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Full text: Jahresbericht 1947

Nr. 2 —1947 
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d) Anfertigung von Punktbesehreibungen, Ansichts- und Lagebildern. 
e) Topographische Neuaufnahme solchen Küsten- und Hafengeländes, das 
die Seekarte bisher noch nicht enthielt. 
f) Zur Fortsetzung der Bearbeitung des neuen Pegelbuches des D. H. I. 
wurden die Pegelstellen in den Aufgabengebieten auf alle im Pegelbuch 
eingetragenen Daten, wie Lageskizzen und graphische Darstellungen 
des Pegels, überprüft und die Höhenlagen durch Nivellements kon 
trolliert. 
g) Für die Neubearbeitung bzw. Richtighaltung der Seehandbücher wurden 
die aufgeführten Küstenansichten pp. überprüft und erforderlichenfalls 
Vertonungen oder Lichtbilder angefertigt. 
h) Mißweisungsbestimmungen, Nachprüfung und Neuaufstellung von Deck 
peilungen zur Kompaßkontrolle. 
Neben dem Ansatz oben angeführter 4 Verniessungsfahrzeuge (..PauZ 
Beneke", ..Buden". ..llooge“ und ..Ahne") im reinen Vermessungsdienst 
wurden in der Ost- und Nordsee Wrac-ksuchärbeiten durchgeführt und 
zwar von den zu einer Wracksuchgruppe zusammengefaßten beiden Peil 
booten „Afair" und „Wega" (Typ der ehemaligen Kriegsfischkutter K. f. K.) 
Durch die auf diesen Booten eingebaute Spezialausrüstung mit S-Gcräten 
und Anbordgabe einer ständigen Tauchergruppe wurden genaueste Bestim 
mungen der zahlreichen vorhandenen Wracke auf den minenfreien Zwangs 
wegen im küstennahen Ost- und Nordseeraum erzielt, so daß heute ge 
naueste Unterlagen über diese gefährlichen Schiffahrtshinclernis.se in den 
Seekarten vorliegen. 
Der außergewöhnlich schwere Eisgang im Winter 1946/47 machte zu 
Beginn des Jahres 1947 eine erneute Bestimmung der bisher schon bekannten 
Wracke notwendig, da teilweise die über Wasser sichtbar gewesenen Wrack 
teile verschwunden, die alten Tonnenbezeichnungen vertrieben oder ver 
loren waren und ferner mehrere Wracklagen überhaupt nicht mehr stimmten. 
Die Arbeit der Wracksuchgruppe konnte in zahlreichen Fällen den Ar 
beiten für die Bergung und Beseitigung von Wracken nutzbar gemacht 
werden und trug in erheblichem Maße dazu bei, die Bergungs- und Spren 
gungsarbeiten englischer und deutscher Dienststellen zu beschleunigen und 
zu erleichtern. 
Die Wracksuchgruppe hat sich als eine von allen interessierten Stellen 
erwünschte und oft beanspruchte Einrichtung erwiesen. In Erkennung der 
Lage und in bester Zusammenarbeit mit der Hauptverwaltung des See 
verkehrs sowie der Seewasserstraßen-Direktion Kiel mit den unterstellten 
Seewasserstrafienämtern Ostsee in Kiel und Tönning, konnte zu Beginn 
des Jah res bei der Deutschen Minenräumdienstleitung erreicht werden, daß 
die bisher vom Hafenbeauftragten Kiel dem D. II. 1. für den fachlichen Ein 
satz (jedoch ohne Tauchergruppe) nur zugeteilten beiden Boote nunmehr 
auch in personeller, verwaltungstechnischer Beziehung und vermessungs 
fachlichem Einsatz ganz unterstellt wurden. Es war somit gewährleistet, 
daß die Wracksuchtätigkeit systematisch in den in Frage kommenden Ge 
bieten durchgeführt werden konnte. 
Neben dieser hauptsächlichen Wracksuchtätigkeit wurden von dem Boot 
„Atair", welches gleichfalls mit kundigem Vermessungspersonal besetzt 
war. dringende und kurzfristige Vermessungsarbeiten ausgeführt. (S. Ta 
belle 1.)
	        
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