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Full text: Jahresbericht 1947

Nr. 2 — 1947 
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C. Einrichtungen des D.H.I. 
1. UNTERBRINGUNG DER DIENSTSTELLEN 
Gegen über dem Berichtsjahr 1946 haben sich bezüglich der Unter 
bringung der Dienststellen in Hamburg noch keine grundlegenden Ver 
änderungen ergeben. Die ursprüngliche Absicht, das ganze Institut nach 
Tollerort zu verlegen, mußte auf Grund eines Einspruchs des Zentral- 
Haushalts-Aintes für die britische Zone wegen der unverhältnismäßig hohen 
laufenden Kosten, die die Unterbringung des Instituts in Tollerort ver 
ursacht haben würde, und mit Rücksicht darauf, daß die Stadt Hamburg 
das Gelände in Tollerort in absehbarer Zeit für den Hafenumschlag selbst 
benötigen wird, aufgegeben werden. Nach Tollerort ist im Einverständnis 
mit dem Zentral-Haushalts-Amt im Laufe des Sommers lediglich die Ab 
teilung Seekartenwerk verlegt worden, da die Inbetriebnahme der See 
kartendruckerei im Hinblick auf die Erfordernisse der Seefahrt keinen 
längeren Aufschub mehr duldete. Ferner wird nach Beendigung der Repa 
raturarbeiten an der dafür vorgesehenen Werkhalle die Werkstatt 1 ) nach 
Tollerort verlegt werden. 
Der Plan, das D.H.I. — unter Beibehaltung des Seekartenwerks in 
Tollerori — an anderer Stelle zentral in einem Gebäudekomplex unterzu 
bringen. hat sich bisher noch nicht verwirklichen lassen. Es besteht jedoch 
begründete Aussicht, daß durch Zuweisung des Hauses Seewartenstraße 9 
— des früheren Seemanns-Hauses 2 ) —, das bisher der Deutschen Mineu- 
räumclienstleitung als Dienstgebäude gedient hat. die eine gedeihliche Zu 
sammenarbeit aller Abteilungen hemmende Zersplitterung der Arbeitsräume 
des Instituts auf eine Vielzahl örtlich weit voneinander getrennter Stellen 
beseitigt wird. 
Für die Unterbringung der Bibliothek und des Eisdienstes, die ihre vor 
läufig ohnehin unzureichenden Arbeitsräume im Justizgebäude und Lager 
räume in dem Hochbunker Heiligengeistfeld auf Drängen der Justizver 
waltung und des 'Oberfinanzpräsidenten zu räumen gezwungen waren, wurde 
die »leider sehr abgelegene und in einem völlig zerstörtem Stadtgebiet lie 
gende Volksschule Bullenhuserdamm vom Hamburger Staat zur Verfügung 
gestellt. Nach Durchführung der notwendigen Herrichtungsarbeiten sind 
Bibliothek. Eisdienst. Chronometrie und das Referat ..Meereskundliehe Be 
obachtungen“ 3 ) im September — Oktober in das Gebäude eingezogen. Nach 
Durchführung der restlichen handwerklichen Arbeiten ist das Gebäude für 
weitere Teile des Instituts aufnahmefähg. Bei Zuweisung des ganzen Ge 
bäudes in der Seewartenstraße 9 hätte jedoch auf eine weitere Inanspruch 
nahme des Gebäudes verzichtet werden können. *) 
*) Die Werkstatt ist Mitte 1948 nach Tollerort verlegt worden. 
2 ) Das Gebäude Seewartenstraße 9 ist mit Ausnahme des 2. Obergeschosses und des Nebengebäudes dem D.H.I. 
zum 1. 3. 1948 zug;wiesen worden. In ihm sind nunmehr untergebracht: Abt. I, IV, V und Verwaltung sowie der 
Lochkartenbetrieb, während die Abteilung III nach Tollerort, das Archiv nach Alter Wandrahm 4 II verlegt wurden 
und die Bücherei vorläufig in der Schule Bullenhuserdamm 92/94 verblieben ist. 
3 ) Eisdienst, Chronometrie und das Referat „Meereskundliche Beobachtungen“ sind im Laufe des Jahres 1948 
ebenfalls in das Gebäude Seewartenstraße 9 umgezogen.
	        
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