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hause aus, die infolge Ausfalls der Heizung bis auf 97 %> angestiegen war. Nach
Einsetzen der Beheizung sind weitere Nachteile nicht mehr zu befürchten.
Die Überprüfung der vor und im Kriege zur Messung auf See benutzten
Tauchgeräte wurde begonnen und ergab bei dem Z-Rotatiomsgerät die Not
wendigkeit völliger Überholung, die aus technischen Gründen bis zum nächsten
Sommer zurückgestellt werden muß.
2. Auswertung und Veröffentlichungen
Die Basismessungen wurden stets sofort ausgewertet, von den laufenden
Registrierungen des Hauptsystems die achtstündigen graphischen Mittel ge
bildet, so daß vorläufig Tages- und Monatsmittel stets für Anfragen verfügbar
waren. Es ist beabsichtigt, die Registrierungen von 1943 ab in Jahrbüchern
zu veröffentlichen, so daß später eine genügend lange Vergleichsreihe zu den
Potsdamer Jahrbüchern vorliegen wird. Für 1943 ist die Berechnung der Stunden
mittel durchgeführt. Eine Anschlußmessung im Observatorium Niemegk aus
dem Jahre 1944 wurde berechnet und ergab, daß die H-Basis in Wingst um 5y
höher liegt als die von Niemegk.
Die dreistündigen Kennziffern wurden nach dem Potsdamer Schema abgelesen,
in Monats- bzw. Vierteljahrstabellen sowie graphisch dargestellt und auf An
forderung mehrerer Institute diesen laufend zugesandt.
Eine während des Krieges begonnene Bearbeitung des Sturmanteils an der
Tagesamplitude gestörter Tage wurde weitergeführt, um seine regionale Ver
teilung und Abhängigkeit von der Poldistanz darzustellen.
Die mit dem Doppelkompaß als Tauchgerät vom Jahre 1938 ab auf der Ostsee
vorgenommenen Messungen der Horizontalintensität wurden erneut durch
gerechnet; die kartographische Darstellung ist für die westliche Ostsee im
Entwurf fertiggestellt, für die östliche Ostsee sind noch die Anschlüsse an
die Aufnahmen der anderen Anliegerstaaten zu bearbeiten.
Für dienstliche Zwecke wurden die folgenden magnetischen Karten entworfen:
Weltkarte der Inklination 1945.5; 8 Blätter 1 : 28 Mill. und ein Zusammen-
druck 1 : 92 Mill.
Weltkarte der Horizontalintensität 1945, ein Zusammendruck 1 : 92 Mill.
Mißweisungskarte für die deutschen Küstengewässer 1 : 1 Mill. Nach den vor
liegenden Tabellen der Reichsvermessung aus den Jahren 1934/35 wurden für
den internen Gebrauch Karten von D, H, J, Z, F entworfen.
Für die Reihe der später zu publizierenden Arbeiten aus dem Deutschen
Hydrographischen Institut wurden vorgelegt:
F. Errulat: Weltkarte der magnetischen Horizontalintensität 1945.5.
O. Meyer: Die Messung der Vertikalintensität des erdmagnetischen Feldes
auf See mit dem Magnetron. (Diss. Hamburg.)
Derselbe: Einige Tabellen über die erdmagnetischen Registrierungen im
Observatorium Wingst im Jahre 1942.
L. Slaucitajs: Weltkarte der Inklination 1945.5. (Die Arbeit wird in den
Schriften der D. P.-University Hamburg zum Abdruck kommen.)
3. Vorträge, Vorlesungen, Kurse
Im Rahmen des geophysikalischen Kolloquiums der Universität Hamburg
sprachen am 5. Juni:
F. Errulat über: „Probleme der erdmagnetischen Seevermessung".
O. Meyer über: „Messungen der Vertikalkomponente des Erdfeldes auf
See mit dem Magnetrongerät."