Jahresbericht
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Insgesamt wurden von diesen Booten 66 Wrackstellen untersucht, bei
denen es sich um gemeldete neue Wracke handeln sollte, oder um solche
Stellen, deren Vorhandensein fraglich war. Hierbei wurden seit April 1947
50 Neubestimmungen vorgenommen. Von den übrigen Vermessungsfahr
zeugen wurden im Rahmen ihrer Seevermessungsarbeiten 20 Neubestim-
mungen von Wracken vorgenommen, so daß sich für das Berichtsjahr ins
gesamt die Anzahl von 70 Wradc-Neubestimmungen ergibt. (S. Tabelle 2.)
Die Vermessungsergebnisse wurden den Seewasserstraßenämtern und den
vom D. H. 1. herausgegebenen Nachrichten für Seefahrer zur Veröffent
lichung mitgeteilt.
Tabelle 2:
Durchgeführte Wrackbestimmungen der Vermessungsfahrzeuge
(vgl. Anlage 6)
Boot
Neu*
bestimmung
Zeit
Suchgebiet
„ATAIR"
und „WEGA"
50
April bis Dezember 1947
Westliche Ostsee und Elbmün*
düng bis AmrumiBank
„PAUL BENEKE"
9
Mai bis Juli 1947
FehmarnsSund, im Rahmen der
See vermessungsarbeiten.
„RÜDEN"
4
Juli bis September 1947
NeustadtsBucht, im Rahmen der
Seevermessungsarbeiten.
„PAUL BENEKE"
7
Juli bis Oktober 1947
WismarsBucht, im Rahmen der
Seevermessungsarbeiten.
Bemerkung: Von den Booten „Atair" und „Wega" wurden zahlreiche Wrackstellen
untersucht, bei denen es sich um fragliche und vermutete Wracke handelte; diese Anzahl
ist nicht aufgeführt (vgl. S. 27).
Die Gesamtzahl der seit Mai 1945 bestimmten Wracke beträgt 431.
Die Wichtigkeit dieser Wracksucharbeit im Hinblick auf die Schiffs
sicherheit in den deutschen Küstengewässern wurde weitgehendst erkannt
und hat sich auch durch die erzielten Ergebnisse bestätigt. Die Fortführung
dieser noch nicht abgeschlossenen Arbeiten ist auch für das kommende Ver
messungsjahr 1948 uneingeschränkt vorgesehen.
3. Die Vermessungsschiffe
Nachdem im April dieses Jahres von dem Zentral-Haushnlts-Amt für
das D. H. I. eine größere Personaleinschränkung angeordnet worden war,
mußten auch bei der Abteilung 111 — Seevermessung — mit den ihr unter
stellten Vermessungsfahrzeugen größere Personalkürzungen vorgenommen
werden. Diese wirkten sich auf die Fahrzeuge derart aus, daß das Ver
messungsschiff .,Teutoburger Wald" mit einer 41köpfigen Besatzung außer
Dienst gestellt werden mußte.
Ferner mußte für die Übernahme der Wracksuchboote „Atair" und
„IVega" vom Hafenbeauftragten Kiel durch das D. II. I. das bisherige Peil
boot „Rungholt“ (Kriegsfischkutter KFK.) ebenfalls außer Dienst gestellt
werden, um dadurch eine Überschreitung des Personaletats zu vermeiden.
Fs verblieben dem D. 11.1. daher für die Durchführung seiner nautischen
Vermessungsarbeiten noch die Vermessungsfahrzeuge „Paul Beneke“
(s. Abb. 1 auf Anl. 8), „Rüden", „Hooge" (s. Abb. 2 auf Anl. 8) und „Ahne“
nach dem Verlust des Vermessungsbeibootes „Kondor" infolge Strandung
bei Großenbrode im Mai 1947.