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Full text: Jahresbericht 1946

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b) Vermessungsverband 
1. Allgemeines 
Die zur Dienstleistung für Wracksuche in der westlichen Ostsee zugeteilten 
vier Kriegsfischkutter wurden mit vollständiger Spezialausrüstung (S-Geräte 
für Wracksuche) an die Sowjetunion abgegeben und durch drei (später zwei) 
Fischkutter ersetzt, deren Verwendung aber erst sieben Monate später wegen 
Neubeschaffung der Spezialausrüstung erfolgen konnte. Im Dezember 1945 
wurde das Vermessungsschiff „Meteor" an die Sowjetunion abgegeben, im 
Juni wieder zugeteilt und am 1. November 1946 erneut abgegeben. Die Marine- 
Vermessungsabteilung wurde als militärische Organisation am 17. April 1946 
aufgelöst, die Besatzungen sämtlicher Vermessungsfahrzeuge aus dem Wehr 
dienst entlassen. Nach mehrfachen politischen Überprüfungen konnte ein Teil 
des Vermessungspersonals für den Dienst beim Deutschen Hydrographischen 
Institut neu eingestellt werden. Die Vermessungsfahrzeuge wurden organisa 
torisch und verwaltungstechnisch zuammengefaßt und der Sektion I des Deut 
schen Hydrographischen Instituts als Vermessungsverband unterstellt. 
Im Vermessungsplan 1946 des Deutschen Hydrographischen Instituts wurden 
dem Verband diejenigen Aufgaben übertragen, deren Durchführung nach 
Kriegsende für die Schiffahrt in Nord- und Ostsee von Bedeutung ist: 
1. Vermessung der deutschen Küstengewässer einschließlich Flußmündungen. 
2. Wracksuche auf den Hauptschiffahrtswegen. 
3. Überprüfung der Seehandbücher. 
4. Kontrolle bzw. trigonometrische Neubestimmung der Festpunkte. 
5. Neuaufnahme der Pegelstellen. 
2. Aufbau des Verbandes 
Nach Zuweisung eines weiteren Vermessungsschiffes (ehemaliger Fisch 
dampfer) und eines Peilbootes stehen heute dem Verband zur Durchführung 
dieser Aufgaben folgende Fahrzeuge zur Verfügung (vgl. Anlage 8): 
Vermessungsschiff „Paul Beneke" Peilboot „Hooge" 
Vermessungsschiff „Teutoburger Wald" Peilboot „Ahne" 
Peilboot „Rüden" Fischkutter „Rungholt". 
Die Leitung des Vermessungsverbandes befindet sich auf dem Vermessungs 
schiff „Paul Beneke" und hat folgende Aufgabengebiete: 
1. Leitung und Steuerung des Ansatzes der Vermessungsfahrzeuge nach 
den Weisungen des Deutschen Hydrographischen Instituts. 
2. Vermessungslehrgänge, Nachrichtenwesen. 
3. Ausrüstung der Fahrzeuge mit Minenabwehr- und Räumgeräten für Ver 
messungsarbeiten in Seegebieten, die noch nicht fieigeräumt sind. 
4. Verwaltung, Bekleidung, Verpflegung, Ausrüstung. 
3. Jahreszeitplan 
Innerhalb eines Jahres werden die Aufgaben folgendermaßen durchgeführt: 
15. März bis 15. November: Vermessungsarbeiten in Nord- und Ostsee. 
Wracksucharbeiten auf den Hauptschiffahrtswegen. 
15. November bis Ende Dezember: Werftüberholung der Fahrzeuge. Vorlage 
des Jahresberichtes des VermessungsvÖrbandes beim Deutschen Hydro 
graphischen Institut.
	        
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