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d) Hydrobiologisches. 3000 bereits ausgezogene Beobachtungen von Walen,
für ein Fischereiinstitut sortiert und tabelliert.
(Es liegen bisher etwas über eine Million aufbereiteter bzw. gelochter
Strombeobachtungen aus dem Atlantischen und Indischen Ozean sowie
dem Mittelländischen Meer vor.)
3. Seekarten und Seebüchersammlung
Bis Juli 1946 wurden die Seekarten und Seebücher für innere und äußere
Zwecke laufend berichtigt. Im Juli erfolgte Abgabe an Sektion I.
4. Sonstige Arbeiten
a) Einrichtung und laufende Führung einer Nautischen Fachkartei. Bisher
wurden rund 2600 Karten mit rund 5000 Literaturangaben aus den ein
schlägigen Zeitschriften des In- und Auslandes gewonnen.
b) Herstellung eines Fragebogens über Häfen und Schiffahrtswege als
-Material für Auskünfte.
c) Ordnen und Katalogisieren der Handbücherei der Gruppe.
d) Bearbeitung von Nachträgen für Seehandbücher.
e) Astronomie
1. Nautische Berechnungen
Auf dem Gebiet der Navigationsmethoden wurden verschiedene Einzelfragen
wegen Verfahren unter Verwendung von Geräten behandelt. Die Genauigkeit
der terrestrischen Ortsbestimmung nach verschiedenen Methoden wurde ein
gehend untersucht, ferner der Zusammenhang der verschiedenen Arten von
Standlinien bei der Ortsbestimmung durch terrestrische Beobachtungen, Ge
stirnsmessungen und Funkpeilungen.
Das Manuskript des Nautischen Jahrbuches 1947 wurde Anfang des Jahres
1946 druckfertig gemacht. Die Drucklegung verzögerte sich aber durch die
Überlastung der Druckerei, vor allem mit dem Druck von ^Wählerlisten. Die
Durchsicht der Korrekturen wurde daher immer wieder unterbrochen, so daß
die Korrekturen erst im November abgeschlossen werden konnten und der Aus
druck des Jahrbuches im November noch im Gange war. Das Manuskript des
Jahrbuches 1948 wurde weitgehend gefördert und wird bis Ende des Jahres für
den Mond druckfertig sein.
Neben der Herstellung der Ephemeriden erforderte die Berechnung von
Sonnen- und Mondauf- und -Untergängen, die von verschiedenen Seiten immer
wieder verlangt wurde, viel Zeit. Für das Jahr 1947 wurden die Mondauf- und
-Untergänge für sämtliche deutschen Breiten berechnet.
Für Sektion I wurden Unterlagen für die Auswertung von Funkpeilungen in
der Nordsee zusammengestellt, die die Sektion I auf Befehl der Besatzungsmacht
für die Reichspostdirektion lieferte.
Im Zusammenhang mit diesen Arbeiten und mit den vorgenannten Unter
suchungen entstand eine Reihe wissenschaftlicher Mitteilungen, nämlich:
H. C. Freiesieben: über die Annahme astronomisch bestimmter Schiffsörter
(zusammen mit W. Neuendorff).
Derselbe: Bemerkung zur Berechnung von Mondfinsternissen.
Derselbe: Der Kreiselhorizont von Anschütz.
E. Gehling: Zur Bestimmung der genauen Eintrittszeit der Hauptphasen des
Mondes.