- Verbot der Beförderung von umweltgefährden 
den Stoffen direkt an der Innenseite der 
Außenhaut des Schiffes, 
- ausreichende Ausbildung und entsprechende 
Zeugniserteilung für die Schiffsführung und Be 
satzung, 
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