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Jahresbericht
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Sehr schw ierig und langw ierig gestaltete sich noch immer die Lieferung
von Ersatzteilen, die, durch Kontigentanfordernngen an Eisen und Metallen
erschwert, sich selbst bei kleinsten Teilen auf viele Monate erstreckt. Für
das Vermessungsschiff „Paul Beneke", dessen Hauptmaschine ein Schweizer
Sulzer-Motor ist, müssen zudem sämtliche erforderlichen Ersatzteile neu
geformt und gegossen werden, da Ersatzbeschaffung aus der Schweiz unmög
lich ist.
Nach Abgabe der störanfälligen, nicht typisierten Boote ..Lun'. ..Kon
dor" und ..Lee", die außerdem infolge ihrer hohen Maschinenleistungen
liir Vermessungszw ecke zu unwirtschaftlich waren, und nach Indienststellung
und Übernahme der Peilboote ..Alairund „Wega“ ist zusammen mit dem
Reservepeilboot „Rungholl“ ein einheitlicher Bootstyp in Dienst ge
kommen. der sparsam im Betrieb und in der Unterhaltung, wenig pflege
bedürftig und störanfällig ist und damit ein sehr geeignetes Peilboot dar
stellt.
5. Kraftfahrzeuge und Bootspark (vgl. auch S. 12)
a) Eiir die Kraf t fah rzeu ge des Instituts ist im August eine kleine
Reparatur-Werkstatt in der Schule Bullenhuserdamm*) eingerichtet worden,
in der auch größere Reparaturen, die bei Reparaturfirmen nur schwer unter
zubringen sind, durchgeführt werden können. Trotzdem stößt die Reparatur
der immer störanfälliger werdenden Kraftfahrzeuge auch in eigener Werk
statt im Hinblick auf die Ersatzteillage auf immer größere Schwierigkeiten.
Besonders schlecht ist die Reifenlage. Die zugewiesenen neuen Reifen erset
zen nicht annähernd den Verschleiß. Die Kraftstofflage ist ebenfalls äußerst
angespannt. Die Zuteilung gestattet nur die Ausführung der dringendsten
Fahrten.
b) Von den 6 Barkassen des Instituts ist eine als Hilfspeilboot im
Vermessungsdienst eingesetzt. 3 weitere stellen den Verkehr im Hafen, ins
besondere nach Tollerort, sicher. 1 Barkasse befindet sich zur Grundüber
holung in der Werft. Auch hier ist die Zuweisung von Ersatzteilen und vor
allem von Brennstoff kaum ausreichend.
6. Werkstatt
Die im Berichtsjahr 1947 geplante Überführung der Werkstatt von den
Diensträumen Alter Wandrahm 4—6 nach Tollerort konnte wegen der zeit
bedingten Verzögerungen im Fortgang der Bauarbeiten noch nicht durchge
führt werden. Die Erledigung der Arbeiten in der Werkstatt wurde da
durch erheblich erschwert und verzögert; vor allem durch die Tatsache, daß
die dringend benötigten Werkzeugmaschinen nicht benutzt werden konnten.
Neben den laufend anfallenden Instandsetzungsarbeiten an den Be
triebsanlagen und Einrichtungen cles Instituts wurden durch die Werkstatt
nachstehende Arbeiten ausgeführt:
1. Aufbau einer behelfsmäßigen Gleichstromumformer-Aulage für die Hol-
lerith-Maschinen.
Eine neue Umformer-Anlage ist in Bearbeitung.
2. Herrichtung eines elektrischen Schweiß-Umformers für den Werkstatt
betrieb.
■3. Grundüberholung eines elektrischen Transport-Karrens. Einbau einer
neuen Antriebs-Batterie.
Herstellung eines Ladegerätes.
*) Die Autoreparatur wird seit Mitte 1948 von der Werkstatt in Tollerort durchgeführt.
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