Bemerkungen über die Durchsichtigkeit des Meerwassers.
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Jtafc&Sltàr. efe, 1889, Bett 11.
4
Datum
1880
Ort
Blankes Blech
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>sj
Gemalt
Wetter und See
22. Juli
ß Ä
23. Juli
ÖVs 4t
6. Aug.
10 a
7. Aug.
Muchui.
/ 43° 10' N-Br \
115° 52' O-L« /
| 41° 8'N-Br)
( IS® J8'Ö-Lg /
/ 37° 38' N-Br \
\ 20 15 57' Ö-Lg f
I 37° 53' N-Br
\ 20° 43' Ö-Lg
Smineiihölie
Sichttiefe.
Sonnenhöhe
Sichttiefe
Sonnenhöhe
Sichttiefe
Sonnenhöhe
Sichttiefe
23°
41
80° 1240
31 40,5
non 17® bis 21°
m 1 80 I 2S>5[ 32 I 2ß
I von 67,5° b& №ji°
i 50,51 48 I 39 ! 54 ; 31
W* 58° bis 50°
42 (, 37 : 33 138/) 27
Horizont mistig; soßst klar;
Zfeißlfeh glatte See.
Sehr klar; fast glatte See,
Heiter ; ruhige aber nicht glatte
Horizont mistig; sonst klar;
leicht bewegte See.
Die blanken Weifsblech- und weifs gemalten Scheiben sind in den
gröfsten Tiefen sichtbar geblieben: bei Lissa beide in gleicher Tiefe (41 m und
40.5 ui), bei Brindisi und südlich Zante die gemalte Scheibe noch um 2 m bezw.
3.5 m tiefer, nördlich Zante aber um 3,5 m weniger tief, als die blanke Weifs
blechscheibe. Die Sichtbarkeit dieser beiden Scheiben war im Durchschnitt
also wohl ziemlich gleich.
Von den farbigen Platten verschwindet, wie bei Secchi, zuerst die
grüne, mit einer Ausnahme, nächstdem die blanke Kupferscheibe, dann die gelbe
Messängscheibe; die grüne Scheibe, weil ihre Umrisse vom umgebenden, nahezu
gleich gefärbten Wasser nicht mehr genügend deutlich zu unterscheiden sind,
die rothe und gelbe wegen schnellerer Absorption der rotken und gelben
Strahlen im Seewasser, Setzen wir die durchschnittliche Sichttiefe der weifsea
Scheibe = 10, so verschwindet die gelbe angenäheri in der Tiefe 9, die rothe
in der Tiefe 8, die grüne in der Tiefe 7. Zur Prüfung des Einfiusses der
Sonnenhöhe auf die Sichttiefe eignen sieh diese Beobachtungen nicht, weil an
den vier Beobachlungsor ten die Durchsichtigkeit des Wassers eine offenbar ver
schiedene gewesen ist. Auf die von den feeideu Beobachtern danach versuchte
Berechnung" eines ,,Extinktions-Ko6fficicnlcu Ä für das Seewässer wird weiter
unten zurückzukommen sein.
Eine längere Reihe von Bestimmungen der Sichttiefe weifser Scheiben,
und zwar diesmal von 2 m Durchmesser, hat im Sommer 1887 Kapt. z. See
Aschenborn an Bord S. M. S. „Niobe“ ausgeführt; *) von 34 Beobachtungen
fallen 9 in die westliche Ostsee, 2 in den Britischen Kanal, 3 in die irische
See, 7 in die schottischen Küstengewässer, der Rest vertheilt sich auf Binnen
häfen (Kiel, Kopenhagen, Drontheim, Cowes), Ich gebe die Beobachtungen in
dieser Ordnung hier des Vergleiches wegen vollständig wieder; diejenigen Sicht
tiefen, wo die Scheibe den Grund erreichte (wie bei Neustadt und Zoppot)
oder durch aufspringende Briese der Versuch abgebrochen wurde, ohne dafs
die äufserste Sichttiefe erlangt worden war, sind [eckig] eingeklammert.
‘} „Aun. 4. IJj'dr. efe.“ 1888, S, 67 f.