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Full text: Jahresbericht 1947

Nr. 2 — 1947 
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Aufzeichnungen des Pegels Cuxhaven (Seewasserstraßenamt) vom Jahre 
1938 ab begonnen. 
Im Rahmen der im Vorjahr begonnenen Neubestiinnnmg der nonhar 
nionischen Gezeitengrundwerte für die Deutsche Bucht sind die Fourier- 
Entwicklungen der halbmonatlichen Ungleichheiten in Hoch- und Niedrig 
wasserzeit und -höhe auf Grund einjähriger Beobachtungen möglichst des 
Jahres 1943 für weitere 20 Küstenpegel ermittelt und für 31 Pegel im Elbe- 
und Wesergebiet bereits teilweise berechnet worden. Für 9 Hilfspegelstellen, 
von denen nur kurzfristigere Beobachtungen Vorlagen, wurden die Grund 
werte durch Korrelationen mit Bezugspegeln bestimmt. Für Husum und 
Büsurn sind außerdem die mittleren Spring- und Nipptidenkurven ermittelt 
worden. 
Schließlich wurden die Unterlagen für eine vollständige nonharmo 
nische Analyse 19-jähriger Beobachtungen von Cuxhaven zusammengestellt 
und die Bearbeitung begonnen. Die im Vorjahr auf Bitte der Seewasser- 
strafiendirektion Kiel begonnene Untersuchung der Veränderungen, welche 
die Gezeiten der unteren Eider nach der Abdämmung im Jahre 1935 erlitten 
haben, konnte im Frühjahr abgeschlossen und ein eingehender Bericht mit 
Tabellen der Grundwerte und 25 Tafeln graphischer Darstellungen der 
halbmonatlichen Ungleichheiten und mittleren Tidenkurven für die einzel 
nen Jahre übermittelt werden. 
Von den harmonischen Analysen der Gezeiten an zahlreichen europäi 
schen Pegelstellen, die bereits vor einigen Jahren begonnen wurden, sind die 
Teilergebnisse leider nur unvollständig erhalten geblieben. Gemeinsam mit 
dem Lochkarten-Referat L ist daher ein Rechenplan ausgearbeitet worden, 
nach dem die Amplituden und Phasen von 65 harmonischen Teiltiden aus 
stündlichen Wasserständen über 3(59 Tage unter Anwendung von Hollerith- 
Maschinen gewonnen werden sollen. Nach diesem Verfahren sind einheit 
liche harmonische Analysen in einem auf 2—3 jährige Dauer geschätzten 
Programm für etwa 50 Orte geplant (teilweise sollen auch mehrjährige 
Beobachtungsreihen bearbeitet werden). 
An der Neuberechnung der harmonischen Entwicklung des gezeiten- 
erzeugenden Potentials von Mond und Sonne konnte nur unerheblich weiter 
gearbeitet werden. 
Zur Bearbeitung der Angaben über Gezeiten und Gezeitenströme in der 
Neuausgabe des „Nordseehandbuch, östlicher Teil“ wurden die Unterlagen 
zusammengestellt und die Bearbeitung begonnen. 
Auf Anforderung des russischen Direktors wurden eine Zusammen 
stellung der Unterlagen über die Pegelnullpunkte und die Festsetzung des 
Seekartennulls an der Ostseeküste von Wismar bis Rossitten sowie ein 
Überblick über die Verfahren zur Vorausberechnung der Gezeiten ange 
fertigt. Zahlreiche Auskünfte und Gutachten über Gezeiten und Gezeiten 
ströme sind an Schiffahrtskreise, Behörden und Privatpersonen erteilt 
worden. 
Der Windstau - und Sturmflut warn dien st gab ab 1.1.1947 
täglich zweimal über den Nordwestdeutschen Rundfunk Vorhersagen der 
Höhen heraus, welche das nächstfolgende Hochwasser an der deutschen 
Nordseeküste und bei Hamburg unter Berücksichtigung des Einflusses von 
Wind, Luftdruck und Oberwasser voraussichtlich erreichen würde; ab 1. 7. 
wurde auch Bremen, ab 8. 11. auch Emden regelmäßig in den Vorhersagen 
genannt. Mit dem Beginn dieser „WasserstandsVorhersagen für die Deutsche
	        
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