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Full text: Jahresbericht 1947

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Jahresbericht 
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Sehr schw ierig und langw ierig gestaltete sich noch immer die Lieferung 
von Ersatzteilen, die, durch Kontigentanfordernngen an Eisen und Metallen 
erschwert, sich selbst bei kleinsten Teilen auf viele Monate erstreckt. Für 
das Vermessungsschiff „Paul Beneke", dessen Hauptmaschine ein Schweizer 
Sulzer-Motor ist, müssen zudem sämtliche erforderlichen Ersatzteile neu 
geformt und gegossen werden, da Ersatzbeschaffung aus der Schweiz unmög 
lich ist. 
Nach Abgabe der störanfälligen, nicht typisierten Boote ..Lun'. ..Kon 
dor" und ..Lee", die außerdem infolge ihrer hohen Maschinenleistungen 
liir Vermessungszw ecke zu unwirtschaftlich waren, und nach Indienststellung 
und Übernahme der Peilboote ..Alairund „Wega“ ist zusammen mit dem 
Reservepeilboot „Rungholl“ ein einheitlicher Bootstyp in Dienst ge 
kommen. der sparsam im Betrieb und in der Unterhaltung, wenig pflege 
bedürftig und störanfällig ist und damit ein sehr geeignetes Peilboot dar 
stellt. 
5. Kraftfahrzeuge und Bootspark (vgl. auch S. 12) 
a) Eiir die Kraf t fah rzeu ge des Instituts ist im August eine kleine 
Reparatur-Werkstatt in der Schule Bullenhuserdamm*) eingerichtet worden, 
in der auch größere Reparaturen, die bei Reparaturfirmen nur schwer unter 
zubringen sind, durchgeführt werden können. Trotzdem stößt die Reparatur 
der immer störanfälliger werdenden Kraftfahrzeuge auch in eigener Werk 
statt im Hinblick auf die Ersatzteillage auf immer größere Schwierigkeiten. 
Besonders schlecht ist die Reifenlage. Die zugewiesenen neuen Reifen erset 
zen nicht annähernd den Verschleiß. Die Kraftstofflage ist ebenfalls äußerst 
angespannt. Die Zuteilung gestattet nur die Ausführung der dringendsten 
Fahrten. 
b) Von den 6 Barkassen des Instituts ist eine als Hilfspeilboot im 
Vermessungsdienst eingesetzt. 3 weitere stellen den Verkehr im Hafen, ins 
besondere nach Tollerort, sicher. 1 Barkasse befindet sich zur Grundüber 
holung in der Werft. Auch hier ist die Zuweisung von Ersatzteilen und vor 
allem von Brennstoff kaum ausreichend. 
6. Werkstatt 
Die im Berichtsjahr 1947 geplante Überführung der Werkstatt von den 
Diensträumen Alter Wandrahm 4—6 nach Tollerort konnte wegen der zeit 
bedingten Verzögerungen im Fortgang der Bauarbeiten noch nicht durchge 
führt werden. Die Erledigung der Arbeiten in der Werkstatt wurde da 
durch erheblich erschwert und verzögert; vor allem durch die Tatsache, daß 
die dringend benötigten Werkzeugmaschinen nicht benutzt werden konnten. 
Neben den laufend anfallenden Instandsetzungsarbeiten an den Be 
triebsanlagen und Einrichtungen cles Instituts wurden durch die Werkstatt 
nachstehende Arbeiten ausgeführt: 
1. Aufbau einer behelfsmäßigen Gleichstromumformer-Aulage für die Hol- 
lerith-Maschinen. 
Eine neue Umformer-Anlage ist in Bearbeitung. 
2. Herrichtung eines elektrischen Schweiß-Umformers für den Werkstatt 
betrieb. 
■3. Grundüberholung eines elektrischen Transport-Karrens. Einbau einer 
neuen Antriebs-Batterie. 
Herstellung eines Ladegerätes. 
*) Die Autoreparatur wird seit Mitte 1948 von der Werkstatt in Tollerort durchgeführt. 
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