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Full text: Jahresbericht 1947

Nr. 2 — 1947 
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Die Berichtigung ist auszuführen: 
a) weil die Seekarten infolge der häufigen Veränderungen der Seezeichen 
und der Neuauffindung von Hindernissen (Fahrwasser-, Betonnungs- und 
Befeuerungsveränderungen, Auffinden, Bezeichnen und Verlegen von 
Wracken, Änderungen von zahlreichen Zwangswegen) oft schon während 
des Druckes nicht mehr den neuesten Stand der amtlichen Veröffent 
lichungen angeben, aber aus Gründen der Schiffssicherheit in jedem 
Falle nur mit dem neuesten Stand abgegeben werden dürfen; 
b) weil (P)-Nachrichten, die eine Änderung oder Neueintragung von See 
zeichen ankündigen, und (T)-Nachrichten, die einen zeitweiligen Zustand 
melden, in alle Seekarten handschriftlich eingetragen werden müssen, 
da sie wegen ihres vorübergehenden Charakters nicht in die Druck 
platten aufgenommen werden können. 
6. Seekartenvertrieb 
Den Seekartenanforderungen der Verbraucherkreise konnte das D. H. I. 
in diesem Jahre nicht restlos nachkommen. Hierfür gibt es mehrere Gründe. 
Einmal verzögerte sich der Aufbau der technischen Einrichtungen durch 
mannigfache Schwierigkeiten, sodann schmolzen die von den früheren Kriegs- 
marinewerften übernommenen handschriftlich berichtigten Seekartenbestände 
mehr und mehr dahin und schließlich müssen nicht nur die in den ver 
gangenen Jahren wegen des Krieges aufgelaufenen Fortführungsarbeiten 
erledigt werden, sondern die Seekarten sind auch z. Zt. besonders starken 
laufenden Veränderungen unterworfen, namentlich im Hinblick auf die 
Wegebezeichnungen und Fahrwasserveränderungen. Die Schwierigkeiten 
wegen der Aufarbeitung der Rückstände können sich bei dem kleinen Per 
sonalbestand des Seekartenwerkes nur allmählich verringern. Schon nach 
dem vorigen Weltkrieg hat es mehrerer Jahre bedurft, um einen als normal 
anzustrebenden Zustand herbeizuführen. 
Im Laufe des Jahres haben auch in der russischen Zone Vertriebsstellen 
für Deutsche Seekarten die Arbeit aufgenommen und zwar in Wismar, 
Rostock, Stralsund und Greifswald, ln Berlin betreibt die Firma Dietrich 
Reimer wieder den Vertrieb von Seekarten. 
Vertriebsstellen, Berichtigungsstellen: s. letzte Um 
schlagseite. 
Die Zahl der Vertriebsstellen erhöhte sich im Laufe des Jahres von 10 
auf 17. 
7. Kartenabsatz 
Abgegeben wurden bis Ende Dezember 1947 nachstehend aufgeführte 
Seekarten: 
1. An Deutschen Minenräumdienst . . 3 211 Stck. 
2. An Behörden 3 539 
3. An Vertriebsstellen 38 396 
zusammen 45 146 Stck.
	        
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